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Für die Teilnehmenden des Wasserbau-Workshops ging es unter anderem zur Urfttalsperre in die Eifel. Foto: FH Aachen


Abenteuer Wasserbau

7.03.13 | Von: Pia Wilbrand

Fachleute aus aller Welt besichtigen die Urfttalsperre in der Eifeler "Wildnis"

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600 Stufen geht es in die Tiefe. Ein wenig beklemmend ist die Vorstellung nun in der Staumauer der Eifeler Urfttalsperre zu stehen. Allein ihre Mauern trennen die Besucher von vielen Millionen Kubikmetern Wasser, die sie auf einer Seite anstaut. Die Wände sind feucht, so ganz dicht sind sie nämlich nicht. Trotzdem: Die Urfttalsperre ist ein Beispiel dafür, was das Bauingenieurwesen zu schaffen vermag. Die Exkursion in die Eifel war ein Programmpunkt des dreitägigen „International Workshop on Hydraulic Design of Low-Head Structures“, der in diesem Jahr an der FH Aachen stattfand. Joachim Klubert vom Wasserverband Rur-Eifel und Walter Zöll, Betriebsleiter der Urfttalsperre, führten die Gäste durch die Kontrollgänge und standen für Fachdiskussionen zur Verfügung.  

Der Workshop aus der Veranstaltungsreihe der IAHR Hydraulic Structures Section (International Association for Hydro-Environment Engineering and Research) ist ein Forum für Präsentationen und Diskussionen über aktuelle Entwicklungen im Wasserbau und zukünftige Anforderungen, die an die Ingenieure gestellt werden. In den Vorträgen von Benjamin J. Dewals (Université de Liège) und Blake P. Tullis (Utah State University) sowie den Fach-Diskussionen ging es unter anderem um Stauanlagen, Wasserkraft und Fischdurchgängigkeit sowie komplexe Fluid-Struktur-Interaktionen.

Die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen unter anderem aus Deutschland, Belgien, Südeuropa, Australien, Südkorea und den USA. Organisiert wurde er von Prof. Dr. Daniel Bung vom Fachbereich Bauingenieurwesen. Neben der Urfttalsperre besichtigte die Gruppe außerdem die Baustelle der neuen Schiffsschleuse im belgischen Lanaye sowie die Wehranlage und den Fischpass in Lixhe, ebenfalls in Belgien.

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