Robert Franke und Henry Monse – Hey Deutschland, würdest Du mal nach den Rechten sehen?

Die Kommunikationsdesignstudenten Robert Franke und Henry Monse haben zum Ziel, mit ihrem Konzept einer Wanderausstellung „Hey Deutschland, würdest Du mal nach den Rechten sehen?“, ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz zu setzen. 

Auslöser für das Projekt waren die Ereignisse der Aufmärsche von den Nationalsozialisten im September 2018 in Chemnitz. Aufgrund dessen haben sich die Studenten dazu entschieden, dem allgemeinen Rechtsdruck in Deutschland entgegenzuwirken.  

Resultat ist eine Wanderausstellung, die über die Gefahren der Identitären Bewegung aufklären soll. Die Identitäre Bewegung ist eine Jugendbewegung der neuen Rechten, die in Deutschland verstärkt an Hochschulen versucht, neue Mitglieder für ihre rechtsextreme Ideologie zu gewinnen. „Unser Schritt ist es, über die Bewegung und deren Strategien sowie über die Ideologie, die dahintersteht, aufzuklären und zu informieren“, erklärten die Studenten. Die Ideologie sowie die Strategien werden in der Wanderausstellung in einem gesamten Element auf zwei unterschiedlichen Seiten erklärt, sodass die Besucher bzw. die Studierenden sich mit den sachlichen und wissenschaftlich aufbereiteten Inhalten auseinandersetzen können.

„Eine der größten Herausforderungen war es, die Begriffe, die die Identitäre Bewegung nutzt, um ihre rechtsextreme Ideologie zu verschleiern, plakativ abzubilden. Wir können sie nicht direkt plakativ abbilden, da wir der Identitären Bewegung damit eine zu große Bühne geboten hätten,“ erklären Robert Franke und Henry Monse. Die Lösung: Die Begriffe werden zwar abgebildet, aber in einer verfremdeten Art und Weise - wie ein Code. Die Buchstaben sind überlagert, wodurch ein allgemein spannendes, typografisches Gesamtbild geschaffen wird, dass dazu beiträgt, dass der Besucher sich näher damit beschäftigt und somit auch die Erklärungen der einzelnen Begriffe durchliest.

Ein weiteres Plus neben der typografischen Gestaltung und Aufklärung der Begriffe: Die Wanderausstellung soll in verschiedenen Bundesländern gezeigt werden. Je nachdem, in welchem Bundesland sich die Wanderausstellung gerade befindet, sind Informationsplatten zu Initiativen und Vereinen installiert, die sich gegen den Rechtsextremismus engagieren. Da die Aufklärung im Vordergrund steht und nicht die Positionierung der politischen Meinung der Studenten, berichtet die Wanderausstellung auf eine sachliche und informative, teilweise auch neutrale Art und Weise.