"Die neue Din“

 

Robin Coenen entwickelt unter Betreuung von Herr Oetzbach eine Schrift, die mathematisch aus den Vorgaben der neuen DIN-Norm 1450 Schriften-Leserlichkeit errechnet ist.

Im April letzten Jahres ist die neue DIN-Norm 1450 Schriften-Leserlichkeit erschienen. Verschiedene Typedesigner und Typographen haben in dieser Norm Regeln und Standards für die Kriterien Leserlichkeit und Lesbarkeit festgehalten und als Empfehlungen ausgeschrieben. Unter anderem gibt sie –immer in Relation zur Mittellänge einer Glyphe– konkrete Prozentwerte für die wichtigsten Verhältnisse der Merkmale einer Schrift, wie etwa der Laufweite oder Strichstärke.

Diese Prozentwerte hat Robin Coenen, Student der FH Aachen, als Ausgangspunkt für sein Projekt "Die neue Din“ benutzt und eine Schrift entworfen, deren Architektur aus den Angaben der neuen DIN Norm 1450 errechnet wurde. Trotz der mathematisch-konstruierenden Arbeitsweise im ersten Schritt, hielt er es für wichtig, das Schriftbild nicht zu konstruiert wirken zu lassen. Dabei helfen die offenen Buchstabenformen, die wiederum zur bessern Leserlichkeit des Wortbildes führen. Im nächsten Schritt wurden vor Allem Kriterien bezüglich der Unterscheidbarkeit der Glyphen hinzugezogen, um optisch ähnliche Buchstaben besser voneinander zu unterscheiden.

Die Schrift ist mit all ihren Eigenschaften bestens für Signalisationstext geeignet, zum Beispiel für Orientierungssysteme und Beschilderungen. Im Entwurf wurde ein Regular, sowie ein Light und Black Schnitt angedacht, um daraus weitere Schnitte entwickeln zu können. Ab Februar 2014 studiert Robin Coenen ein Auslandssemester an der ZHdK in der Schweiz,  um sein Wissen über Schrift weiter zu vertiefen und auszubauen.

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