Ist heute Sonntag? – Über das Leben mit Demenz

 
 
 

 

Meike Dosquet führt in ihrer Bachelorarbeit feinfühlig an die Volkskrankheit heran und macht Betroffenen Mut.

Rund 1,4 Millionen Deutsche leiden an Demenz. Das langsame Verblassen der Erinnerung, und das Zurückentwickeln des Denkvermögens bleiben sowohl Betroffenen als auch Angehörigen bis zum Ende unbegreiflich und umhüllen diese Krankheit mit einem großen Schweigen. Meike Dosquet, Studentin im Kommunikationsdesign, bricht dieses Schweigen nun. Ihr feinfühliges Projekt geht auf kunstvolle Weise mit dem Thema „Demenz“ um, bietet Hilfestellungen zum Umgang mit Betroffenen, und fungiert als Ratgeber. „Seit sechs Jahren arbeite ich nebenberuflich im Altenheim, und es hat mich von Anfang an interessiert nicht nur die medizinischen Aspekte von Demenz zu betrachten. Das ganze war eine sehr emotionale Arbeit.“ Entwickelt hat sie dazu ein Buch, gefüllt mit Kurzgeschichten, Fotografien und angereichert mit Beispielen. Es soll auf empathische Weise klar und feinfühlig an die Krankheit heranführen und die verschiedenen Facetten aufzeigen. Denn auch wenn jedes Schicksal anders ist, alleine sollten die Betroffenen niemals sein. „Mein Ziel ist es, den Erkrankten und Angehörigen nach einer Demenzdiagnose Mut zu machen. Mein Projekt bietet ihnen Hilfe und Orientierung, um sich in die neue Situation einzufinden.“ Meike Dosquets einzigartiges Kunstprojekt „Ist heute Sonntag? – Über das Leben mit Demenz“ bringt somit Licht in einen Zustand, der sonst nur von übergreifender Dunkelheit geprägt wird.  

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