Un | Wortschatz - die Macht der Rhetorik

 

Jungdesigner Konrad Koppenborg verdeutlicht in seinem Projekt das Vermögen politischer Sprache, unser Denken und Handeln zu beeinflussen.

Konrad Koppenborg hat ein Buch erstellt, indem er die Werkzeuge politischer Sprache aufzeigt. Schwerpunkt dabei ist der gezielte Einsatz manipulativer rhetorischer Mittel. Ein Zeitungsartikel über Marketingstrategien, die Angela Merkel nutzt um wirksamer zu regieren und die Bürger zu erreichen hat Konrad dazu veranlasst, sich mit rhetorischer Manipulation zu beschäftigen. Kritisch betrachtet sind solche Strategien gezielte Manipulation. Die Ergebnisse seiner Auseinandersetzung hat er in seinem Buch „Un|Wortschatz“, bestehend aus 11 Kapiteln zusammengefasst:  Entstanden ist ein kleiner Ratgeber, der auf einer komplexen Recherche basiert.

Das Ergebnis der Untersuchung  verdeutlicht, dass Manipulation und Propaganda heute unter den Namen „PR“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ betrieben werden: Hier werden bestimmte Mittel des Einflussnehmens praktiziert um die Zielperson von etwas zu überzeugen. Ziel des Buches ist es darüber aufzuklären, dass insbesondere politische Sprache ganz gezielt eingesetzt wird um Verhalten zu beeinflussen. Es soll dem Denken auf die Sprünge helfen und als Berater dienen um insbesondere in politischen Kontexten gewappnet zu sein und Manipulationsversuchen entgegenzuwirken. Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller politischer Versuche Menschen zu beeinflussen, bietet dieses zeitgemäße Projekt Hilfestellung solche Versuche zu durchschauen: Im Kontext der Flüchtlingswelle werden Metaphern und Euphemismen genutzt um das Denken zu steuern, die AFD nutzt rhetorische Mittel, indem sie beispielsweise propagandistische Vergleiche zieht und Donald Trump schafft es mehr durch Wertevorstellungen, statt politischer Inhalte, Erfolge zu erzielen. Das heißt die Manipulationsgefahr politischer Sprache ist allgegenwärtig und wird exzessiv und effektiv betrieben. Insbesondere vor diesem Hintergrund bedürfen wir Anleitungen und Hilfestellungen um Rhetorik und Sprache zu durchschauen, um Sachverhalte weitestgehend objektiv zu betrachten und nicht Opfer der Manipulationsstrategien von Politikern zu werden – genau hier kommt die kreative Energie junger Designer wie Konrad Koppenborg zum Einsatz, die dem entgegenwirken.

 

 

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