Marco Bazelmans – Schlaf gut

 

Kommunikationsdesignstudent Marco Bazelmans hat sich in seinem Projekt mit dem Einfluss von Licht auf den Schlaf und -rhythmus auseinandergesetzt. Mithilfe einer interaktiven Wand kann anschaulich nachvollzogen werden, welche Prozesse im Gehirn aktiviert werden, wenn vor dem Einschlafen zum Beispiel das Smartphone genutzt wird. Außerdem hat er seine Nachforschungen in einem Informationsbuch festgehalten.

Die interaktive Wand soll ein für viele, besonders für junge, Menschen repräsentatives Beispiel veranschaulichen: Mit einer Berührung auf Start erleuchtet die erste Station der Wand und macht deutlich, dass das Männchen, was im Bett liegt ein Smartphone nutzt. Die Konsequenz: Vor ein paar Minuten noch müde, ist das Einschlafen jetzt kaum möglich – das Männchen bleibt wach während man gegenüber sehen kann, dass das zweite Männchen, welches kein Smartphone genutzt hat, bereits eingeschlafen ist. Schuld daran sind die vermehrt vorkommenden blauen Anteile des Lichts, die beispielsweise aus Handys oder Laptops leuchten. Es kommt uns gar nicht blau, sondern eher weiß vor. Diese blauen Wellenlängen bewirken aber, dass wir munter werden – als würde man kurz vor dem Einschlafen noch schnell einen Espresso trinken. Marco Bazelmans erklärt mit seiner interkativen Wand auch, was im Gehirn vorgeht, wenn wir das Handy, das Tablet oder ähnliches vor dem Schlafen nicht beiseitelegen wollen. Das Hormon Melatonin sorgt dafür, dass wir müde werden und einschlafen. Es wird in der sogenannten Zirbeldrüse produziert, wie man auf der Wand anschaulich sehen kann. Über den Tag verteilt verändert sich der Melatoninspiegel. Tagsüber ist er gering und steigt zum Abend hin an. Kommt allerdings am Abend das blaue Licht hinzu, hemmt dies die Hormonausschüttung – der Einschlafprozess wird nach hinten verschoben und bringt den Schlafrhythmus durcheinander. Ist das blaue Licht erst einmal konsumiert, kann man sich vom sofortigen Einschlafen meistens verabschieden. Es gibt kein „Gegenmittel“, welches die blauen Wellenlängen des Lichts wieder ausgleichen kann. Deshalb hat Marco Bazelmans auch zusätzlich zu seiner interaktiven Wand das Informationsbuch konzipiert. Es beschreibt detailliert die Prozesse, die bei Blaulichteinstrahlung im menschlichen Gehirn ausgelöst werden und erklärt verschiedene Schlafrhythmen. Der Kommunikationsdesingstudent plädiert dafür, den Konsum von blauem Licht aus Handys, Laptops und Tablets am Abend am besten zu vermeiden, wenn man Einschlafprobleme nicht riskieren möchte.

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