Viel Licht, viel Schatten - Die Auswirkungen von Lichtverschmutzung

 

Drei Designstudierende des Fachbereichs Gestaltung der FH Aachen entwerfen Infografiken zum Thema Lichtverschmutzung.

„Die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen“ ist die offizielle Definition des Themas Lichtverschmutzung, dem sich die drei Designstudierenden Vanessa Lang, Daniel Grasmeier und Sascha Hermanns im Rahmen des Wettbewerbs Planatory Urbanism – Kritik der Gegenwart gewidmet haben. Das Thema Lichtverschmutzung ist den meisten Menschen weitestgehend unbekannt, obwohl es erheblichen Einfluss auf die Organismen dieser Welt ausübt. Die drei haben sich ausführlich mit dem Thema auseinander gesetzt. Lichtverschmutzung beginnt bei Städten ab 25.000 Einwohnern, Metropolen wie Paris und Athen haben eine Lichtverschmutzung von 99 Prozent, aus der Perspektive des Alls wirken die Städte komplett weiß. Bei ihrer Recherche sind die Designstudierenden auf zahlreiche Faktoren gestoßen: Lichtverschmutzung findet überall statt, das geht los bei falschen Beleuchtungsmitteln und –ausrichtungen und endet im Biosystem von Tieren und Menschen. Bei Menschen äußert sich diese Problematik beispielsweise in Form von Schlafstörungen, was wiederum große Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Die gravierendsten Auswirkungen von Lichtverschmutzung sind neben einem enorm hohen Energieverbrauch durch zum Großteil veraltete Leuchtmittel, ein schwerwiegender Eingriff in die Insektenpopulationen: In einer einzigen Stunde einer Sommernacht sterben an einem Skybeamer über 2000 Insekten, dazu gehören nicht nur Falter sondern auch Schmetterlingsarten, die zum Teil komplett aussterben. Lichtverschmutzung führt beim Menschen nicht nur zu Schlafproblemen, sondern führt auch dazu, dass weniger Melatonin gebildet wird. Regelmäßige Nachtarbeit ist prozentual mit einem höheren Gesundheitsrisiko verbunden als regelmäßig zu rauchen.
Diese Informationen haben die drei auf einer Folge von vier Plakaten aufbereitet und visualisiert.  Mit dem Programm Illustrator und eigenen Rechnungen haben sie Zahlen, Fakten und Grafiken generiert. Die Daten basieren auf Aufnahmen von der Nasa. Zusätzlich haben sie unter anderem erarbeitet wie Energieverbrauch sinnvoll effektiver genutzt werden kann. Mit diesen aufwändig aufbereiteten komplexen Informationen machen die drei auf ein Thema aufmerksam, welches uns alle betrifft, dessen Problematik jedoch einem Großteil der Menschen erst noch bewusst gemacht werden muss. Die Informationsgrafik der drei Designstudierenden ist der erste Schritt in diese Richtung.

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