Lukas Eitelgörge – Inmotu

 

Lukas Eitelgörge hat ein Produkt entwickelt, das aktives Sitzen ermöglicht und somit mehr Bewegung in den wortwörtlich festgesessenen Alltag bringt. Sein Stuhl Inmotu ist eine Antwort auf die Frage, wie in der heutigen Zeit, in der Sitzen Dauerzustand ist, Rückenbeschwerden und weitere Folgen des Bewegungsmangels vorgebeugt werden können. 

Monotones Sitzen – eine Angewohnheit unserer modernen Gesellschaft, die überhaupt nicht in der Natur des Menschen liegt, weil sie evolutionsbiologisch eigentlich nicht vorgesehen war. Jagen und Sammeln, diese Aufgaben hatten unsere Vorfahren und dementsprechend ist unser Körper gebaut. Auch heute noch haben wir nahezu dieselben Gene wie vor hunderttausenden von Jahren. Die Gesellschaft hingegen hat sich bis heute enorm verändert: Von Kindesbeinen an werden Menschen an das Sitzen gewöhnt. Egal, ob in der Schule, am Schreibtisch, in der Freizeit oder später im Studium und auf der Arbeit – eines ist klar: Wir sitzen zu viel beziehungsweise zu monoton. Inmotu (lateinisch für „in Bewegung“) löst diese Problematik: Mehr Aktivität am Sitzplatz, das ist das Ziel, das Lukas Eitelgörge mit seinem Produktkonzept verfolgt hat. Durch seine Schwingfunktion sind Bein- und Rückenmuskulatur ständig gefordert, da der Stuhl vom Nutzer aktiv in Balance gehalten werden muss. Bewegung bedeutet hierbei nicht Sport, sondern eine leichte Aktivität, die auf Dauer aber den Unterschied ausmachen kann. Durch das Sitzen auf Inmotu wird eine bessere Durchblutung der Körperregionen erreicht, dadurch ist es möglich, länger konzentriert und effektiv zu Arbeiten. Es gibt bereits ähnliche Stuhlkonzepte auf dem Markt, an denen Tests durchgeführt wurden. Die Ergebnisse sprechen für sich: Innerhalb eines mehrwöchigen Versuchs wurde deutlich, dass aktive Stühle - wie Inmotu - helfen, Muskulatur aufzubauen und die Körperhaltung zu verbessern. Die Konzeption und Umsetzung der Idee eines aktiven Stuhls war ein langer Prozess: „Ich habe mithilfe von Kommilitoninnen und Kommilitonen mit unterschiedlichem Körperbau Sitztests gemacht und das Design immer wieder überarbeitet“, berichtet der Produktdesignabsolvent, „schließlich wollte ich, dass der Stuhl für nahezu alle Personen infrage kommt und trotzdem durch ästhetisches Design überzeugt.“ Lukas Eitelgörge hat seinen Stuhl Inmotu zwar in erster Linie für seine Abschlussarbeit entwickelt, er könnte sich aber durchaus vorstellen in Serie zu gehen. „Um ein so großes Projekt realisieren zu können, bräuchte ich natürlich Kooperationen und Partner, die sich auskennen“, erklärt der Absolvent hoffnungsvoll. 

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