Autonome UAVs zur Bekämpfung von Wilderei in Nationalparks

In einem gemeinsamen Forschungsvorhaben entwickeln das IaAM und das MASKOR Institut zusammen mit der Tshwane University of Technology (Südafrika) neue Konzepte zum Artenschutz in Nationalparks.

Die Wilderei stellt Nationalparks vor große Probleme. Insbesondere sind z.B. Nashörner als stark gefährdete Arten davon betroffen. Jährlich werden mehr als 1.000 Tiere getötet, obwohl auf Wilderei harte Strafen stehen. Aufgrund der weitläufigen Flächen, die in den Parks bis zu 20.000 m² betragen – das entspricht etwa der Fläche Hessens- ist eine Überwachung vom Boden aus lückenhaft. Durch den Einsatz von unbemannten Multikoptern oder Starrflüglern können im Vergleich sehr viel größere Areale abgedeckt werden. Weiterhin ist durch Algorithmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (Deep Convolutional Networks) auch eine kontinuierliche Erfassung des Tierbestands möglich.

Die am IaAM entwickelten autonom fliegenden Systeme unterstützen die Ranger vor Ort bei ihrer Arbeit und leisten einen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Arten. Die FH-Forscher arbeiten eng mit der südafrikanischen Tier­schutzorganisation SPOTS (Strategic Protection of Threatened Species) zusammen, die sich dem Schutz gefährdeter Tierarten verschrieben hat. Die Organisation setzt bereits jetzt auf den Einsatz von unbemannten Kleinflug­zeugen, die mit einer Wärmebildkamera aus­gestattet sind. Dies ermöglicht die Erfassung von Tieren, Menschen oder Fahrzeugen auch bei Nacht, in der die Wilderer besonders aktiv sind. Gemeinsam mit SPOTS ist es bereits gelungen, Wilderer aus der Luft zu detektieren und durch Verfolgung mittels Luftunterstützung zu ergreifen.

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Stephan Kallweit

Teaching Subject Robotik und Automatisierungstechnik
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