Damit es wirklich sicher ist

Aachener IT-Sicherheitsunternehmen Utimaco präsentiert sich Stipendiat:innen der FH Aachen

Wer im Supermarkt mit der Bankkarte oder dem Handy bezahlt, fragt sich vielleicht manchmal, was in der Folge eigentlich mit den Zahlungsdaten passiert. Wie kann man sicherstellen, dass etwa die Details der Bankverbindung auf dem Weg von der Kasse bis zur Bank nicht in falsche Hände geraten? Die Expert:innen des Aachener Unternehmens Utimaco können das – und noch viel mehr. In einer zweistündigen Präsentation stellten sie im Rahmen des Stipendienbegleitprogramms der FH Aachen ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Für die Studierenden ergaben sich nicht nur spannende Einblicke in die Welt der Cybersecurity, sondern auch konkrete Ansätze für eigene Karriereperspektiven.
Derzeit erwirtschaftet Utimaco mit über 400 Mitarbeiter:innen weltweit einen Umsatz von 80 Millionen Euro jährlich. Das Unternehmen wurde 1964 in Aachen gegründet, wo es noch heute seinen Hauptsitz hat. Utimaco ist ein global führender Anbieter von Hochsicherheitstechnologien für Cybersecurity und Compliance-Lösungen. Der Technische Leiter Nils Gerhardt stellte den Studierenden Anwendungsbeispiele aus den Bereichen IT, Telekommunikation, Gesundheitswesen und Automotive vor. Ein gutes Beispiel für die Wichtigkeit von Cybersicherheit ist die Erfassung von Telekommunikationsdaten – also zum Beispiel die Auflistung, wer wann mit wem telefoniert hat. Diese müssen von den Telekommunikationsunternehmen erfasst und bei Bedarf etwa Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung gestellt werden. Utimaco stellt Lösungen bereit, die sicherstellen, dass diese Datenerfassung und –weitergabe höchsten Sicherheitskriterien genügt. Ein anderer Anwendungsfall sind moderne Autos. Viele Prozesse werden dort elektronisch gesteuert – und zwar nicht nur im Auto selbst, sondern auch im (Daten-)Austausch mit der Außenwelt. Das Missbrauchspotenzial ist ungeheuer groß; die Vorstellung, dass das eigene Fahrzeug während der Fahrt durch einen Hackereingriff ferngesteuert wird, treibt jedem Autofahrenden den Angstschweiß auf die Stirn.
"Die Unternehmensbesuche sind ein wichtiger Teil des Stipendienprogramms. Sie schaffen für Studierende und Unternehmen Möglichkeiten zum Austausch und tragen so zur Etablierung eines Netzwerks von Hochschule und Wirtschaft bei“, erläutert Denise Botzet, Referentin für das Stipendienprogramm der FH Aachen. "Schnell wachsende, innovationsstarke Unternehmen wie Utimaco haben ein großes Interesse daran, schon früh Kontakte zu Studierenden zu knüpfen, um frische Ideen ins Unternehmen zu bringen und potenzielle Fachkräfte zu gewinnen."
Wie kurz der Weg von der Hochschule zu einem Unternehmen wie Utimaco sein kann, zeigen die Beispiele von Daniel Bachmann, ehemaliger Stipendiat und heute Student im Praxissemester bei Utimaco, Leo Müller, Nora Pöhlau und Sebastian Stolz. Sie nahmen an der Präsentation teil und erläuterten, wie sie schon während des Studiums den Einstieg in die Berufslaufbahn geschafft haben. Unter anderem machten sie die teilnehmenden Studierenden mit einem Projekt vertraut, in dessen Rahmen sie bei Utimaco innovative Ideen umgesetzt haben. Es ging um Non-fungible tokens (NFT), also Echtheitszertifikate für virtuelle Güter, zum Beispiel Kunstwerke. Für die Gäste gab es in diesem Rahmen auch ein – im wahren Sinne des Wortes – einzigartiges Geschenk: Alle erhielten ein Kunstwerk, dessen Authentizität mit einem solchen NFT bewiesen wird.
Die gemeinsame Veranstaltung von Utimaco und der FH Aachen ist einer von acht Unternehmensbesuchen, die in diesem Jahr im Rahmen des Stipendienbegleitprogramms stattfinden.