Qualitätsmanagement gewürdigt

Die FH Aachen ist systemakkreditiert

Die FH Aachen hat einen entscheidenden Schritt hin zu einer qualitätsorientierten und systematischen Weiterentwicklung ihres Studienangebots gemacht. Seit dem 1. Oktober ist die Hochschule systemakkreditiert.

Bislang wurde jeder Studiengang vor seiner Einrichtung und danach in regelmäßigen Intervallen durch eine externe Agentur akkreditiert. Spätestens nach Inkrafttreten der neuen Studienakkreditierungsverordnung (StudakVO) war dieser Prozess mit erhöhtem Aufwand und einiger Unsicherheit verbunden, da neben die Agenturen der Akkreditierungsrat als maßgebliche Ebene für die Akkreditierungsentscheidung getreten ist. Wenn eine Hochschule die Systemakkreditierung erlangt hat, kann sie ihre Studiengänge in Eigenregie akkreditieren. Der Akkreditierungsrat würdigt mit dem Beschluss Funktion und Akzeptanz des entwickelten Qualitätsmanagementsystems (QMS) für Studium und Lehre der FH Aachen. "Wir sind sehr glücklich über diese tolle Gemeinschaftsleistung von Fachbereichen, zentralen Einrichtungen und Verwaltung. Mit einer Systemakkreditierung ohne Auflagen wird der Hochschule ein exzellentes Zeugnis ausgestellt", so Prof. Dr. Josef Rosenkranz.

Die Gutachterinnen und Gutachter betonten, die FH Aachen könne stolz auf die geleistete Arbeit sein. Überaus positiv wurde die beratende und entwickelnde Funktion des Zentrums für Hochschuldidaktik und Qualitätsentwicklung (ZHQ) in diesem System wahrgenommen, die in dieser Form auch an bereits systemakkreditierten Hochschulen noch Mehrwerte erzeugen könne. Das System aus Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung biete erkennbare Vorteile gegenüber einer externen Programmakkreditierung und bewirke eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Aktualität und Qualität der Studienprogramme. Insbesondere schätzte die Kommission auch das Instrument der Curriculumswerkstatt. Das Leitbild Lehre bilde konkrete Bezüge zu Qualitätszielen und Bezugsrahmen für Indikatoren zum Monitoring des Erfolges qualitätsorientierter Maßnahmen. Ein durchdachtes Ineinandergreifen von Instrumenten zur Qualitätsentwicklung und -sicherung zeichne das System aus. Die Bündelung aller Aktivitäten im Evaluations- und Akkreditierungszyklus und die strukturell eingebundene Begutachtung durch unabhängige externe Expertinnen und Experten wurden ebenfalls als vorbildlich herausgehoben.  

Zur Feier des erfolgreichen Antrags zur Systemakkreditierung wurden die Beschäftigten und Lehrenden der FH, der Hochschulrat sowie der Akkreditierungsrat zum Get-together eingeladen. Zum Auftakt der Veranstaltung erläuterte Prof. Rosenkranz den Prozess, der zur erfolgreichen Akkreditierung führte. Im Anschluss gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zum Austausch.
   
Die Systemakkreditierung ist bis zum 30. September 2029 befristet und muss nach derzeitiger Rechtslage alle acht Jahre erneuert werden.