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Lehre

Studiengang: Angewandte Polymerwissenschaften
Abschluß: Master of Science
Zugang zu weiteren Studienmöglichkeiten: Promotion
Regelsudienzeit: 4 Semester (120 Credits)
Praxissemester: Nicht vorgesehen
Zulassung: Jeweils zum Wintersemester
Bewerbung: Direkt beim Institut für Angewandte Polymerchemie (IAP)
Studienbeitrag: Ab dem Sommersemester 2007 (Infos hierzu)
Studienort: Jülich, teilweise Aachen
Zusatzinformation: Der Studiengang läuft seit dem Wintersemester 2006/07

Der Masterstudiengang Angewandte Polymerwissenschaften

Der Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften und Technik , FB 3 bietet gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Polymerchemie (IAP) einen Masterstudiengang Angewandte Polymerwissenschaften an. 

Der Masterstudiengang ist ein 4-semestriger Studiengang, der auf Bachelor-Studiengängen der Chemie, Biotechnologie und Physik oder des Maschinen- und Flugzeugbaus aufbaut. Der Studiengang schließt mit dem Master ab. 

Der Studiengang erfüllt die an den in der Industrie arbeitenden Absolventen gestellten Erwartungen in besonderer Weise: während übliche Universitäts-Studiengänge spezialisiert nur einen Teilbereich wie die reine Polymerchemie oder die maschinenbaulichen Aspekte der Kunststoffverarbeitung behandeln, werden die Studierenden hier mit allen im späteren Berufsleben wichtigen Aspekten der Polymerchemie, der Polymeranalytik, der Polymerphysik, den maschinenbaulichen Aspekten der Kunststoffverarbeitung sowie der Anwendung der Kunststoffe vertraut. Zusätzlich wird ein für Führungsaufgaben in der Industrie notwendiges Repertoire an zusätzlichen Kenntnissen wie Qualitätsmanagement, fortgeschrittene Betriebswirtschaftslehre, auch in Englisch, Rechts- und Patentfragen oder Projektmanagement sowie durch die internationalen Praktika und Kooperationen internationale Teamfähigkeit vermittelt. Dieser Studiengang füllt deshalb aus Sicht der Industrie eine Lücke, da Absolventen aus den üblichen spezialisierten Studiengängen sich einerseits die umfangreichen Kenntnisse mühsam nachträglich und meist auch nur partiell aneignen müssen und deshalb andererseits nicht den notwendigen Überblick über das Gesamtfeld der Polymere und Kunststoffe sowie weiterer betrieblich notwendiger Kenntnisse aufweisen. Die Einrichtung des Studienganges erfolgte in enger Abstimmung sowohl mit großen als auch mittelständischen Industriefirmen. 

Im Polymer- und Kunststoffsektor herrscht weltweit wie national seit der rasanten Entwicklung der Kunststoffe nach den fünfziger Jahren bis heute eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften aus dem Hochschulsektor, so dass der Bedarf aus benachbarten Disziplinen wie organische Chemie, chemische Verfahrenstechnik, Maschinenbau etc. rekrutiert wurde und wird und überdurchschnittliche Arbeitsplatzchancen bietet. 

Aufgrund der weiter rasant wachsenden Bedeutung der Polymere und Kunststoffe als Werkstoff, auch in Verbindung mit anderen Materialien als Verbundwerkstoff oder Hybridwerkstoff, in den wichtigsten Industriezweigen wie Fahrzeugbau, Flugzeugbau, Elektronikindustrie, Verpackung, Medizin etc. sowie in Verbindung mit bio- und nanotechnologischen Forschungen, Entwicklungen und Anwendungen wird das aufgezeigte Konzept mit der weiter expandierenden Bedeutung dieser Wissenschaftszweige einhergehen. 

Die Leitidee des Studiengangs ist es Studierende, die bereits einen sehr guten ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss in einer der genannten Disziplinen erzielt haben, durch einen konzentrierten Studiengang auf die speziellen Erfordernisse der Angewandten Polymerchemie hin auszubilden. Dabei bekommen die Studierenden zu Beginn des Studiums Grundkenntnisse der Disziplinen vermittelt, die nicht zentraler Bestandteil ihres ersten Studiums waren. In den weiteren Modulen wird eine Vertiefung des in den grundlegenden Studiengängen erworbenen Wissens vor dem besonderen Hintergrund der Kombination mit den jeweils anderen Disziplinen angestrebt. Die Module sind derart ausgerichtet, dass die Absolventen zu anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Angewandten Polymerchemie befähigt werden. 

Die Durchführung einiger Veranstaltungen in englischer Sprache bewirkt eine starke internationale Ausrichtung. Zum einen wird der Studiengang hierdurch auch für Bachelor-Absolventen anderer Länder attraktiv. Zum anderen erreichen aber auch die deutschen Studenten durch die Beschäftigung mit der Fachsprache in Englisch und dem intensiven Kontakt zu den ausländischen Studierenden eine hervorragende zusätzliche internationale Qualifikation. 

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