StOEHn

Studentische Online Workload Erfassung der Aachener Hochschulen

Wir danken allen Beteiligten von RWTH & FH sowie allen Teilnehmern!

Zum Wintersemester 2014/15 wurde das Kooperationsprojekt von FH Aachen und RWTH Aachen beendet und die Onlineplattform an der FH Aachen abgeschaltet. Bis zu diesem Zeitpunkt haben an der FH Aachen etwa 2900 Studierende teilgenommen und 47000 Workload-Angaben getätigt.

  • Konzept & Verwertung
  • Fazit & Weiterentwicklung
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StOEHn war als Online-Workload-Tagebuch konzipiert, in das zu jedem Zeitpunkt im Semester der Workoad für die belegten Module eingetragen werden konnte. Jeweils im folgenden Semester wurden den Fachbereichen aggregierte Berichte zur Verfügung gestellt, anhand derer die Entwicklung des studentischen Workloads über die letzten Jahre und im Vergleich zum geforderten Workload abgelesen weden konnte (siehe rechts).

Mit Hilfe von StOEHn konnte so überprüft werden, ob ein Studiengang in der vorgesehenen Zeit studierbar ist und die Verteilung der ECTS-Punkte auf die Module mit den tatsächlichen Studienzeiten pro Modul übereinstimmt.

Die Workloaderhebung der FH Aachen wird derzeit überarbeitet. Dabei werden die Erfahrungen aus über sechs Jahren StOEHn sowie die Ergebnisse vergleichbarer Studien berücksichtigt. Diese haben unter anderem gezeigt, dass die zeitliche Studienbelastung – wie sie mit StOEHn erhoben wurde – nicht mit der gefühlten Studienbelastung der Studierenden korreliert. Tatsächlich wenden Studierende im Schnitt eher weniger Zeit für ihr Studium auf als formal erwartet wird und sind trotzdem zum Teil persönlich überlastet  (vgl. Kuhlee 2012; Burck et al. 2011; Schulmeister/ Metzger 2011; Metzger 2010).

Die FH Aachen strebt eine ‚Workloaderfassung‘ an, mit der sie ausreichend Hinweise für die Curriculumsentwicklung erhält, die Studierbarkeit der Studiengänge und seiner Module sicherstellen und dies unter Berücksichtigung der Arbeitsbelastung der Studierenden in Reakkreditierungsverfahren (KMK 2010) nachvollziehbar darlegen kann. Zu diesem Zwecke wird derzeit an einem Instrument gearbeitet, das neben der Studienzeit vor allem die erlebte Studienbelastung, die konkreten Studientätigkeiten - die ggf. zu Belastungen führen - sowie die Rahmenfaktoren aus dem Kontext Studienaufbau und -organisation erfasst. Dieses Instrument könnte in eine Modulevaluation münden.

  • KMK (2010): Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor und Masterstudiengängen.
  • Metzger Ch. (2010): ZEITLast: Lehrzeit und Lernzeit. Studierbarkeit von BA-/BSc-Studiengängen als Adaption von Lehrorganisation und Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Fächerkultur und neuen Technologien. In: Seiler Schiedt E., Mandel S. und Rutishauser M. (Hrsg.): Digitale Medien für Lehre und Forschung. Münster, Waxmann, S. 287-302.
  • Burck K., Heil K. und Böhres M. (2011): Quantitative Workload Erhebungen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In: Steinhardt I. (Hrsg.): Studierbarkeit nach Bologna. Mainzer Beiträge zur Hochschulentwicklung, Band 17, S.49-66.
  • Schulmeister, R./ Metzger, C. (2011): Die Workload im Bachelor: Ein empirisches Forschungsprojekt. IN: Schulmeister, R./ Metzger, C. (Hrsg.): Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten. Eine empirische Studie. Münster, S.13.
  • Kuhlee D. (2012): Brauchen wir eine Workload-Diskussion? Zur Rolle formaler Studienworkloads für das Lern- und Studierhandeln. Eine empirische Studie bei Lehramtsstudierenden des Master of Education. In: Das Hochschulwesen (HSW), 60 (4), S. 79-87.
  • Schulmeister R., Metzger Ch. und Martens T. (2012): Heterogenität und Studienerfolg. Lehrmethoden für Lerner mit unterschiedlichem Lernverhalten. Paderborner Universitätsreden, Heft 123. Paderborn.

Jörg Jörissen M.A.

Teaching Subject Lehrbeauftragter der KatHO NRW
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