Ergänzungen des Fachbereichs 2 zu den Informationen der Hochschulleitung

Covid-19, Stand 23. März 2020

Ausgangssituation

Der Ausbruch einer Epidemie ist eine besondere Ausnahmesituation. Die getroffenen Maßnahmen dienen dem Ziel, die Ausbreitung der Epidemie zu verlangsamen. Ohne diese Maßnahmen würde in den nächsten Monaten eine Krankheitswelle durch unser Land gehen, die über Monate zu erheblichen krankheitsbedingten Ausfällen und zahlreichen Todesfällen führen würde. Dadurch würden vor allem das Gesundheitssystem, aber auch alle anderen Organisationen wie Hochschulen in ihrer Funktionsfähigkeit über lange Zeit erheblich eingeschränkt.

Die derzeitigen rigorosen Maßnahmen fordern von uns allen kooperatives Verhalten. Wir alle werden dadurch Nachteile erfahren, die nicht vollständig kompensiert werden können.

Der Ausfall der Vorlesungen und Prüfungen bis zum 20. April wurde per Erlass des Landes NRW angeordnet. Über die Zeit danach wurde bisher nicht entschieden.

Folgerungen für Lehre und Prüfungen am Fachbereich 2

  • Frühestmöglicher Termin für den Wiederbeginn von Präsenzlehre und mündlicher Prüfungen ist der 20. April. Lediglich Abschlusskolloquien dürfen derzeit durchgeführt werden.
  • Der 20. April ist ein vorläufiger Termin. In Abhängigkeit vom Verlauf der Epidemie kann er nach hinten verschoben werden.
  • Eine zuverlässige Terminplanung ist aus diesem Grunde derzeit nicht möglich. Es wäre daher fahrlässig, Ihnen Termine zuzusagen, die dann kurzfristig wieder abgesagt werden müssten.
  • Die Lehre wird in diesem Sommersemester in allen Modulen und für alle Studierende erheblich erschwert sein. Um nach Abschluss des Sommersemesters valide Prüfungen abnehmen zu können, müssen wir Priorität auf die Durchführung der Lehrveranstaltungen legen. 
  • Diese Ziele sind am besten zu erreichen, wenn der Regelbetrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen und nicht durch Sondertermine für Prüfungen blockiert wird. Präsenzlehre und Prüfungen können nicht gleichzeitig abgehalten werden, weil dazu weder das Personal noch die Räume zur Verfügung stehen. Aus diesen Gründen kann die ausgefallene Prüfungsperiode PP2 nicht nachgeholt werden.
  • Die Hochschule räumt den Fachbereichen grundsätzlich die Möglichkeit ein, Härtefälle speziell zu regeln. Darunter sind Fälle zu verstehen, bei denen durch eine Verschiebung der Prüfung in den Juli schwerwiegende und irreversible Nachteile eintreten. Nicht jeder persönliche Nachteil erfüllt diese Kriterien.
  • Die schwerwiegenden und irreversiblen Nachteile sind gegenüber dem Prüfungsausschuss schriftlich zu erläutern. Anträge nimmt Prof. Sparla als stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses entgegen.
  • Entscheidungen über Härtefallanträge können erst getroffen werden, wenn die zeitliche Abfolge des Semesters mit einer gewissen Sicherheit geplant werden kann. Damit ist nicht vor Anfang April zu rechnen.
  • Laufende Abschlussarbeiten, die auf Ressourcen angewiesen sind (innerhalb oder außerhalb der Hochschule), die nicht zur Verfügung stehen, können unterbrochen werden. Stellen Sie bitte in diesem Fall einen entsprechenden Antrag an Prof. Sparla und verständigen Sie Ihre Prüfer.
  • Bitte sehen Sie von Anrufen und persönlichen Vorsprachen zu diesem Thema ab. Allein maßgebend ist Ihr schriftlicher Antrag.
  • Hinsichtlich der Übergangsfristen zwischen alter und neuer Prüfungsordnung werden Sie keinen Nachteil daraus erfahren, dass die PP2 gestrichen wurde. Die Fristen werden für die ausgefallenen Prüfungen um ein Semester verlängert.
  • Im Sommer werden alle ausgefallenen Klausuren in allen Prüfungsordnungen zweimal, d.h. im Juli und September/Oktober angeboten.

Folgerungen für den Betrieb des Fachbereichs 2

  • Vermeiden Sie in den nächsten Wochen, die Hochschule persönlich aufzusuchen. Wenden Sie sich mit dringenden Anfragen bitte per E-Mail an das Sekretariat des Fachbereichs oder bei Prüfungsangelegenheiten per E-Mail an das Prüfungsamt. Das Technische Gebäudemanagement hat alle Lernräume und Computerräume geschlossen und den Aufenthalt dort untersagt. Die Öffnungszeit des Gebäudes wird auf den Zeitraum zwischen 8 und 17 Uhr verkürzt. Wenn Sie für eine derzeit laufende Abschlussarbeit Zugang zu einer Spezialsoftware brauchen, die nur in unseren Computerräumen verfügbar ist, wenden Sie sich bitte per E-Mail an den Dekan. Wir versuchen, in Abstimmung mit den Prüfern eine alternative Lösung zu finden, können dies jedoch nicht zusagen.
  • Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, arbeiten die meisten Beschäftigten des Fachbereichs von zu Hause aus. Sie sind per E-Mail unter ihrer regulären E-Mail-Adresse zu erreichen. Das Gleiche gilt für die Professorinnen und Professoren.

  • Professoren und Mitarbeiter sind derzeit damit beschäftigt, digitale Lehrinhalte für das Sommersemester vorzubereiten, damit wir Ihnen ab dem 30. März einen Einstieg ins Semester ermöglichen können. Einzelheiten teilen wir Ihnen in einer späteren E-Mail noch mit. Bitte vermeiden Sie zum jetzigen Zeitpunkt Anfragen zu diesem Thema.

Wir hoffen, dass wir ohne große Einbußen solidarisch durch diese schwierige Zeit kommen und als gesamter Fachbereich Solidarität zeigen.

 

Mit freundlichen Grüßen 

H. Jochim                           A. Kirsch                           P. Sparla

(Dekan)                              (Studiendekan)                 (Stv. Vorsitzender des Prüfungsausschusses)

 

 

 

 

 

 

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