Der Alumni-Verein des Fachbereichs lud alle Studierenden und Beschäftigten des Fachbereichs recht herzlich zu folgender Veranstaltung ein:

MittenDrin -  FB8-Absolventen berichten aus der Berufspraxis
Freitag, 17. November 2017

13.00 – 16.00 Uhr

Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik

Hörsaal
Goe 02207

Absolventen des Fachbereichs erzählten in kurzen Vorträgen über ihren Berufseinstieg und ihre derzeitige berufliche Praxis und beantworteten Fragen dazu. Damit wurden nicht nur mögliche Wege in die Berufspraxis aufgezeigt, sondern es gab auch die Gelegenheit zum Austausch mit Absolventen des Fachbereichs.
Moderator der Veranstaltung: Prof. Dr.-Ing. A. Gebhardt

Vortragende Absolventen:

  1. 13:00 - 13:25 Uhr: BST | Vikrant Rampal (B.Eng.), z.Z. im Masterstudium an der RWTH "Mobilität und Verkehr" mit der Vertiefung "Bahnsystemingenieur"
  2. 13:25 - 13:50 Uhr: BWI + MPE | Kaan Goezler (M.Eng.), Vertriebsingenieur Sales Latin America, Faymonville Distribution AG
  3. 13:50 - 14:15 Uhr: Mechatronik | Dipl.-Ing. (FH) Thomas Janssen, MSR Ingenieur, SIEMENS AG, Energy Sector; Duisburg
  4. 14:15 -14:40 Uhr: Mechatronik | Dipl.-Ing. (FH) Stefan Lückenbach, Fachreferent, FEV Europe GmbH
  5. 14:40 - 15:05 Uhr: MBB + Master Biomedical Engineering | Julia Thomas (M. Sc.), Associate Project Engineer, R&D Next Generation Packaging, Stryker Trauma GmbH, Schönkirchen
  6. 15:05 - 15:30 Uhr: BWI + MWI | Marie Lindemann (M.Sc.), Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement (Abteilung Quality Intelligence, Gruppe Customer Insights), Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen
  7. 15.30 -15:55 Uhr: BST | Dirk Vogel (B.Eng.), Projektingenieur in der Abteilung Project Management & Construction, GATX Rail Germany GmbH in Hamburg

Hier geht's zur Pressemitteilung über die Veranstaltung.

Und hier ist die ungekürzte Version: Auch ein steiniger Weg führt zum Erfolg

Beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, langfristiger Bedarf und eine sehr gute Bezahlung: So ließe sich im besten Fall die berufliche Zukunft von Ingenieurinnen und Ingenieuren nach dem Studium beschreiben. Aber ist der Einstieg nach dem anspruchsvollen Studium wirklich immer so einfach? Dieser und anderen Fragen sind am Freitag Referentinnen und Referenten des Alumni-Vereins vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen nachgegangen. Studierende und Beschäftigte des Fachbereichs sind zum zweiten Mal zu der Veranstaltung "MittenDrin: Vorträge aus der Berufspraxis" eingeladen worden. Nach einer kurzen Begrüßung des Dekans, Prof. Dr.-Ing. Andreas Gebhardt, der die dreistündige Veranstaltung auch moderierte, berichteten zwei Absolventinnen und fünf Absolventen des Fachbereichs über ihren Berufseinstieg und ihre derzeitige berufliche Praxis.

Vor allem wurde während der Vorträge deutlich, dass zum Beispiel Auslandsaufenthalte den erfolgreichen Weg der Absolventinnen und Absolventen maßgeblich beeinflusst haben. In besonderer Erinnerung ist Kaan Goezler (Absolvent des Masterstudiengangs Produktentwicklung) sein Auslandssemester in Mexiko geblieben. Während dieser Zeit habe er nicht nur gelernt, fließend spanisch zu sprechen, sondern auch die Mentalität der Mexikaner zu verstehen und zu schätzen. Beeindruckt von seinen Erfahrungen, wollte er sich auch in Deutschland weiterhin mit dem Land verbunden fühlen. Er arbeitet mittlerweile als Vertriebsingenieur bei der Faymonville Distribution AG in Luxemburg und betreut die Firmenkunden in Lateinamerika. Auch die anderen Referentinnen und Referenten haben von ihren Auslandserfahrungen profitiert und würden jedem Studierenden empfehlen, ins Ausland zu gehen.

Stefan Lückenbach, der am Fachbereich Mechatronik (Dipl.-Ing.) studierte, hat als Fachreferent bei FEV Europe GmbH sehr viel Kontakt mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Er gab interessante Einblicke in aktuelle und zukünftige Herausforderungen, die die Hybridisierung von Fahrzeugen mit sich bringt.

Thomas Janssen, MSR Ingenieur bei der SIEMENS AG, blickte auf seine Zeit an der FH Aachen zurück. Er sei froh, sich nach seiner Ausbildung als Mechatroniker, für ein Mechatronikstudium an der Fachhochschule entschieden zu haben. Mitgeben möchte er den Studierenden vor allem, dass es wichtig sei, ein Netzwerk zu knüpfen und zu pflegen. So habe er bei der Arbeit einen Kunden getroffen, den er in seinem Studium kennengelernt hatte. Dadurch sei das Geschäftsgespräch erfolgreich verlaufen. Außerdem warnte er vor unseriösen Stellenangeboten, die er zum Beispiel während seiner damaligen Bewerbungsphase erhielt. Nicht selten würden jungen Absolventinnen und Absolventen Stellen angeboten, die befristet sind und in der Zeit viele Entbehrungen mit sich brächten. Hinzu komme eine niedrige Entlohnung, die mit den aufstrebenden Zeitarbeits- bzw. Leiharbeitsfirmen noch mehr Nährboden erhalte. Damit könnten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber langfristige Tarifverträge und den Kündigungsschutz umgehen. „Wenn man nicht unmittelbar nach dem Studium eine Stelle bekommt, sollte man nicht den Mut verlieren und sich auf unseriöse Angebote einlassen“, fasste er rückblickend zusammen.

Wichtig sei auch, vorausschauend zu agieren und beizeiten, also nicht erst nach Beendigung des Studiums, selbst die Initiative zu ergreifen. So bewarb sich Vikrant Rampal, Absolvent des Bachelorstudiengangs Schienenfahrzeugtechnik (B.Eng.) für ein Master-Trainee-Programm bei der DB, das es ihm erlaubte, zeitgleich sein Masterstudium Mobilität & Verkehr (Bahnsystemingenieur) an der RWTH zu absolvieren und bei der DB zu arbeiten, so dass er sein Studium finanziert bekam. Julia Thomas hingegen entschied sich nach ihrem Maschinenbaustudium für ein Masterstudium in Medizintechnik. Während ihres Masterstudiums schickte sie eine Initiativbewerbung für ein Praktikum zur Stryker Trauma GmbH, fand über dieses Praktikum in der Firma ein Thema für ihre Masterthesis und darüber schließlich ihren Einstieg in die Firma und ins Berufsleben.

Marie Lindemann, die am Fachbereich den Bachelor- und Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen absolvierte, arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement des WZL der RWTH Aachen an ihrer Promotion. Nie hätte sie sich während des Studiums vorstellen können, einmal diesen Weg zu gehen, aber sie war offen genug, sich darauf einzulassen und stellt nun fest, dass das genau das Richtige für sie ist.

Der Weg von Dirk Vogel war eher steinig. Nach seiner Ausbildung zum Lokführer studierte er Schienenfahrzeugtechnik am Fachbereich. Das Studium bestand für ihn aus manchen Stolpersteinen, aber er rappelte sich immer wieder auf und nahm Anlauf für die nächste Hürde. „An sich glauben und niemals aufgeben“ – das war und ist sein Lebensmotto.

Die Referentinnen und Referenten hoffen, dass die Studierenden von ihren Erfahrungen profitieren. Teilweise ist es bei ihnen selbst noch nicht lange her, dass sie ihren Abschluss an der FH Aachen gemacht haben. Nun arbeiten sie schon in verantwortungsvollen Positionen bei großen Konzernen oder global agierenden Mittelständlern. Sie möchten den Studierenden mit auf den Weg geben: „Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Aufgeschlossenheit sind wichtige Attribute, die den gewünschten Erfolg mit sich bringen.“ Sie selbst müssen es wissen, denn sie sind „mittendrin“ im Berufsleben.

(Bildquelle: FH Aachen / Jürgen Schönwald)
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