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MA in Burnaby, Kanada, 01.03.12 – unbestimmt

 

 

Auf einen Blick

Was wurde im Ausland durchgeführt? Masterarbeit
Firmenstandort, Land: Burnaby, Kanada
Homepage der Firma: www.mercedes-benz.ca
Vorname und Name des Autors: David Kassebaum
Studiengang  an der FH Aachen, Fachbereich: Produktentwicklung M.Eng. (Entwicklungsmanagment, FB 8)
Beginn und Ende des Auslandsaufenthalts: 01.03.2012 bis unbestimmt
In welchem Fachsemester haben Sie die Masterarbeit durchgeführt: Im zehnten Fachsemester (inkl. den 6 Bachelor-Fachsemestern)
Name des Betreuers der Masterarbeit an der FH: Prof. Stellberg & Prof. Reichert

Vorbereitungen

  • Wann haben Sie mit den Vorbereitungen begonnen? 3 – 4 Monate im voraus (Visa)
  • Wie erfolgte die Kontaktaufnahme zum Arbeitgeber? Durch einen vorhandenen Kontakt, der während der Bachelorthesis entstanden ist; telefonischer Kontakt mit Human Resources vor Ort ca. 1 Monat vor Anreise und Vermittlung von E-Mail Adressen von Mitarbeitern, um offene Fragen bezüglich der Organisation (Wohnung, Verkehrssystem u.ä.) klären zu können.
  • Wie lange dauerte das Bewerbungsverfahren und welche Unterlagen wurden benötigt? Zwischen 1 und 2 Monaten, da der Kontakt schon bestand. Bei Alternativbewerbungen würde ich von 4 – 6 Monaten ausgehen (Annahme). Bewerbungsunterlagen: Anschreiben + Lebenslauf in englischer Sprache (sollte man sich bei einer kanadischen Firma bewerben, online hierfür die gängigen Anschreiben „cover letter“ und Lebensläufe „resume“ anschauen). Ein Passfoto wird in Nord Amerika nicht der Bewerbung hinzugefügt.
  • Benötigten Sie ein Visum und wenn ja, mussten Sie sich das selbst organisieren oder hat es der Arbeitgeber für Sie beantragt? Visum wurde benötigt und musste vom Bewerber selbst beantragt werden (Visum wurde als Grundvoraussetzung angesehen). Hierfür sollte frühzeitig (im Dez. oder Jan./Febr.) geplant werden, da das Working Holiday Visa sehr schnell vergriffen ist. 
  • Nützliche Tipps oder weiterführende Infos zur Vorbereitung:

Finanzielles

  • Erhielten Sie Fördermittel zur Finanzierung des Auslandsaufenthalts? Wenn ja, welche? Nein.
  • Erhielten Sie eine Entlohnung vom Arbeitgeber? Es wurde eine Vergütung bezahlt.
  • Wie hoch waren ungefähr die Anreisekosten in das Gastland? Im Rahmen von 1000€ - 1200€ (Hin- und Rückflug). Der Rückflug soll laut kanadischen Bestimmungen (Stand 2012) direkt mit gebucht werden (wurde in meinem Fall bei der Einreise nicht überprüft). Empfehle die Website: www.exbir.de/
  • Wie hoch sind ungefähr die Lebens- und Wohnkosten im Gastland? Die Mieten variieren zwischen $600/$750 bis $1200/$1300 oder mehr. Je nachdem, welches Wohnniveau und welche Wohnlage angestrebt wird. Für mich persönlich waren die Wohnungen unter $1100 nicht sehr bewohnenswert, wobei ich mit Glück (und Kontakten) mittlerweile (nach 8 Monaten) eine Wohnung unter $1000 gefunden habe, die angemessen ist. Also sollte man das nicht ganz aus seinem Suchraster ausschließen.
  • Mussten Sie eine zusätzliche Krankenversicherung abschließen? Wenn ja, welche und zu welchen Kosten? Irgendwelche Tipps dazu? Auslandskrankenversicherung wurde in Deutschland abgeschlossen, sollte aber bei einem längeren Aufenthalt nach Ablauf der ersten Versicherung in Kanada abgeschlossen werden oder direkt bei einer Kanadischen Versicherung. Ist definitiv preiswerter. Zu beachten: Deutsche Krankenversicherung muss weiter gezahlt werden, da man in Deutschland als Student eigneschrieben ist (laut Versicherung). Es ist evtl. aber möglich, diese Information nicht weiterzugeben und die Versicherung zu kündigen (Kostenersparnis ca. 78€/Monat). Sollte man vorher  jedoch angegeben haben, das man Student ist, wird eine Exmatrikulationsbescheinigung verlangt. Inwiefern das rechtens ist, sollte überprüft werden. Alle Informationen von der Krankenkasse habe ich nur via Telefon erhalten, es gab keine schriftliche (z.B. E-Mail) Stellungnahme.
  • Sind weitere Versicherungen notwendig? In meinem Fall nicht.

Vor Ort

  • Welche Formalitäten waren nach der Ankunft zu erledigen? Antrag der Sozialversicherungsnummer (ohne diese darf in Kanada nicht gearbeitet werden).
  • Wie gestaltete sich die Wohnungssuche (half Ihnen der Arbeitgeber bei der Vermittlung einer Unterkunft oder gibt es evtl. hilfreiche Vermittlungsstellen)? Meine Planung war: Ankommen, 1 bis 2 Tage in einem Hotel verbringen und während dieser Zeit via craigslist Besichtigungstermine vereinbaren, da ich die Wohnungen selber sehen wollte. Der Arbeitgeber hat hier keine Unterstützung angeboten. Mehr zu dem Thema in der „Schlussbetrachtung“.
  • Wo sollte man am besten wohnen?
    Preiswertes Wohnen: Burnaby, Richmond, New Westminster.
    Stadtleben: Vancouver Downtown (nicht East Hastings! Armutszentrum), Yaletown
    Gehobener und ruhig (aber auch etwas abgelegener): Nord Vancouver, White Rock, Kitsilano, Yaletown
  • Wie sind die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort? Lebensmittel können hier 24/7 eingekauft werden.
  • Was ist billig bzw. teuer im Gastland? Teuer im Vergleich zu Deutschland: Essen, Getränke, Alkohol und Mieten.
    Preiswert: Markenkleidung, speziell in den US Malls/Einkaufszentren (z.B. Bellingham oder Seattle).
  • Wie weit wohnten Sie von der Firma entfernt und wie gestaltete sich der tägliche Weg zur Arbeitsstelle? Ich wohne ca. 15 - 20 Autominuten von meiner Arbeitsstelle entfernt und fahre tägl. mit dem Bus zur Arbeit.
  • Was können Sie über den Firmenstandort sagen? Welche Freizeitmöglichkeiten / Ausflugsmöglichkeiten / touristische Attraktionen gibt es vor Ort? Die Stadt liegt direkt am Meer und ist umgeben von Bergen und Flüssen, dementsprechend ist das Freizeitangebot sehr abwechslungsreich. Als Beispiel: Skifahren, Bootstouren, Jetski, Wanderungen, jegliche Art von Sportangeboten bzw. Vereinen. Sehr viele interessante und sehenswerte Orte (hierfür empfehle ich einen Reiseführer (National Geograph) oder google (Sehenswürdigkeiten Vancouver).
  • Gibt es besondere Gebräuche/Sitten bei den Einheimischen und was ist ein absolutes Tabu?
    • Hier ist es Pflicht, in Bars und Restaurants ein Trinkgeld zu geben, ansonsten erntet man sehr schnell böse Blicke und ein nicht sehr freundliches Verhalten (Bars).
    • Der Volkssport ist hier Eishokey und das heimische Team heisst Vancouver Canucks. Die Arena ist am Rande von Downtown angesiedelt (Skytrainstation: Chinatown).
    • Das gängiste Öffentliche Transportmittel ist hier der Skytrain, der Vancouver (Downtown), Burnaby, Surrey, teils Richmond und den Flughafen miteinander verbindet. Ansonsten fahren hier alle 10 – 15 min. Busse.
    • Gefeiert wird in Nord Amerika schon ab 21 oder 22 Uhr und es geht nur bis 1 Uhr nachts. Es haben zwar noch Diskotheken auf, jedoch ist deren Anzahl sehr gering.
    • Wohnungssuche: Wenn in der Küche bzw. im angrenzenden Esszimmer ein provisorischer „Raum“ eingerichtet wurde (durch Vorhänge oder anderweitig erzeugt), dann würde ich sofort Umdrehen und gehen, denn das sind die besten Anzeichen dafür, das hier nur Geld gemacht wird mit den ausländischen Studenten, die ahnungslos in ein neues Land kommen und nicht wissen wohin (pers. Erfahrung).

Über den Arbeitgeber

  • Beschreiben Sie kurz das Unternehmen! ---
  • In welcher Abteilung arbeiteten Sie? Abteilung für Production and Materials Technology and Prototyping
  • Gab es irgendwelche erwähnenswerte Besonderheiten? ---
  • Thema Ihrer Masterarbeit: ---
  • Wurde das Thema der Masterarbeit vom Unternehmen vorgegeben oder konnten Sie es selber wählen? Ich konnte die Richtung auswählen (technisch, wirtschaftlich oder ein Mix aus beidem), das eigentliche Thema wurde vorgegeben.
  • Wie viele Stunden betrug Ihre durchschnittliche Arbeitszeit? 40 Stunden / Woche
  • Sonstige Anmerkungen zur Masterarbeit: ---

Schlussbetrachtungen - Fazit

  • Wie bewerten Sie Ihren Auslandsaufenthalt insgesamt? Lohnenswert, man wächst an den Herausforderungen. Für die persönliche Entwicklung ein richtig guter Schritt.
  • Was waren die Höhen- und Tiefpunkte des Aufenthalts?
    Tiefpunkt: Die anfänglichen Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche (aufgrund von Unwissenheit/Naivität?).
  • Was wird unvergessen bleiben? Stell dir vor, du bist in einem fremden Land, kennst dich noch nicht aus und du verlässt gerade dein Hotel, um deine eigene Wohnung zu beziehen. Es regnet und du orderst dir ein Taxi, das bringt dich dann zu deiner neuen Bleibe. Du stehst dann vor der Appartmenttür, welche sich kinderleicht öffnen lässt (alles gut soweit, mal abgesehen von dem provisorisch eingerichteten (Schlaf-)Raum im Esszimer) und dann stehst du, mit deinem ganzen Reisegepäck vor deiner verschlossenen Zimmertür und du findest heraus das du keinen passenden Schlüssel für diese Tür hast. Du stehst also vor dieser verschlossenen Tür und rufst deinen Vermieter an (die vorausgegangen Versuche, die Tür mit Gewalt zu öffnen bleiben unerwähnt), der dir dann erstmal erklären will, dass die Tür bei der Besichtigung nicht abgeschlossen wurde (was ja eigentlich sch... egal ist, denn... warum hast du keinen Schlüssel für dein Zimmer) und du doch bitte den Türknauf erst nach links drehen und dann die Tür aufdrücken sollst. Etwas gereizt wie du dann sein wirst, nimmst du das ganze auf Video auf, um der Nachwelt zu dokumentieren, das du nicht zu blöd bist, eine Tür zu öffnen und zwar mit jeder erdenklichen Variation an Türknaufbewegungen und Aufdrückversuchen. Nach 45 Minuten kommt dann endlich der Vermieter und bringt dir seinen Schlüssel, den er nur mit Gebrummel hergibt, da er keinen eigenen mehr für diesen Raum hat. (Welcome to Vancouver)
    Fazit: Nach 2 ½ Tagen ziehst du in ein neues Heim und bist froh, dass du am beschriebenen Tag nicht genug Geld in der Tasche hattest und nicht die volle Miete bezahlen konntest. (No panic, du hast keinen Vertrag unterschrieben.)
  • Welchen Rat möchten Sie anderen Studierenden mit auf den Weg geben, die im Ausland die Masterarbeit durchführen möchten? Sucht euch eine kanadische/amerikanische Firma ohne deutsche Führung. Ansonsten verfällt man sehr schnell in den Trott, dass man nur deutsch spricht, was nicht gerade dazu beiträgt, seine Sprachkenntnisse weiterzuentwickeln. Es macht zu Beginn gewisse Dinge einfacher und man verbessert auch hier sein Englisch Stück für Stück, aber eben nicht in vergleichbarer Weise zu einem rein engl.-sprachigem Umfeld.

Kontakt

  • Dürfen interessierte Studenten Sie kontaktieren?  Ja.
  • Kontakt am besten: per Email (siehe Email-Adresse)

E-Mail-Adresse

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