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Praktikum beim VDMA in Shanghai, China

 

 

Auf einen Blick

Was wurde im Ausland durchgeführt? Ein freiwilliges Praktikum.
Firmenstandort, Land: Shanghai, China
Homepage der Firma: www.chinavdma.org
Vorname und Name des Autors: ---
Studiengang  an der FH Aachen, Fachbereich: Produktentwicklung (M. Eng.), Fachbereich 8
Beginn und Ende des Auslandsaufenthalts: 25.03.2013 – 23.09.2013 (Praktikum vom 01.04. – 06.09.)
In welchem Fachsemester haben Sie das Praktikum durchgeführt: 4. Mastersemester

Vorbereitungen

  • Wann haben Sie mit den Vorbereitungen begonnen? Anfang November 2012 - Bewerbung, nach den Klausuren im Februar - Flug, Wohnung, Visum.
  • Wie erfolgte die Kontaktaufnahme zum Arbeitgeber? Initiativbewerbung per E-Mail.
  • Wie lange dauerte das Bewerbungsverfahren und welche Unterlagen wurden benötigt? Ca. 3 Monate, nur der Lebenslauf wurde benötigt. Es wurde ein Telefoninterview durchgeführt. 
  • Benötigten Sie ein Visum und wenn ja, mussten Sie sich das selbst organisieren oder hat es der Arbeitgeber für Sie beantragt? Ein Visum für die VR China wird benötigt. Der Arbeitgeber hat das benötigte Einladungsschreiben ausgestellt, das Visum wurde von mir selber beantragt.
  • Nützliche Tipps oder weiterführende Infos zur Vorbereitung: Das Visum benötigt ca. 7 – 10 Tage, mit Agenten kann es vier Tage dauern.
    Ich wollte meine Aufenthaltsdauer um 5 Tage verlängern. Mit den neuen Visaregulierungen gestaltet sich das jedoch außerordentlich schwierig, sodass ich eine erneute Ausreise vorgezogen habe (vgl. dazu Asterix und Obelix – Passierschein A38).

Finanzielles

  • Erhielten Sie Fördermittel zur Finanzierung des Auslandsaufenthalts? Wenn ja, welche? Nein.
  • Erhielten Sie eine Entlohnung vom Arbeitgeber? Eine Aufwandsentschädigung, ja.
  • Wie hoch waren ungefähr die Anreisekosten in das Gastland? 650 € (für Hin- und Rückflug).
  • Wie hoch sind ungefähr die Lebens- und Wohnkosten im Gastland? Vergleichbar mit Deutschland (Zimmermiete ca. 300 €, Essenskosten im Geschäftsbezirk Jing’an Temple 1,5–5 €.
  • Mussten Sie eine zusätzliche Krankenversicherung abschließen? Wenn ja, welche und zu welchen Kosten? Irgendwelche Tipps dazu? Notwendig ist eine Auslandskrankenversicherung, es sind keine zusätzlichen Impfungen zu denen in Deutschland empfohlenen notwendig.
  • Sind weitere Versicherungen notwendig? Nein.

Vor Ort

  • Welche Formalitäten waren nach der Ankunft zu erledigen? Ausländer müssen sich bis max. 24 Std. nach der Ankunft bei der nächsten Polizeistation melden und ihre Wohnadresse registrieren lassen.
  • Wie gestaltete sich die Wohnungssuche (half Ihnen der Arbeitgeber bei der Vermittlung einer Unterkunft oder gibt es evtl. hilfreiche Vermittlungsstellen)? Wohnung sollte selber gefunden werden (www.schanghai.com und www.smartshanghai.com sind sehr hilfreich, es gibt aber auch Tausende von lokalen Agenten). Man sollte allerdings aufpassen, weil es angeblich immer wieder Leute gibt, die Ausländer übers Ohr hauen (vgl. dazu die Ratschläge bei Smartshanghai.com).
  • Wo sollte man am besten wohnen? Ich habe etwas außerhalb gewohnt (ca. 1 Stunde Fahrt zur Arbeit) wo es etwas ruhiger ist, ist aber durchaus Geschmackssache. Die meisten Ausländer bevorzugen es, im inneren Ring zu wohnen.
  • Wie sind die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort? Sehr gut. Es gibt viele Supermärkte (ich empfehle den Deutschen Supermarkt Metro) und kleinere Läden. Gemüse kann man durchaus auf dem freien Markt gut und günstig kaufen.
  • Was ist billig bzw. teuer im Gastland? Billig: Essen (kommt drauf an, wo), Eintrittspreise, Telefonieren; Preise sind aber im Allgemeinen vergleichbar mit Deutschland, zumindest in Shanghai.
  • Wie weit wohnten Sie von der Firma entfernt und wie gestaltete sich der tägliche Weg zur Arbeitsstelle? 50 Minuten. Davon 35 Minuten mit der Metro, der Rest zu Fuß.
  • Was können Sie über den Firmenstandort sagen? Welche Freizeitmöglichkeiten / Ausflugsmöglichkeiten / touristische Attraktionen gibt es vor Ort? Die Firma liegt in einem Geschäftsbezirk. Schanghai und Umgebung hat aber in allen Bereichen (Kultur, Freizeit, Nachtleben, Ausflüge) unheimlich viel zu bieten.
  • Gibt es besondere Gebräuche/Sitten bei den Einheimischen und was ist ein absolutes Tabu?
    • Visitenkarte mit zwei Händen geben und nehmen!
    • Geschenke mitbringen ist kein Muss, ist aber sehr üblich, wenn man Gast ist.
    • Obwohl Chinesen sich oft drum reißen, Essen zu bezahlen, sollte man darauf achten, das es ausgewogen bleibt (es ist durchaus üblich, sich darüber zu „streiten“, wer bezahlt)
    • Sich auf keinen Fall auf der Straße wegen Tee trinken oder ähnlichem anquatschen lassen, könnte teuer werden habe ich gehört (angeblich durchaus bis zu RMB 3000)
    • Taiwan, Tibet, ... etc. waren schon immer Teil von China!

Über den Arbeitgeber

  • Beschreiben Sie kurz das Unternehmen! Der VDMA ist der größte Interessensverband der Investitionsgüterindustrie in Europa und vertritt 3000 Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Das China-Büro dient dazu, die Mitgliedsfirmen vor Ort mit dem benötigten Service zu unterstützen, Informationen für die Mitgliedsfirmen und den Verband zu sammeln und auch den VDMA bzw. die Mitgliedsfirmen auf Messen oder bei Veranstaltungen zu repräsentieren. Der Verband ist in Sektoren eingeteilt. Diese Sektoren sind auf einen Bereich spezialisiert, die allerdings nicht alle in China repräsentiert werden. Es eine Reihe von Veranstaltungen und Messen, die der VDMA selber initiiert bzw. an denen der VDMA teilnimmt.

  • In welcher Abteilung arbeiteten Sie? VDMA Shanghai Representative Office.
  • Gab es irgendwelche erwähnenswerte Besonderheiten? Ein eigener Computer mit der notwendigen Software (MS Office) ist von Vorteil.
  • Wie viele Stunden betrug Ihre durchschnittliche Arbeitszeit? 8 Std.
  • Sonstige Anmerkungen zum Praktikum: Obwohl sich ein Praktikum beim VDMA für Maschinenbauer erst einmal uninteressant anhört, kann ich es unbedingt empfehlen für Maschinenbaustudenten, die sich in Richtung Management orientieren wollen. Hier bekommt man nicht nur Einblicke in das Wirtschaftsgeschehen in China und das Auslandsgeschäft deutscher Firmen, sondern lernt auch, mit welchen Fragestellungen Firmen im Ausland konfrontiert werden. Als Maschinenbauer kann man sein technisches Wissen hier sehr gut mit einbringen und auch viel über Unternehmensprozesse lernen.
    Im Büro gibt es einen Dresscode: Schwarzer, marineblauer, dunkelbrauner oder grauer Anzug; einfarbiges Hemd (bevorzugt weiß oder „business blue“), insgesamt professioneller Auftritt, Krawatte nicht mehr als vier Farben, Schuhe schwarz oder dunkelbraun.

Schlussbetrachtungen - Fazit

  • Wie bewerten Sie Ihren Auslandsaufenthalt insgesamt? Ich fand diesen Auslandsaufenthalt super. China und insbesondere Schanghai hat mir sehr gut gefallen und ich kann jedem Studenten nur empfehlen, den Sprung zu wagen und eine Zeit hier zu verbringen. Ich denke auch, dass mir dieses Praktikum sehr viel für meinen weiteren Werdegang gebracht hat, da man einen sehr guten Einblick in die Geschäftswelt hier in China bekommen hat.
  • Was wird unvergessen bleiben? Die tollen Erfahrungen, die ich hier gemacht habe.
  • Welchen Rat möchten Sie anderen Studierenden mit auf den Weg geben, die ihr Praxisprojekt bzw. die Bachelorarbeit im Ausland durchführen möchten? Lernt auf jeden Fall etwas Chinesisch und etwas über die Kultur.

Kontakt

  • Dürfen interessierte Studenten Sie kontaktieren?  Ja.
  • Kontakt am besten: über Frau Jacobi, FB8, Zi.: 00413

Fotos


Shanghai – Guyi Garden
(c) Joel Feltes / FH Aachen
Das VDMA Team in Shanghai
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