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Tennessee Tech University, 19.08.2012 – 10.01.2013


Auf einen Blick

Vollständiger Name der Gasthochschule: Tennessee Tech University
Stadt, Land: Cookeville, USA
Homepage der Gasthochschule: http://www.tntech.edu/
Autor des Erfahrungsberichts:
Jannis Lappe
Studiengang  an der FH Aachen:
Maschinenbau, Fachbereich 8
Beginn und Ende des Auslandsaufenthalts: 19.08.2012 – 10.01.2013
Das Auslandssemester wurde durchgeführt im: 5. Semester

Bewertungen

Qualität der Studieninhalte: 1,7
Studienbedingungen / Ausstattung der Gasthochschule: 1,3
Betreuung und Hilfe vor Ort: 1,3
Campus: 1,3
Verkehrsanbindung zum Campus: 2,0
Essensangebot auf dem Campus (Mensa, etc.): 2,3
Sportmöglichkeiten: 1,0
Freizeitangebote: 2,3
Bars / Discos / Nachtleben: 3,7
Wohnqualität / -kosten: 3,3
Kontakt mit Einheimischen: 2,7

Vorbereitung

  • Wann haben Sie mit den Vorbereitungen begonnen? Ca. ¾ Jahr vorher.
  • Wie läuft das Anmeldeverfahren und welche Unterlagen werden benötigt? Magellan-Netzwerk, Lebenslauf, Notenspiegel, Motivationsschreiben, Bewerbungsgebühr.
  • Verlangt die Gasthochschule einen Sprachtest? Es kommt drauf an, das DAAD Sprachzeugnis kann kostenlos im FB8 abgelegt werden. Der Auslandskoordinator muss bestätigen, dass genügend Sprachkenntnisse vorliegen. Dann fällt kein weiterer Test an.
  • Nützliche Tipps oder weiterführende Infos zur Vorbereitung:
    Man sollte sich von vornherein Alternativen zurecht legen, da man eventuell nicht an der Wunschhochschule angenommen wird. Wer ein Stipendium beantragen will, muss dies teilweise 1 Jahr vor dem Auslandssemester tun.

Formalitäten

  • Muss man Gebühren an der Gasthochschule zahlen? Nur in dem Fall, das mehr als 4 Fächer belegt bzw. mehr als 12 Credits belegt werden.
  • Haben Sie ein Stipendium zur Finanzierung des Auslandsaufenthalts erhalten? Ja, DAAD Stipendium.
  • Welcher Anreiseweg zur Gasthochschule ist zu empfehlen? Wie hoch sind ca. die Reisekosten? Es ist empfehlenswert, einen Flug mit einem umbuchbaren Rückflugdatum zu buchen. In meinem Fall hat der Flug 880€ gekostet (unabhängig von dem Rückreisedatum). Für weitere 200€ konnte ich den Abflugort ändern und bekam einen Direktflug von Los Angeles nach Frankfurt. Für die Ankunft wird ein Abholservice (80$ pro Person) bereitgestellt.
  • Mussten Sie eine zusätzliche Krankenversicherung abschließen? Wenn ja, welche und zu welchen Kosten? Meine private Krankenversicherung hätte alle erdenklichen Krankheitsfälle übernommen, da aber der Rücktransport im Falle des Todes nicht abgedeckt war, musste ich in den USA eine Krankenversicherung nachlösen (180$). Ein Kommilitone hat eine Versicherung beim ADAC für 80€ abgeschlossen, die alle Anforderungen abgedeckt hat. Bei Versicherungen versteht diese Hochschule keinen Spaß.
  • Sind weitere Versicherungen notwendig? Nein.

Vor Ort

  • Welche Formalitäten sind nach der Ankunft zu erledigen? Anmelden, Mietvertrag unterschreiben, eventuell fehlende Dokumente nachreichen, Studentenkarte abholen.
  • Wo sollte man am besten wohnen und wie hoch sind die durchschnittlichen Wohnkosten? Am besten wohnt man auf dem Campus, bevorzugt alles gegenüber dem University Center, da dort die Laufwege kurz sind. Die Preise für die billigsten Studentenzimmer sind 2000$ pro Semester. Es sind nicht die schönsten, aber außerhalb des Campus zu wohnen ist schwierig, da die Distanzen nicht kurz sind und man ohne Auto aufgeschmissen ist. Wohnungen im ,,Eagles Landing‘‘ sind nicht zu empfehlen, da sie zu weit weg sind.
  • Wie gestaltete sich die Wohnungssuche (wer ist dafür Ansprechpartner)? Die Anmeldung für die Wohnheime erfolgt online über ein spezielles Portal der Uni. Dort sollte man sich möglichst schnell auf ein Zimmer bewerben. Falls man zu spät dran ist, kann es sein, das man für die ersten Wochen in einem Hotel unterkommt. Mitbewohner kann man ebenfalls über dieses Portal buchen, aber auch nur wenn man früh genug dran ist. Sonst entscheidet der Zufall.
  • Wie hoch sind die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten? Der Essensplan (ohne den man nicht auskommt, da es keine öffentlichen Küchen gibt) kostet je nach Umfang. Ich bin mit den 15 Mahlzeiten pro Woche gut ausgekommen. Der nächst größere Essensplan (21 Mahlzeiten) war eigentlich viel. Die neue Woche beginnt hier übrigens am Sonntag, an dem nicht genutzte Essen verfallen. Nicht eingelöste Essen kann man in den Campus Restaurants gegen Süßes oder Getränke eintauschen.
    Mit jedem Essensplan müssen ,,Flexdollars‘‘ mitgekauft werden. Sie können nicht zurückgetauscht werden und verfallen am Ende des Semesters. Man kann die Flexdollars in den Campusrestaurants einsetzen, um Essen, Süßes, Getränke (Starbucks auf dem Campus) zu kaufen.
  • Was ist billig/teuer? Alle Kleinigkeiten, die im Alltag anfallen, sind im Wallmart relativ billig. Es ist sogar teilweise billiger sich in den USA eine Bettgarnitur zu kaufen, da die extra Kilos im Koffer teurer wären. Man kann für eine komplettes Packet 50-60$ rechnen. Am Ende des Semesters habe ich dieses an Bedürftige gespendet.
    Sehr teuer sind Bücher. Pro Semester zwischen 500$-1500$. Es empfiehlt sich, den ersten Unterrichtstag abzuwarten, um den Professor zu fragen ob man wirklich die neueste Auflage braucht. Ist dies nicht der Fall kann man sich die Bücher bei Ebay ersteigern, oder von anderen Kommilitonen kaufen.
    Meine Bücher sollten 600$ kosten. Da ich sie mir als Vorgänger-Auflagen im EBay ersteigert habe, habe ich nur 60$ bezahlt und die Bücher am Ende des Semesters für 50$ weiterverkauft. Falls Hausaufgaben aus dem Buch aufgegeben werden, kann man diese bei Kommilitonen mit aktuellen Büchern abfotografieren.
  • Wie sind die Einkaufsmöglichkeiten? Die Universität hat einen eigenen Supermarkt, Bücherladen und Schreibwaren/Universitätsartikel (bekommt man auch im Wallmart für 1/3 des Preises).
    Direkt vor dem ,,Roaden University Center‘‘ fährt ein Bus, den jeder Student kostenlos nutzen kann. Dieser Bus fährt zum Wallmart und ein paar anderen Läden. Viel gibt es nicht, aber es ist ausreichend.

Über die Gasthochschule

  • Beschreiben Sie kurz die Gasthochschule! Die Tennessee Tech ist für deutsche Vorstellungen riesig. Es gibt am Anfang viel zu entdecken und man verläuft sich schnell, das wird aber mit der Zeit. Sobald man sich eingelebt hat, kann schnell Langeweile aufkommen, da viele am Wochenende nach Hause fahren. Mit den richtigen Leuten ist es aber nie unerträglich.
  • Wie war die Qualität der Veranstaltungen? Es war sehr gemischt. Ich hatte in manchen Fächern Lehrer, die einfach Top waren. Andere leider nicht.
  • Wie ist die Ausstattung der Gasthochschule? Die Hochschule bietet viel an. Ungeschlagen sind die Sportanlagen und die Bibliothek (diese wird viel zum Lernen benutzt und darauf ist sie auch ausgelegt mit Computern, Whiteboards, Gruppenräumen mit Beamern oder Fernsehern. Alles kostenlos nutzbar).
    Mein Ingenieursfachbereich besaß im Keller eine Werkstatt, ein Thermolabor und im Erdgeschoss ein Computerraum. In diesem konnten Programme wie CAD oder Mathlab kostenlos genutzt werden. Ein Drucker stand auch bereit, für den man 25$ kostenloses Guthaben bekam.
  • Wie sind die Öffnungszeiten auf dem Campus, wie sind die Bibliotheken, gibt es Skripte zu den Vorlesungen? Die Restaurants haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Am späteren Abend sind sie aber alle geschlossen. Die Bibliothek hat von morgens bis Mitternacht geöffnet. Skripte gibt es sehr selten. Es müssen meist Bücher gekauft werden.
  • Wie viele Wochenstunden hatten Sie im Schnitt? Welches Bewertungssystem gibt es (ECZS)? Ich hatte ca. 12 Wochenstunden. Diese wenigen Stunden wurden teilweise durch viele Hausaufgaben erheblich mehr.
    Das Bewertungssystem sieht vor das ein Hauptfach 3 Credits hat. Diese Credits werden mit der Note A(4), B(3), C(2), D(1) multipliziert. Dann werden alle Fächer addiert und durch die Gesamtzahl der Credits geteilt. Das ergibt den GPA. Ein GPA mit 4 ist daher der beste Schnitt den man erreichen kann.
    Die Noten setzen sich je nach Fach anders zusammen. Grundsätzlich bestehen sie aus Klassenarbeiten (ca. 4 Stück), Tests, Hausaufgaben und teilweise Anwesenheit.
  • Haben die Professoren Sie gut auf Prüfungen vorbereitet? Erhielten Sie von ihnen auch Hilfe außerhalb der Veranstaltungen? Das System ist an sich sehr verschult. Man wird durch Hausaufgaben und den Unterricht immer auf die nächste Prüfung vorbereitet. Falls ich irgendwelche Probleme hatte, konnte ich den Professoren immer eine Email schreiben, welche schnell und kompetent beantwortet wurde. Im Krankheitsfall konnte ich sogar meine Hausaufgaben auf diese Weise einreichen.
  • Gibt es spezielle Einführungskurse für Gaststudenten? Die gibt es, sind aber weniger zu empfehlen. Meist wird hier Zeit totgeschlagen und/oder unverhältnismäßiger Arbeitsaufwand erteilt. (Als Beispiel ,,Englisch für Fortgeschrittene‘‘) Es empfiehlt sich, eine Sportklasse zu besuchen, da dies das soziale Umfeld wesentlich verbessert.
  • Was ist bei der Ausstellung des Zertifikats an der ausländischen Hochschule zu beachten? Wichtig ist, alles zu prüfen, was an wichtigen Dokumenten ausgestellt oder ausgefüllt wird. Hier werden gerne mal Fehler gemacht.
  • Wer war Ansprechpartner an der ausländischen Hochschule?
    Amy Miller, sie war die Einzige, die wirklich helfen konnte und auf die man sich verlassen konnte. Bei Fragen, nachdem man an der Hochschule angenommen wurde, sollte man sich an sie wenden.
    Im Notfall sollte sie die erste Ansprechperson sein.
  • Was gefiel Ihnen am Campus gut / nicht so gut?
    Pro: Der Campus bietet viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Man ist stets unter vielen Menschen und fast jeder ist hilfsbereit.
    Contra: Der Essensplan! Pro Tag konnte man maximal 3 Mahlzeiten einlösen. An Feiertagen waren teilweise alle Restaurants geschlossen. Im ungünstigen Fällen verfielen so bezahlte Mahlzeiten. War man nicht am Reisen über die Feiertage, saß man auf dem Campus fest. Alles hatte zu, selber kochen kann man nicht, was zur Folge hat, dass man essen gehen muss und sich dafür ein Taxi ruft oder ein Fahrrad nimmt. 
  • Wie ist die Verkehrsanbindung? Was ist zu beachten? Tntech verfügt über ein Bussystem. Dieses fährt in einem Kreis und die Busse fahren in beide Richtungen. Dies ist für Studenten kostenlos nutzbar, aber die Busfahrzeiten sind sehr eingeschränkt. Cookeville hat 2 Taxi Gesellschaften, die beide für 4 $ pro Strecke im Stadtgebiet fahren.  Beide Taxigesellschaften sind nicht wirklich zuverlässig, aber eine hebt sich deutlich ab und bietet einigermaßen Service & straßentaugliche Fahrzeuge. Habt immer das Geld passend dabei, da einer der Taxifahrer öfter vorgibt, kein Wechselgeld zu haben. Es ist teilweise mit Wartezeiten zwischen 15 Minuten bis zu 1 Stunde oder mit gar nicht erst kommen zu rechnen. Am Telefon wird es immer heißen 15 Minuten. Bei wichtigen Terminen nicht auf das Taxi verlassen!
  • Sonstiges: Amerikanischer Führerschein:
    Im International Office der Tntech kann man Unterlagen anfordern, um einen amerikanischen Führerschein zu erhalten. Diese Unterlagen sind kostenlos. Anschließend kann man zu dem Verkehrsamt fahren und muss dort nur eine Theorieprüfung ablegen, falls man bereits einen Deutschen Führerschein besitzt. Anrechnen lassen kann man die amerikanischen Führerscheine nur, wenn man lange genug in den USA war.
    Der Vorteil ist, das ihr nun eine Amerikanische ID besitzt. Mit dieser braucht ihr nicht mehr euren Pass mit euch rumzutragen. Wenn ihr die ID zeigt werdet ihr überall wie ein Einheimischer behandelt! Der Führerschein kostet 16$ und ist dazu noch ein tolles Souvenir.

Über die besuchten Lehrveranstaltungen an der TnTech

  1. Besuchter Kurs: Dynamics
    Dozent: Jeff Foote
    Kursdauer & Umfang, Unterrichtsform: 3 Credits, Klassenuntericht
    Stichworte zur Kursbeschreibung: TM 3
    Form des Leistungsnachweis: Klausuren, Hausaufgaben
    Ist der Kurs zu empfehlen? Ja
  2. Besuchter Kurs: Mech. Eng. Analysis
    Dozent: Dr. Han
    Kursdauer & Umfang, Unterrichtsform: 3 Credits, Klassenunterricht
    Stichworte zur Kursbeschreibung: Mathe 3
    Form des Leistungsnachweis: Klausuren, Hausaufgaben
    Ist der Kurs zu empfehlen? Jein
  3. Besuchter Kurs: Thermodynamics 1
    Dozent: Jeff Massey
    Kursdauer & Umfang, Unterrichtsform: 3 Credits, Klassenunterricht
    Stichworte zur Kursbeschreibung: Thermodynamics
    Form des Leistungsnachweis: Klausuren, Hausaufgaben
    Ist der Kurs zu empfehlen? Ja
  4. Besuchter Kurs: Energy Systems Laboratory
    Dozent:
    Dr. Han
    Kursdauer & Umfang, Unterrichtsform: 2 Credits, Klassenunterricht und Laborversuche
    Stichworte zur Kursbeschreibung: Laborversuche unterschiedlichster Art. Viel mit Messen.
    Form des Leistungsnachweis: Bericht, Hausaufgaben
    Ist der Kurs zu empfehlen? Ja
  5. Besuchter Kurs: Energy Research
    Dozent: Dr. Han
    Kursdauer & Umfang, Unterrichtsform: 1 Credit, eigenständige Laborarbeit
    Stichworte zur Kursbeschreibung: Laborarbeit
    Form des Leistungsnachweis: Ausarbeitungen einreichen
    Ist der Kurs zu empfehlen? Ja

Freizeitangebot

  • Wie ist das Angebot an Sportmöglichkeiten auf dem Campus? Es ist alles Erdenkliche vertreten. Fußball, Football, Rugby, Tennis, Squash, Fitness studio, Ausdauergeräte, Schwimmbad, Baseball, Volleyball, Indoor Laufbahn, Basketball und sogar Quidditch.
  • Sind die Sportangebote kostenpflichtig? Alles was nicht in Kursen stattfindet ist kostenlos.
  • Welche Freizeitsportmöglichkeiten bietet der Studienort? Das Hauptangebot ist auf dem Campus. Off-Campus gibt es einen Schießstand, auf dem man Sportschießen ausüben kann und auf dem auch Unterricht (von der Uni aus) stattfindet. Dieser ist aber so weit weg, dass man auf jeden Fall ein Auto braucht.
  • Welche Sehenswürdigkeiten gibt es vor Ort? Es gibt in Cookeville das alte Stadtzentrum, welches sehr klein ist und die Altstadt. Außerdem gibt es noch Rockisland und die Wasserfälle, an denen man im Sommer schwimmen gehen kann.
  • Welche touristischen Attraktionen hat das Umland zu bieten? In der Umgebung gibt es folgendes:
    -    Corvette Factory
    -    Jack Daniels Destillery
    -    Knoxville
    -    Nashville
    -    Das größte Höhlennetzwerk
    -    Gatlingburg (Höchster Punkt in TN)
    -    Smokey Mountains
    -    Verschiedene Seen zum Baden
  • Gibt es organisierte (evtl. auch subventionierte) Ausflüge für Gaststudenten? Die gibt es, für aktuelle Angebote muss man nachfragen.
  • Gibt es viele gute Restaurants und Bars in der Nähe? Was ist zu empfehlen? Wer zwischenzeitlich ein wenig Heimweh bekommt, der sollte mal zu Worldfoods in Cookeville gehen. Sie bieten viele Gerichte und Biere aus Europa an. Die Frikadellen schmecken fast wie Zuhause.
    Wer es süß mag kann zu Sally’s Bakery gehen. Dort gibt es Cupcakes die sehr lecker, aber auch sehr sehr süß sind. Einen Kaffee kann man sich dort auch gleich mitbestellen. Ideal wenn ihr eine handgemachte Geburtstagstorte braucht. Falls es billig sein soll, solltet ihr bei Wallmart reinschauen. Die haben alles…
    Bei Spankys, einer Bar direkt neben dem Campus kann man super essen. Die Burger und Fritten sind richtig gut.
    Bei Char, im alten Stadtzentrum kann man auch gut essen.
    Wer einen Einblick in die Künstlerszene riskieren will, kann dies im Poet’s tun. Dies ist ein kleines Cafe, in dem es sehr guten Kaffee (selten zu finden) gibt. Ab und zu sind dort Lesungen oder kleine Konzerte.
    Es gibt ein deutsches Restaurant in Cookeville. Leider habe ich es nicht geschafft, dort mal essen zu gehen. Die Besitzer sind Deutsche. Die Besitzerin arbeitet tagsüber im Krankenhaus. Falls ihr Sprachprobleme und einen Notfall im Krankenhaus habt müsst ihr nur nach ihr fragen.
    Die Pizza die ihr im Rodeo Bob’s gewinnen könnt, ist auch sehr gut. 
  • Gibt es Besonderheiten, die bei der einheimischen Küche zu beachten sind? Das amerikanische Essen ist für uns Europäer sehr ungewohnt fettig. In Verbindung mit dem Stress der ersten Tage, bietet es sich an, für die ersten paar Wochen Tabletten gegen Bauchschmerzen mitzubringen.
    Mein Tipp: Finger weg von der Pizza in der Mensa! Papa John’s ist Oke, nur die Mensa nicht.
    Alkohol in Restaurants ist sehr teuer, wenn ihr euch eine Limo bestellt, habt ihr für 2-3$ endlos Refills.
    Wohin geht man abends (Pubs, Bars, Discos, Kinos) und was ist zu empfehlen? Es gibt einen Club in Cookeville. Er heißt Rodeo Bob’s. Gegen frühen Abend wird dort sehr viel Country Musik gespielt und es wird Line Dance getanzt. Mit der Studentcard, die Ihr von der Uni kriegt, habt ihr ermäßigten Eintritt. An bestimmten Tagen (Thirsty Thursday  zum Beispiel) ist Free Beer von 7-11 im Eintritt eingeschlossen. Manchmal besteht die Chance, bei der Lotterie um die Free-Beer-Party mitzumachen. Der Gewinner erhält freien Eintritt für sich und alle seine Freunde, egal wann diese eintreffen. Wie der Name schon sagt gibt es dann für alle Freibier von 7-11 Uhr und dazu noch Pizza. Wer die meisten Gäste mitbringt, gewinnt noch einen Gutschein für die Bar.
    Im alten Stadtzentrum gibt es eine weitere Bar. Sie heißt Char. Hier wird man sehr freundlich aufgenommen und findet schnell Anschluss. Innerhalb kürzester Zeit gehört man quasi zur Familie.
    Direkt neben dem Campus gibt es Spanky’s. Dies ist eine kleine Bar, in der fast jeden Abend live Musik gespielt wird. An Dienstagen gibt es dort 1$ Bier und andere Angebote. Es wird meist gegen 11 Uhr sehr voll. Früh da sein ist angesagt.
  • Gibt es besondere Gebräuche/Sitten bei den Einheimischen und was ist ein absolutes Tabu? Falls ihr zu Semesterbeginn auf Rush Veranstaltungen geht und anschließend eine Einladung zum Essen bekommt, so ist dies eine Einladung der Studentenverbindung beizutreten. Ihr werdet gebeten, gute Sachen anzuziehen und zum Verbindungshaus zu kommen für ein Abendessen. Wenn ihr zusagt, ist das quasi die Antwort, dass ihr der Verbindung beitreten wollt und sie euch näher kennen lernen sollen.
    Auf Hauspartys bringt Ihr selbstverständlich eure eigenen Getränke mit.
    Mit offenen alkoholischen Getränken niemals auf der Straße rumlaufen. Schlimmer wird es nur, wenn ihr welche im Auto trinkt. Egal ob Fahrer oder Beifahrer. Es wird sehr teuer und endet teilweise im Gefängnis.
    Wenn ihr getrunken habt, bestellt euch ein Taxi oder sucht euch eine Mitfahrgelegenheit. Betrunken auf der Straße aufgegriffen zu werden wird schnell zu einer Nacht im Gefängnis. Das gleiche gilt auch, wenn ihr grade aus einer Bar kommt.
    Wenn ihr in ein Restaurant geht, sind die Preise ohne Steuern. Die Steuern variieren je nach Staat und betragen zwischen 7-20%. Auf diesen Betrag wird Trinkgeld gezahlt. Dabei sollte das Trinkgeld ca. 20% betragen, außer der Service war sehr schlecht.
    Trinkgeld bekommt jede Service-Person in Restaurants, die euch bedient, z.B. auch Barkeeper. Ausgenommen sind Getränkespecials und bestimmte Restaurant-Ketten (z.B. Starbucks, McDonalds, Burgerkingt).

Schlussbetrachtungen - Fazit

  • Wie bewerten Sie Ihren Auslandsaufenthalt insgesamt? Als sehr positiv. Ich habe einen Einblick in die wohl bekannteste Kultur erhalten und den American Way of Life mit leben dürfen. Die Eindrücke, Erfahrungen und Sehenswürdigkeiten waren es wert. Ich erinnere mich gerne an jeden Moment zurück.
  • Haben Sie den Zeitpunkt für Ihr Auslandssemester richtig gewählt? Meiner Meinung nach war er perfekt gewählt. Der einzige Nachteil ist, dass die FH sehr viele Pflichtveranstaltungen in diesem Semester anbietet, die als Prüfungsvorraussetzungen gelten.
  • Was waren die Höhen- und Tiefpunkte des Aufenthalts? 
    Den ersten Tiefpunkt hatte ich, als ich in das Studentenwohnheim eingezogen bin. Es war leer, kalt und nicht im besten Zustand. Nach den ersten Tagen ging es Berg auf und es gefiel mir sehr gut. Dann kam wieder eine Phase, in der es nicht so schön war. Man denkt, in Deutschland sei alles besser. Am Ende kam dann nochmal ein richtiges Hoch und am liebsten wäre ich an der Uni geblieben.
  • Was wird unvergessen bleiben? Es sind so viele Sachen passiert. Man hat so viel erlebt. Da kann man schlecht sagen, was unvergessen bleibt. Es sind alles schöne Erinnerungen, von denen man keine vergessen will.
  • Welchen Rat möchten Sie anderen Studierenden Ihres Studiengangs mit auf den Weg geben, die sich für ein Auslandssemester an dieser ausländischen Hochschule entscheiden? Informiert euch im Vorfeld was ihr wollt. Hab genügend Erspartes. Für mich hätte es nichts Schlimmeres gegeben, als nur auf dem Campus zu sein. Durch die USA reisen kostet Geld, aber das ist es wert.
    Wenn man so grade eben den Flug und die Lebenshaltungskosten bezahlen kann, sollte man sich überlegen, noch ein wenig zu warten.
  • Irgendwelche Kritik oder Vorschläge? Kritik äußert man am Ende immer ungern, da die meisten ihr Bestes gegeben haben. Es gibt immer gute und schlechte Sachen, im Endeffekt zählt aber das Gesamtergebnis.
    Schön wäre es, wenn die FH- Aachen die Flüge übernehmen würde. Dies ist gang und gebe an der Tntech für Austauschstudenten.

Kontakt

  • Dürfen interessierte Studenten Sie kontaktieren?  Ja.
  • Kontakt am besten: per E-mail (siehe Adresse unten)

Fotos

Making friends
Impressionen aus Tennessee: Making friends, Football, Jack Daniels Destillery, Rock Island, Smokey Montains
Football
Reiseimpressionen aus den USA: Road to LA, Los Angeles, Los Angeles, Alcatraz, Abraham Lincoln Memorial in Washington, Las Vegas, New York, San Francisco, Memphis, Philadelphia
Jack Daniels Destillery
Rock Island
Smokey Montains
Road to LA
Los Angeles
Los Angeles
Alcatraz
Abraham Lincoln Memorial in Washington
Las Vegas
New York
San Francisco
Memphis
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