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Erasmus+ Praktikumsförderung

Erasmus+ bietet Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit, ihre im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse während eines Unternehmenspraktikums im europäischen Ausland in die Praxis umzusetzen und dabei die Kultur, Sprache und Arbeitsweise des Gastlandes kennenzulernen. Um förderwürdig zu sein, muss das Praktikum mindestens 60 Tage andauern und verpflichtender oder fakultativer Bestandteil des Studiums sein. Auch Abschlussarbeiten, die an Hochschulen oder Unternehmen im europäischen Ausland praktisch vorbereitet beziehungsweise erstellt werden, können über das Erasmus+ Programm gefördert werden. 

Auf dieser Seite haben wir Ihnen die Informationen zum Programm Erasmus+ Praktikumsförderung zusammengestellt.

 

 

Regelungen für die Erasmus+ Praktikumsförderung ab dem Hochschuljahr 2018/19

Erasmus+ Neuerungen seit dem Projektjahr 2018

  • Praktika ab einer Dauer von zwei Monaten (mindestens 60 Tagen) können gefördert werden. ACHTUNG: ein Monat wird auf 30 Tage abgerundet. Die Maximalförderung beträgt derzeit aus Budgetgründen vier Monate pro Praktikum.
  • Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master) mehrfach gefördert werden: Jeweils bis zu 12 Monaten in Bachelor und Master
  • Förderung von Graduierten (bis 1 Jahr nach Studienabschluss an der FH Aachen) möglich, falls die Bewerbung innerhalb des letzten Jahres der Studienphase erfolgt ist.
  • 2018/2019 ist keine Förderung von Praktika in der Schweiz möglich.
  • Praktika in Großbritannien können 2018/2019 weiterhin gefördert werden.
  • Für Studierende mit Behinderung (Grad der Behinderung mindestens 50) besteht die Möglichkeit, Sonderförderung zu beantragen

Vorteile eines Praktikums im Ausland

  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • akademische Anerkennung des Praktikums
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Voraussetzungen

Wer wird gefördert?

  • Bewerben können sich Studierende aller Studienrichtungen, die einen festen Wohnsitz in Deutschland haben und für einen Studiengang mit Abschluss an der FH Aachen eingeschrieben sind. 
  • Auch Graduierte können ein Praktikum, das Sie innerhalb von zwölf Monaten nach Studienende absolvieren möchten, über Erasmus+ fördern lassen, sofern Sie sich im Verlauf Ihres letzten Studienjahres bei der Hochschule hierum bewerben. 
  • Studierende können je Studienzyklus insgesamt zwölf Monate über Erasmus gefördert werden, wobei Erasmus Auslandsstudienaufenthalte und Erasmus Auslandspraktika zusammengerechnet werden. 
  • BAföG-berechtigte Studierende können für ihren Auslandsaufenthalt mit ERASMUS+ auch BAföG in Anspruch nehmen. Mit der BAföG-Regelung seit 2011 bleiben (EU-)Zuschüsse bis maximal 300 Euro pro Monat anrechnungsfrei. Das bedeutet, dass nur der Betrag, der über 300 Euro liegt, auf das BAföG angerechnet wird. Gegebenenfalls kann das zuständige BAföG-Amt Auskunft darüber erteilen, ob und in welcher Höhe das BAföG reduziert wird.

Welche Praktika werden gefördert?

Erasmus+ fördert qualifizierte Unternehmenspraktika ab zwei Monaten Dauer (60 Tage) bis zu zwölf Monaten. Als Gastfirma akzeptiert werden Unternehmen im öffentlichen und privaten Sektor, unabhängig von Größe, Rechtsform oder Wirtschaftsbereich, einschließlich der Sozialwirtschaft. Forschungspraktika an Hochschulen, auch im Rahmen einer Abschlussarbeit, können ebenfalls im Rahmen von Erasmus+ gefördert werden. Praktika in der Verwaltung, bei Behörden, EU-Institutionen und Einrichtungen, die EU-Programme verwalten, können hingegen nicht über Erasmus+ gefördert werden.

Auswahlkriterien

Zu den Auswahlkriterien zählen:

  • formale Kriterien wie Einhaltung der Fristen, Vollständigkeit und Qualität der Bewerbungsunterlagen, Förderberechtigung gemäß Richtlinien, Sprachkenntnisse etc.
  • akademische Leistung, insbesondere Note, Studienfortschritt, vorangegangenes Studium
  • Qualität des Vorhabens, insbesondere Sinnhaftigkeit und Nutzen für das Studium bzw. den Berufswunsch
  • individuelle Merkmale wie z.B. Persönlichkeitsbild, Werdegang, politische, soziale, kulturelle oder gesellschaftliche Interessen und entsprechendes Engagement

Zielländer nach Ländergruppen und Förderhöhe

Die Höhe des Erasmus Zuschusses für Praxisaufenthalte im akademischen Jahr 2018/19 wurde durch die Erasmus National Agentur in Deutschland (DAAD) einheitlich für ganz Deutschland festgelegt.

  • Ländergruppe 1 (520 Euro Förderung pro Monat): Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Großbritannien  
  • Ländergruppe 2 (460 Euro Förderung pro Monat): Belgien, Frankreich, Italien, Griechenland, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern 
  • Ländergruppe 3 (400 Euro Förderung pro Monat): Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ungarn 

Dazu zählen auch die jeweiligen überseeischen Gebiete der genannten Länder.

Die Förderung wird für einen Auslandsaufenthalt von einem Semester auf maximal 4 Monate und bei einem Auslandsaufenthalt von zwei Semestern auf maximal 8 Monate begrenzt. Wird ein Praktikum mit einem Studienaufenthalt kombiniert, gilt die Mobilität als Studienaufenthalt.

Die erste Rate in Höhe von 70% Ihres Zuschusses erhalten Sie bei Antritt des Praktikums. Die restlichen 30% erhalten Sie nach Abschluss des Praktikums und Eingang der erforderlichen Nachweise und Berichte.

Ein Monat entspricht 30 Tagen. Die Aufenthaltsdauer wird nicht gerundet.

Beantragung | Dokumente

  • Der vollständige Antrag muss mindestens zwei Monate vor Praktikumsantritt im Akademischen Auslandsamt der FH Aachen eingereicht werden. (Hier können Sie sich auch gerne vorab zu Ihrer Bewerbung und Ihrem Praktikumsvorhaben beraten lassen.)
  • Sie dürfen nicht gleichzeitig aus anderen EU–Programmen gefördert werden. Eine EU-Doppelförderung muss deshalb vertraglich ausgeschlossen werden.

Bitte füllen Sie alle unten stehenden Formulare sorgfältig elektronisch aus und stellen alle weiteren erforderlichen Unterlagen zusammen. Das Learning Agreement for Traineeships ist zusätzlich durch das Gastunternehmen – Receiving Organisation/Enterprise – und Ihren Fachbereich – Sending Institution – auszufüllen beziehungsweise zu unterzeichnen.

Folgende Dokumente sind zur Beantragung bzw. Förderung des Erasmus+ Praktikums einzureichen:

1. Bewerbungsunterlagen:

Erweist sich Ihr Vorhaben als förderwürdig, müssen Sie im Akademischen Auslandsamt noch ein Grant Agreement unterschreiben, über das sämtliche Förderbedingungen - wie die Fördersumme und die Zahlungsmodalitäten - geregelt sind. Des Weiteren erhält jeder Stipendiat vor Beginn des Auslandsaufenthalts eine Studierendencharta, welche alle Rechte und Pflichten eines ERASMUS+ Studierenden enthält.

2. Während des Praktikums:

  • Sollte das Praktikum verlängert werden, muss diese Vereinbarung vor Ende des laufenden Aufenthalts getroffen werden. Dabei muss sich der Verlängerungszeitraum unmittelbar an den laufenden Aufenthalt anschließen.

    Die Vertragsverlängerung muss frühzeitig (mindestens einen Monat vor Vertragsende) beim Akademischen Auslandsamt beantragt werden.

3. Nach dem Praktikum:

  • Nach Ihrem Aufenthalt werden Sie eine E-Mail der EU mit der Aufforderung zur Erstellung eines elektronischen Abschlussberichts erhalten. Folgen Sie bitte dem enthaltenen Link und erstellen Sie Ihren Erfahrungsbericht online.
  • Der Abschnitt des Learning Agreements for Traineeships – after mobility ist durch die Gastfirma am letzten Tag des Praktikums auszufüllen und dient als Bestätigung Ihres Praktikumszeitraumes.

Sollten der Abschlussbericht und die zugehörigen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht werden, muss die Erasmus+ Förderung zurückgefordert werden.

Um die Praxiserfahrung für Ihre persönliche Berufsperspektive auszuwerten und zukünftigen Studierenden, die sich ebenfalls für ein Auslandspraktikum interessieren, eine Orientierungshilfe zur Verfügung zu stellen, möchten wir Sie herzlich darum bitten, für uns einen persönlichen Erfahrungsbericht über Ihr Auslandspraktikum anzufertigen. Sie können sich an dieser Vorlage orientieren.

Verpflichtende Sprachtests OLS

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest für die Sprachen (BG, CZ, DE, EN, ES, FIN, FR, GR, H, HR, IT, NL, P, PL, RO, S, SK) zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen. Er sollte sowohl vor deren Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts stattfinden, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.

Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Zwischen Partnerhochschulen/-einrichtungen in Inter-Institutional Agreement (IIA) und Learning Agreement (LA) getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind somit nicht mit Online-Test zu belegen/zu verwechseln. Diese Sprachkompetenzen müssen bei der Auswahl der Teilnehmer durch andere Nachweise abgesichert werden.

Sonderförderung

Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen (dies gilt in Deutschland im Programm Erasmus+ für während des Auslandsstudiums im Ausland Alleinerziehende) und mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert.

Sonderförderung von Teilnehmern mit Behinderung

Nützliche Informationen zu behindertengerechten Hochschulen der European Agency for Development in Special Needs Education: www.european-agency.org.

Sonderförderung von Studierenden mit Kind als Pauschale (nur SMS)

Studierende, die ihr Kind/ihre Kinder mit zum Erasmus+ Studienaufenthalt in ein Programmland nehmen und dort während der Erasmus+ Mobilität alleinerziehend sind, können Sondermittel als Pauschale erhalten. Die maximale monatliche Förderhöhe wird vorgegeben durch drei Ländergruppen. Dies gilt nicht für SMP-Geförderte.

Versicherung

Da der Stipendiengeber nicht für Schäden haftet, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigungen von Sachen im Zusammenhang mit dem ERASMUS-Auslandsaufenthalt entstehen, ist es verpflichtend, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes folgende Versicherungen abzuschließen:

  • Auslandskrankenversicherung 
  • Unfallversicherung mit Auslandsschutz
  • Haftpflichtversicherung mit Auslandsschutz

Es besteht die Möglichkeit, auf eigenen Kosten an der Gruppenversicherung des DAAD teilzunehmen (Kranken-/Unfall- und Haftpflichtversicherung). Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Versicherungsstelle des DAAD.

Ansprechpartnerin

Julia von Schwartz M.A.
Bayernallee 11
52066 Aachen
Raum 01002
von-schwartz(at)fh-aachen.de
T: +49.241.6009 51342
F: +49.241.6009 52829
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