Vorwort

Seit 1. März 2018 ist das neue Urheberrechtsgesetz (UrhG) in Kraft, das in den §§ 60a-h UrhWissG neue Nutzungsberechtigungen u.a. für Lehre und Forschung festlegt.
Die Arbeitsgruppe Urheberrecht der FH Aachen hat die wichtigsten Änderungen zusammengestellt und versucht, die Fragen zur Nutzung von urheberrechtlichem Material in Lehre und Forschung zu veranschaulichen.

Die Diskussionen aus dem Jahr 2016 um den drohenden Einzelnachweis von verwendetem Material nach §52a UrhG (Intranetnutzung) hat viele Fragen zur Nutzung von urheberrechtlichem Material in Lehre und Forschung aufgeworfen. Die FH Aachen hat daher eine Arbeitsgruppe Urheberrecht ins Leben gerufen. Mitglieder dieser AG sind der Justitiar, der Kanzler, die Leiterin der Bibliothek und der Leiter der DVZ.

Die Arbeitsgruppe ist bestrebt, die wichtigsten Informationen zusammen zu stellen und Sie zu unterstützen. Die Zusammenstellung der hier vorliegenden Informationen erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen auf der Basis von Fachpublikationen und Gesetzestexten. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben kann keine abschließende Gewähr gegeben werden, da sachverständige Juristen in konkreten Einzelfällen und mit Kenntnis konkreter Fallangaben zu abweichenden Auffassungen kommen können. Diese Informationen ist als Orientierungshilfe zu verstehen und ersetzt keine Rechtsberatung. Änderungen vorbehalten.

Ihre Fragen und Anmerkungen senden Sie bitte an urheber(at)fh-aachen.de


Aktuelles

März 2018

  • Ab 1. März treten neue Regelungen im Urheberrecht in Kraft. Eine sehr empfehlenswerte Zusammenfassung liefert der Elan e.V.:
    Informationen zu § 60a UrhG. Neue Nutzungserlaubnisse bzgl. urheberrechtlich geschützer Werke für Lehrende & Lernende. https://www.elan-ev.de/themen_p60.php (zuletzt gesehen am 1.3.2018)

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Nutzung urheberrechtlich geschützter Materialien in der Lehre

Sie dürfen urheberrechtlich geschütztes Material unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich zugänglich machen, d.h. für Ihre Lehre sowie die Erstellung von Lehrmaterialien nutzen und auf ILIAS einstellen. Diese Voraussetzungen sind seit dem 1. März 2018 im Paragraphen § 60a UrhG geregelt.

  •  Was | Diese Norm betrifft veröffentlichte Texte, Bilder, Abbildungen, Musik, Filme, Noteneditionen. Unveröffentlichte Werke z.B. Abschlussarbeiten von Studierenden oder Entwürf, werden nicht davon  erfasst; hierfür müssen die jeweiligen Rechteinhaber um Genehmigung gebeten werden.


Nicht mehr erlaubt ist das Einstellen von Artikeln aus Zeitungen und Publikumszeitschriften. 

§ 60a (3) Nicht nach den Absätzen 1 und 2 erlaubt sind folgende Nutzungen:
 [1.] [...]
2. Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines Werkes, das ausschließlich für den Unterricht an Schulen geeignet, bestimmt und entsprechend gekennzeichnet ist, an Schulen [...]

  • Wie | Die Nennung des Urhebers und Quellenangabe sind stets erforderlich.

  • Wozu | Zur Veranschaulichung in der Lehre
    "wenn der Lehrstoff dadurch verständlicher dargestellt und leichter erfassbar wird".
     
  • Wie viel | Nur veröffentlichte kleine Teile eines Werkes
    • höchstens 15 % eines Buches (dazu werden alle Seiten mit überwiegend Text gezählt inkl. Inhalts- und Stichwortverzeichnis)
    • Abbildungen dürfen vollständig genutzt werden
    • Werke geringen Umfangs (kleiner 25 S.) vollständig
    • Artikel aus wissenschaftlichen Zeitschriften: es darf jeweils ein einzelner Artikel vollständig entnommen werden
    • maximal 5 Minuten eines Films, der älter als 2 Jahre ist. Youtube-Filme unterliegen seit dem 1.1.2016 standardmäßig der Creative Commons-Lizenz und können daher genutzt werden.
    • maximal 5 Minuten Musik
    • maximal 6 Seiten Noteneditionen

  • Für wen | Die Regelungen gelten für Lehrende und Teilnehmende der jeweiligen Veranstaltung. Die Zugriffe auf ILIAS sollten daher unbedingt nur für die Teilnehmenden Ihrer Veranstaltung zugänglich sein.

  • Vergütungspflicht | Diese Nutzung ist vergütungspflichtig. Nach § 60h wird eine pauschale Vergütung oder eine repräsentative Stichprobe der Nutzung vereinbart. Der Anspruch auf angemessene Vergütung kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden.

Die nachfolgende Grafik der E-Learning-Arbeitsgruppe der TU Darmstadt  veranschaulicht, welche Materialien nach §§ 60a ff UrhG verwendet werden können.


Zitieren

Das Urheberrecht erlaubt nach § 51 Zitate. Ohne Einwilligung der Urheberin oder des Urhebers darf fremdes Material in Unterrichtsmaterialien zitiert werden. Solche Skripte oder Vorlesungsfolien dürfen dann auch inkl. dem zitierten Material auf elektronischem Wege (z.B. in ILIAS) den Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Beachten Sie wichtige Bedingungen für das Zitat:

  • Die Nutzung des Zitats muss für die Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk erforderlich sein (Zitatzweck). Eine Auseinandersetzung mit dem Zitierten ist unabdingbar. Ein Zitatzweck liegt nicht vor, wenn das Zitat die eigenen Ausführungen ersetzt.
  • Der Umfang des Zitats muss durch dessen Zweck gerechtfertigt sein. "So viel wie nötig, so wenig wie möglich".
  • Zitate dürfen keinesfalls verändert werden, das gilt insbesondere für Bilder oder Abbildungen. Sollte dies notwendig sein, müssen Sie die Bearbeitung kenntlich machen, z. B. „der rote Pfeil ist von mir als Hinweis eingefügt“.
  • Gem. § 63 UrhG ist zwingend die Quelle und die Verfasserin oder der Verfasser anzugeben. Dies entspricht ohnehin guter wissenschaftlicher Praxis.

Die Zitierweise ist von Fach zu Fach sehr unterschiedlich. In dem von der FH Aachen angebotenen Literaturverwaltungsprogramm Citavi sind Zitationsregeln einzelner Fachbereiche bereits hinterlegt. Internetpublikationen sollten in Anlehnung an das für das Zitieren gedruckter Veröffentlichungen gewählte Muster (Autor, Titel, Jahr) mit der URL und dem Datum des letzten Aufrufs zitiert werden. 


Verlinken statt verbreiten

In vielen Fällen hat die Bibliothek bereits Lizenzen zur Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material für die FH Aachen erworben. Dazu gehören z.B. Zeitschriften und E-Books großer deutscher und internationaler Verlage, Normen (wie z.B. DIN-Normen, VDE-Vorschriften und VDI-Richtlinien) sowie fächerspezifische Datenbanken (Engineering Source, RSWB, TEMA, Wiso ...).

Lizenzierte Inhalte stehen nur Angehörigen der FH Aachen (campusweit oder per VPN) im Rahmen von Studium, Lehre und Forschung zur Verfügung. Eine gewerbliche Nutzung ist ausgeschlossen.
 
Wenn eine Campus-Lizenz vorliegt, sollten Sie auf diese Inhalte verlinken und keinesfalls deren Inhalte in Form von PDFs nochmals komplett einstellen. Damit sind Sie urheberrechtlich auf der sicheren Seite.

 


Nutzung von Fotos und Bildern aus dem Internet

Schnell verfügbares Bildmaterial aus dem Internet ist keineswegs urheberrechtsfrei! Auch Darstellungen wissenschaftlicher und technischer Art wie Pläne, Skizzen, Tabellen, AGBs, Mietspiegel, Kartenwerke sind geschützt. Abmahnkosten für einfache, nicht gestalterische Lichtbilder und Lichtbildwerke mit hoher gestalterischer Schöpfungshöhe können zwischen 500 und 3.500 Euro kosten.

Bilder können Sie zitieren, dann dürfen keinerlei Veränderungen angebracht werde, der Zitatzweck muss erfüllt sein und es gehört die genaue Quellenangabe dazu. Beispiele für Bildzitate finden Sie hier:
https://www3.elearning.rwth-aachen.de/l2p/start/SiteAssets/SitePages/Anleitungen/Beispielsammlung%20zum%20Merkblatt%20UrhG.pdf [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018].

Verwenden Sie also eigene Bilder oder Bilder, die von Ihnen geprüft lizenzfrei sind. Daher sind bei der Bildersuche freie Quellen zu nutzen, z. B. können Sie bei der erweiterten Google-Bildersuche die Suche auf freie Lizenzen eingrenzen.

Unter dem nachfolgenden Link findet man Infos und Links zu den entsprechenden Angeboten 
https://www.bildersuche.org/kostenlose-bilder-lizenzfreie-fotos.php [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018].



Nutzung freier Materialien in der Lehre

Frei verwenden dürfen Sie Material, das…

  • von Ihnen persönlich stammt und deren Nutzungsrechte Sie nicht einem Verlag oder anderen Verwertern übertragen haben. D.h. eigene veröffentlichte Lehrbücher müssen Sie – wenn Sie in ihrem Verlagsvertrag alle Rechte an den Verlag abgetreten haben - genau wie fremde Werke nach den geltenden Urheberrechtsgesetzen behandeln.
  • gemeinfrei ist. Gemeinfrei sind Werke von Urhebern 70 Jahre nach deren Tod (§ 64 UrhG).
  • amtlich veröffentlicht ist, z.B. Gesetze und Urteile, Verordnungen, amtliche Erlasse, veröffentlichte Texte und Bilder aus dem Bundesgesetzblatt, aus der Patent- und Markenrolle etc. (§ 5 UrhG)
  • nicht urheberrechtsfähig ist. Das sind z.B. mathematische Formeln.
  • unter freien Lizenzen veröffentlicht wurde, wie z. B. Open Access, Open Source, Creative Commons Lizenzen.

Creative Commons

Kreutzer : Open Content Lizenzen. S. 34 Abb. 2

Creative Commons ist eine Non-Profit-Organisation, die verschiedene Lizenzmodelle zur Verfügung stellt.

  • CC-BY
    Namensnennung
  • CC-BY-SA
    Namensnennung - share alike = Weitergabe unter gleichen Bedingungen
  • CC-BY-ND
    Namensnennung - no derivatives = keine Bearbeitung
  • CC-BY-NC
    Namensnennung - non-commercial = keine kommerzielle Verwendung
  • CC-BY-NC-SA
    Namensnennung - non-commercial - Share alike
  • CC-BY-NC-ND
    Namensnennung - non-commerical - no derivatives

Material, das mit diesen CC-Lizenzen versehen ist, kann von Ihnen - unter Einhaltung der genannten Bedingungen - genutzt werden.
Umgekehrt können auch Sie Ihre Werke entsprechend kennzeichnen. 

Literatur: 

Sehr hilfreich ist der Film mit einer Checkliste zur Vermeidung von Urheberrechtsverletzungen beim Verwenden von Medien unter freien Lizenzen auf der folgenden Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons [zuletzt gesehen 18.10.2017]

Kreutzer, Till : Open Content Lizenzen : Ein Leitfaden für die Praxis (PDF 2,6 MB). Deutsche UNESCO-Kommission e. V. http://irights.info/userfiles/DUK_opencontent_FINAL.pdf [zuletzt gesehen 16.08.2017]

 



Papiergebundene Kopien

Gemäß § 60a UrhG ist es nun auch erlaubt, Kopien im Unterricht zu verteilen (geschlossener Nutzerkreis; abgegrentzer Kreis von Unterrichtsteilnehmenden)


Zweitveröffentlichungsrecht für Lehrende

Autoren (auch Ko-Autoren) von wissenschaftlichen Beiträgen haben trotz Einräumung eines Nutzungsrechtes an einen Dritten (Herausgeber oder Verlag) nach Ablauf von 12 Monaten seit der Erstveröffentlichung das Recht, den Beitrag öffentlich zugänglich zu machen (§ 38 Abs. 4 UrhG). Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • Der Beitrag muss wissenschaftlich sein
  • mit mindestens zur Hälfte durch öffentliche Mittel gefördert
  • im Rahmen einer Forschungstätigkeit entstanden
  • in einer periodischen, mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung (erst-) veröffentlicht
  • und 12 Monate seit der Erstveröffentlichung alt sein.

Als Urheber können Sie in Ihrem Verlagsvertrag dem Verlag auch nur ein einfaches Nutzungsrecht einräumen und sich die Veröffentlichung, z.B. auf dem FH-eigenen Publikationsserver (OPUS), vorbehalten. Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an opus(at)bibliothek.fh-aachen.de .


FAQs Häufig gestellte Fragen

Ist es im Sinne des Urheberrechts zulässig, kleine Videos (max. 5 min.) von der Plattform Youtube zu zeigen?

Seit dem 1.1.2016 stehen Youtube-Videos unter einer Creative Commons-Lizenz, sodass Sie diese nutzen können. Mehr Infos dazu findet man hier: https://support.google.com/youtube/topic/2676339?hl=de&ref_topic=6151248 [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018].

Wenn Sie Videos auf eigene YouTube Kanäle bzw. andere Internet basierte Plattformen laden, sollten Sie auch der Rechteinhaber bzw. die Rechteinhaberin sein.

Da es sich hierbei um ein Minenfeld handelt, das auch Juristen nicht immer überblicken, ist zu raten, in eigenen Lehrplattformen oder Internetplattformen grundsätzlich nur die Links zu YouTube Videos zu verwenden. 
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesgerichtshofs besagt, dass das "Framing" bzw. Einbetten" von Inhalten bzw. Videos, keine Urheberrechtsverletzung darstellt, wenn man urheberrechtlich geschützte Inhalte, die auf einer anderen Internetseite mit Zustimmung des Rechtsinhabers für alle Internetnutzer zugänglich sind, im Wege des "Framing" in seine eigene Internetseite einbindet. Der BGH und der Europäische Gerichtshof stellen das Einbetten von Inhalten, die rechtmäßig auf Internetplattformen liegen, offensichtlich dem Verlinken gleich und erlauben dies.
Mehr Infos dazu finden Sie in einer Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs von 2015:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2015&Sort=3&nr=71618&pos=0&anz=115 [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018].
Auf dieser Seite finden Sie ebenfalls den Link zur genauen Urteilsbegründung (BGH vom 9. Juli 2015 - I ZR 46/12).


Darf ich Abbildungen aus technischen Fachbüchern oder Hochschul-Lehrbüchern verwenden, z.B. auf Powerpoint-Folien, die ich elektronisch zur Verfügung stelle ? Unter welchen Bedingungen ? (Wie) muss ich die Quelle angeben ?

Abbildungen aus veröffentlichten Werken dürfen Sie gem. § 51 UrhG (Zitatrecht) und auch gem. § 60a UrhG  (Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung) nutzen.

Folgende Bedingungen müssen dabei erfüllt sein: 

Beim Zitat gem. § 51 UrhG:

  • Die Nutzung des Zitats muss für die Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk erforderlich sein (Zitatzweck). Eine Auseinandersetzung mit dem Zitierten ist unabdingbar. Ein Zitatzweck liegt nicht vor, wenn das Zitat die eigenen Ausführungen ersetzt.

  • Zitate dürfen keinesfalls verändert werden, das gilt insbesondere für Bilder oder Abbildungen.

  • Gem. § 63 UrhG ist zwingend die Quelle und die Verfasserin oder der Verfasser anzugeben. Dies entspricht ohnehin guter wissenschaftlicher Praxis. Die Zitierweise ist von Fach zu Fach sehr unterschiedlich. In dem von der FH Aachen angebotenen Literaturverwaltungsprogramm Citavi sind Zitationsregeln von FB 7 und 8 bereits hinterlegt. Wenn Sie zu Citavi Näheres wissen möchten, wenden Sie sich bitte an Frau Horita (horita(at)fh-aachen.de).  Zu 2. Abbildungen aus dem Netz

Bei der gesetzlich erlaubten Nutzung für Unterricht und Wissenschaft gem.  § 60a UrhG:

  • Was | Diese Norm betrifft veröffentlichte Texte, Bilder, Abbildungen, Musik, Filme, Noteneditionen. Unveröffentlichte Werke, z.B. Abschlussarbeiten von Studierenden oder Entwürfe, werden nicht davon erfasst;   hierfür müssen die jeweiligen Rechteinhaber um Genehmigung gebeten werden.
    Nicht mehr erlaubt ist das Einstellen von Artikeln aus Zeitungen und Publikumszeitschriften. 

  • Wie | Die Nennung des Urhebers und der Quellenangabe sind stets erforderlich.

  • Wozu | Zur Veranschaulichung in der Lehre
    "wenn der Lehrstoff dadurch verständlicher dargestellt und leichter erfassbar wird".

  • Wie viel | Nur veröffentlichte kleine Teile eines Werkes
    • höchstens 15 % eines Buches (dazu werden alle Seiten mit überwiegend Text gezählt inkl. Inhalts- und Stichwortverzeichnis) 
    • Abbildungen dürfen vollständig genutzt werden
    • Werke geringen Umfangs (kleiner 25 S.)
    • Artikel aus wissenschaftlichen Zeitschriften: es darf jeweils ein einzelner Artikel vollständig entnommen werden.

  • Für wen | Die Regelungen gelten für Lehrende und Teilnehmende der jeweiligen Veranstaltung. Die Zugriffe auf ILIAS sollten daher unbedingt nur für den abgegrenzten Teilnehmerkreis der Veranstaltung zugänglich sein.

  • Vergütungspflicht | Diese Nutzung ist vergütungspflichtig. Nach § 60h wird eine pauschale Vergütung oder eine repräsentative Stichprobe der Nutzung vereinbart. Der Anspruch auf angemessene Vergütung kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden.

Darf ich Abbildungen aus dem Web verwenden ? Unter welchen Bedingungen ? (Wie) muss ich die Quelle angeben ? 

Nutzung von Fotos und Bildern aus dem Internet

Schnell verfügbares Bildmaterial aus dem Internet ist keineswegs urheberrechtsfrei! Auch Darstellungen wissenschaftlicher und technischer Art wie Pläne, Skizzen, Tabellen, AGBs, Mietspiegel, Kartenwerke sind geschützt. Abmahnkosten für einfache, nicht gestalterische Lichtbilder und Lichtbildwerke mit hoher gestalterischer Schöpfungshöhe können zwischen 500 und 3.500 Euro kosten. Aber auch für Bilder gilt, Sie dürfen diese zitieren. Auch hier dürfen keinerlei Veränderungen angebracht werden, der Zitatzweck muss erfüllt sein und es gehört die genaue Quellenangabe dazu. Internetpublikationen sollten in Anlehnung an das für das Zitieren gedruckter Veröffentlichungen gewählte Muster (Autor, Titel, Erscheinungsort, Jahr) mit der URL und dem Datum des letzten Aufrufs zitiert werden.

Eine Beispielsammlung für das richtige Bildzitat finden Sie hier.

Lizenzfreies Material dürfen Sie verwenden. Diese Materialien sollten Sie auf Lizenzfreiheit geprüft haben. Daher sind bei der Bildersuche freie Quellen zu nutzen, z. B. können Sie bei der erweiterten Google-Bildersuche die Suche auf freie Lizenzen eingrenzen.

https://www.google.de/advanced_image_search [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018].

Unter dem nachfolgenden Link findet man Infos und Links zu den entsprechenden Angeboten:
https://www.bildersuche.org/kostenlose-bilder-lizenzfreie-fotos.php   [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018]

 

Gutachten Urheberbenennung bei Fotos [zuletzt gesehen 14.07.2020]:


 

 

Urheberrechtsblog und Materialien

Der Rechtsanwalt Dr. Till Kreutzer betreibt mit anderen zusammen  einen Blog, der sich dem Thema Urheberrecht in der digitalen Welt widmet: http://irights.info/ [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018]

Rechtsfragen zur Digitalisierung in der Lehre. Praxisleitfaden zum Recht bei E-Learning, OER und Open Content. Von Rechtsanwalt Dr. Till Kreutzer und Tom Hirche. Stand Oktober 2017 [Ausführungen zu §60a sind enthalten]

Materialien zum Internetrecht vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht – Zivilrechtliche Abteilung – - Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universität Münster) Prof. Hoeren ist auch der „Social-Media-Berater“ der FH Aachen. Stand März 2018. http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/itm/wp-content/uploads/Skript-Internetrecht-Maerz-2018.pdf [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018] 

 


Nützliche Links anderer Hochschulen

RWTH: Informationen zum Urheberrecht https://www3.elearning.rwth-aachen.de/l2p/start/SitePages/Anleitungen.aspx [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018]

Arbeitsgruppe Urheberrecht der Ruhr-Universität Bochum. Fortlaufend aktualisierte Seiten in Zusammenarbeit mehrerer Universitäten im Ruhrgebiet. http://www.urheberrecht.uamr.de/lehre/index.html [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018]

Universität Freiburg: https://www.rz.uni-freiburg.de/services/elearning/legal [zuletzt aufgerufen am 18.05.2018]

Urheberrechts-FAQ Hochschullehre von Achim Förster (FH Würzburg-Schweinfurt) [zuletzt aufgerufen am 03.07.2020]

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