ETAROB - mobile Plattform für die Feldrobotik

Konventionelle Landmaschinen entwickeln sich zu immer größeren und schwereren Spezialmaschinen. Nutzflächen werden zunehmend verdichtet und müssen jährlich aufwendig aufbereitet werden. Dabei werden 40-50% des Treibstoffs in der Landwirtschaft eingesetzt. Die schwere Bodenbearbeitung erfordert besonders leistungsstarke Zugmaschinen, welche bei anderen Produktionsprozessen nicht annähernd ausgelastet sind.

Autonome Landmaschinen, wie ETAROB, sind kleiner und arbeiten dafür in großer Stückzahl – im sog. Schwarm. Dadurch kann der Boden geschont werden und schwere Bodenbearbeitung ist nicht mehr erforderlich.

Film ansehen

 

Diese sog. Feldroboter bieten darüber hinaus große Vorteile durch ununterbrochenen Feldeinsatz (24/7). Durch die geringe Bodenbelastung können sie bei jedem Wetter auf den Nutzflächen fahren. Sie werden nicht müde und brauchen keine Pausen.

Mit diesem Ansatz werden geringe Fahrgeschwindigkeit und geringe Arbeitsbreite kompensiert. Gleichzeitig lohnt sich der Einsatz intelligenter Sensoren. ETAROB ist eine Basisplattform mit einem abgeschlossenen Arbeitsraum von vier Quadratmetern, welcher prozesssicher überwacht wird. Innerhalb des Arbeitsraums erkennen Kameras basierend auf Ansätzen des maschinellen Lernens jede Pflanze, egal ob Beikraut oder Nutzpflanze.

Dieser Ansatz und die gewählte Systemgröße ermöglicht mittelfristig die Elektrifizierung der Landwirtschaft. Ein Aspekt der im Bereich konventioneller Landmaschinen nicht denkbar ist.

Die fortschrittliche Sensorik und Präzision des Roboters stellt eine wirtschaftliche Alternative zu selektiven Pflanzenschutzmitteln, wie Glyphosat, dar.

Insbesondere im Gemüsebau werden einige Produktionsschritte, wie die Unkrautregulierung, oder die Ernte noch von Feldarbeitern ausgeführt. ETAROB stellt auch hier eine Alternative zu monotonen körperlich anstrengenden Feldarbeiten dar. Die Kompatibilität der Sensormodule zu verschiedenen Anbauwerkzeugen ermöglicht die Adaption auf beliebige Arbeitsprozesse, wie Unkrautregulierung, Düngen und Ernten.

Die vielen Feldroboter behandeln dabei jede Pflanze individuell. Neben den Vorteilen bei der Pflege bieten sich dadurch auch große Potentiale bei der Ernte. Insbesondere im Gemüsebau verbleiben bei vielen Kulturen 10-30% der Ernte auf dem Feld, da Gütekriterien wie Zielgewicht und Größe nicht homogen erreicht werden. Es entsteht Ausschuss. Der Roboter weiß auf Grund einer digitalen Bonitur – der fachmännischen Bewertung landwirtschaftlicher Erzeugnisse – schon im Vorfeld wann welche Pflanze im richtigen Stadium geerntet werden kann. Wiederum kann durch zielgerichtete Düngung und Bewässerung eine termingerechte Abnahmemenge bereitgestellt werden und zugleich können Pflanzen, die noch nicht alle Gütekriterien erfüllen später geerntet werden.

x