Innovative Fügetechniken

Robotergestützes MSG-Schweißen.

Die Fügetechnik ist eine Schlüsseltechnologie sowohl in handwerklich geprägten als auch in industriellen Produktionsumgebungen. Kaum ein Produkt kommt ohne sie aus, dies galt bereits für einfachste Werkzeug in der Steinzeit und gilt heutzutage umso mehr für komplexe aktuelle Produkte, beispielsweise moderne Fahrzeugkarosserien in Multimaterialbauweise.

Die fügetechnischen Labore am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik umfassen ein schweißtechnisches Labor, ein klebtechnisches Labor sowie ein metallographisches Labor mit umfassender moderner Anlagenausstattung. Die Themenschwerpunkte in den Laboren liegen auf der industriegerechten Anwendung und Weiterentwicklung der Verfahrens- und Prozesstechnik.

Aktuelle Forschungsfelder sind beispielsweise das automatisierte Schweißen kleiner Losgrößen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit (siehe Projekt PROEK), die Entwicklung eines ergonomischen Beizpinsels zur effizienten Nachbearbeitung von Schweißnähten (siehe Projekt iRemoV), die schweißtechnische Untersuchung eines neuartigen Plasma­brenners (siehe Projekt MWP-Welder), die Entwicklung einer neuartigen Technologie und Anlagentechnik zum Laserstrahlschweißen im Vakuum (siehe Projekt LaVa-X) sowie das Fügen additiv gefertiger Bauteile (VacuFL3X) oder natürlich gewachsener Bambusrohre (camboo).

Neben der Forschung und Entwicklung werden in den Laboren auch theoretische und praktische Seminare für Studierende, Projektpartner und andere Interessierte durchgeführt. Folgend finden Sie Informationen über die aktuellen Forschungsaktivitäten.

VacuFl3x - Neuartige Vakuumwalze | 10.2019 – 07.2021

Ziel des ZIM Kooperationsprojektes VacuFL3X ist die Entwicklung einer neuartigen Vakuumwalze zum sicheren und flexiblen einseitigen Antrieb von Warenbahnen inkl. der erforderlichen Isolation von Bahnspannungen. Das System soll die bei heutigen am Markt verfügbaren Walzen vorhandenen Qualitäts­probleme eliminieren, den Wirkungsgrad erhöhen, eine konstruktiv einfache Anpassung an Kundenwünsche ermöglichen und neuartige Funktionen integrieren, die den Fertigungsprozess gedruckter Schaltungen verbessern.

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iRemoV - Intelligente elektrochemische Beizverfahren | 01.2019 – 12.2020

Das Ziel dieses ZIM Kooperationsprojekts ist gemeinsam mit der GSM GmbH die Ent­wicklung des innovativen Systems iRemoV, einer neuen Generation von Geräten für das elektrochemische Beizen, die zur Nachbehandlung geschweißter Edelstahl­bauteile eingesetzt werden. Das System iRemoV ist in der Lage, alle wesentlichen prozessrelevanten Parameter zu erfassen, in engen Grenzen einzustellen und intelligent zu regeln. Das umfasst auch die Regelung der Elektrolytzufuhr, die Absaugung der im Prozess entstehenden nitrosen Gase auf Basis der Leistungsparameter des Beizprozes­ses sowie den Einsatz speziell angepasster Elektrolyte.

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ProeK - Produktionseffizient in der Kleinserie | 03.2017 – 02.2020

Das Forschungsvorhaben „Produktionseffizienz in der Kleinserie“ (ProeK) zielt darauf ab, innovative technische Lösungen zu entwickeln und zu untersuchen, um Kleinserien im Zukunftsfeld Elektromobilität kostengünstig, effizient und flexibel herstellen zu können.

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Camboo - Natürlich leicht | 01.2019 – 12.2020

Ziel des Projektes camboo ist es, natürlich gewachsenes Bambus­rohr zu einem industriell nutzbaren Leicht­bauwerkstoff zu machen. Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt und stellt gleichzeitig sehr geringe Anforderungen an die Bodenqualität. Die mechanischen Eigen­schaften von Bambus sind vergleichbar mit Aluminium.

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MWP Welder - Neuartiges Plasmaschweißgerät | 01.2018 - 12.2019

Ziel des ZIM-Forschungsprojektes des Microwave-Plasma-Welder (MWP-Welder) ist die Entwicklung eines neuartigen Plasma­schweißgeräts mit frei brennendem Strahl, hoher Stabilität und Energiedichte. Hierzu wird in Zusammenarbeit mit dem Fach­bereich Elektrotechnik und der Aixcon PowerSystems GmbH aus Stolberg ein System entwickelt, als Demonstrator aufgebaut und optimiert.

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LavaX - Laserstrahlschweißen im Vakuum | 04.2018 - 09.2019

In Kooperation mit dem Team von Prof. Dr. Markus Schleser am Fachbereich Maschinen­bau und Mechatronik der FH Aachen und dem Herzogenrather Unternehmen CleanLaser entwickeln Dr. Christian Otten und sein Team das Laserstrahlschweißen im Vakuum zur Marktreife. Die neuartige Technologie Verfahren ist nicht nur präziser und sauberer als etablierte Schweißmethoden, sondern auch deutlich umweltfreundlicher.

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Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Markus Schleser

Lehrgebiet Füge- und Trenntechnik / Lasertechnologie
Raum Goe 00308
T: +49.241.6009 52385
F: +49.241.6009 52368
schleser(at)fh-aachen.de | Homepage | Veranstaltungen
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