W. u. J. Derix GmbH & Co. -

11. April 2019

Stipendiatinnen und Stipendiaten der FH Aachen zu Gast bei der W. u. J. Derix GmbH & Co.

Markus Derix, Geschäftsführender Gesellschafter der W. u. J. Derix GmbH & Co., begrüßt die Stipendiatinnen und Stipendiaten und zeigt sich überrascht ob der Bandbreite an vertretenen Fachrichtungen – Holzingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Architektur, Energiewirtschaft, Produktdesign, Elektrotechnik und Maschinenbau. In einer Vorstellungsrunde wird schnell das vielschichtige Interesse der Exkursionsteilnehmerinnen und –teilnehmer am Thema „Holzbau“ deutlich.

Als inhabergeführtes Familienunternehmen mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an zwei Produktionsstandorten und mit Niederlassungen in Deutschland und den Niederlanden gehört die Derix Firmengruppe zu den marktführenden Herstellern von verleimten Holzprodukten.

Den Schwerpunkt des Unternehmens bildet der konstruktive Holzleimbau. Dipl.-Ing. Markus Steppler, Vertriebsleiter der W. u. J. Derix GmbH & Co., erläutert den Herstellungsprozess von X-LAM (Brettsperrholz), mit dem man großformatige Bauelemente ermöglicht, und stellt in einer Präsentation nationale wie internationale Projekte vor. „Architekten schätzen den Baustoff Holz wegen seiner besonderen optischen und haptischen Eigenschaften. In Holzleimbauweise können außergewöhnliche und komplexe Formen wirtschaftlich umgesetzt werden“, erklärt er. „Dabei ist es wichtig, dass der Kunde sein Produkt möglichst genau im Entstehungsprozess verfolgen kann. Wir bieten mit der Adaptierung von BIM-Modellen auch die Darstellung eines 1:1 Modells, das der Kunde virtuell begehen kann.“

Gemeinsam mit Sascha Felten, selbst FH-Aachen-Absolvent und jüngst im Unternehmen in der Projektabwicklung, beantworten der Geschäftsführer und der Vertriebsleiter ausführlich die vielen Fragen der Stipendiatinnen und Stipendiaten zu technischen Lösungen, Materialherkunft, Raumklima und Kostenvergleich mit Standardbau. Aber der Fertigungsprozess lässt sich am besten vor Ort in der Produktion nachvollziehen. Beim Rundgang durch die Werkshallen werden die Dimensionen der Bauteile erst deutlich; besonders beeindrucken die CNC-gesteuerten vollautomatischen Abbundmaschinen, die präzise Öffnungen und Vertiefungen in Bauelemente fräsen und so innovatives, modulares Bauen ermöglichen.

Trotzdem ist die W. u. J. Derix GmbH & Co. ein Nischenanbieter. „Holz ist kein Baustoff wie jeder andere“, erklärt Markus Derix diesen Umstand. „Mit seinen ökonomischen und ökologischen Vorteilen ist der Baustoff visionär, aber eben gerade in Deutschland noch nicht etabliert. Da ist noch Luft nach oben.“ Ein Imagewandel sei angestoßen, aber notwendig sei auch die Anpassung rechtlicher und normativer Grundlagen. Grade wegen der Begrenztheit klassischer Baurohstoffe, wie z.B. Sand, liege viel Potenzial im Holzbau, aber auch im Zusammenbringen verschiedener Werkstoffe.

„Ich freue mich über das rege Interesse junger Leute an unserem Thema und schätze die Zusammenarbeit mit der FH Aachen sehr. Ich hoffe, dass wir, auch durch unsere neue, agile Arbeitsstruktur, als ein interessanter, zukunftsträchtiger Arbeitgeber wahrgenommen werden“, bedankt sich Markus Derix abschließend bei den Besucherinnen und Besuchern.

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Bilder: Denise Botzet

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