Aluminium Warmumformung

Grenzen sprengen im Leichtbau

Die Projektvorstellung beim Themenabend an der FH Aachen. Foto: FH Aachen l Marius Ronshausen

Der innovative Leichtbau bietet mittels revolutionärer Fertigungstechniken und neuartiger Werkstoffe nicht nur einen Mehrwert für die Wirtschaft, sondern auch für Umwelt und Gesellschaft. Extremen metallischer Leichtbau zu wettbewerbsfähigen Konditionen umzusetzen ist eine globale Herausforderung. Aktuell sind die Einsatzmöglichkeiten von metallischen Werkstoffen mangels effizienter Verarbeitungsverfahren, insbesondere der hochfesten Legierungen, im Leichtbau noch lange nicht ausgeschöpft. Doch die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung zeigt schon heute das große Potential hochfester Legierungen für innovative Leichtbau-Lösungen in der Massenproduktion von morgen.

Auf der Basis von NRWs umfangreichen Leichtbau-Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft hat sich daher ein industriegeführtes Konsortium in dem gemeinsamen Vorhaben "Lightness.NRW – Material- und Prozessentwicklung für
den Einsatz von höchstfesten, recyclebaren sowie umweltfreundlichen Aluminiumlegierungen im großserientauglichen Ultraleichtbau für die Mobilität der Zukunft" zusammengefunden. Am vergangenen Donnerstag kamen an der FH Aachen zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um sich im Rahmen des Themenabends "Aluminium Warmumformung – Grenzen sprengen im Leichtbau" über die gewonnenen Erkenntnisse und Projektergebnisse zu informieren und die Resultate im Detail zu diskutieren. Das Automobiltechniklabor der FH Aachen erläuterte als Mitglied des Projektkonsortiums das Projektziel: die Entwicklung einer vollständigen und durchgängigen Prozesskette vom Aluminium-Barrenguß bis hin zum Automobilhersteller für die Großserienimplementierung einer neuartigen Material-/Prozess Kombination. Mit dem Erreichen des Ziels kann mit der Umformung von hochfesten Aluminiumlegierungen neues Leichtbaupotenzial erschlossen werden.

Veranstaltet vom Cluster NMWP.NRW gemeinsam mit dem Konsortium gab der Themenabend einen Einblick in die Potentiale der neuen Hot Die Forming (HDF)-Technologie und zeigte auf, wie mit der Aluminium-Warmumformung bisherige Grenzen im Leichtbau gesprengt werden und neue Maßstäbe gesetzt werden können.

Als Auftakt der Veranstaltung konnten das Automobiltechniklabor (ATLab) der FH Aachen und das Institut für Bildsame Formgebung (IBF) der RWTH Aachen besichtigt werden.

Im Anschluss an die spannenden Vorträge zum extremen metallischen Leichtbau aus Wirtschaft und Wissenschaft – von Labor und Forschung bis hin zur Integration innovativer Leichtbauteile beim Fahrzeughersteller – konnten die gewonnenen Erkenntnisse und daraus resultierende neue innovative Ansätze beim Get-together diskutiert werden.