AALE zeichnet hervorragende Abschlussarbeiten aus

Die Konferenz für Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung (AALE) zu Gast an der FH

Ein Profilmerkmal vieler Fachhochschulen ist die besonders enge Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie die intensive Vermittlung von Kontakten zwischen Studierenden und Unternehmen. Welche hervorragenden Ergebnisse bei solchen Kooperationen erzielt werden, zeigt der Student Award, der seit 2008 im Rahmen der Konferenz für Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung (AALE) verliehen wird. Teilnahmeberechtigt sind alle Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen deutschsprachiger Studiengänge aus dem Umfeld der Automatisierungstechnik. Sechs von ihnen wurden in diesem Jahr nominiert und haben ihre Arbeiten während der Konferenz an der FH Aachen präsentiert.


Der Student Award für Bachelorstudierende ging an Stefan Luthardt von der HTWK (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) Leipzig für seine Arbeit über die „Entwicklung eines Softwarewerkzeugs zur Identifikation von Regelstrecken und Konfiguration von Reglern auf Speicherprogrammierbaren Steuerungen“. Er programmierte die Software ePICC als Open-Source-Projekt, sodass sie frei zugänglich verwendet und weiterentwickelt werden kann. Stefan Köhler gewann den Award für Masterstudierende. Der Titel seiner Arbeit lautete „Entwurf und Analyse eines Datenfusionsalgorithmus zur Lagefindung eines Kleinstflugzeugs“. Damit gelingt es, die Lage eines Quadrokopters besser zu stabilisieren, eine Schwebeplattform, die mithilfe von vier Propellern in der Luft gehalten wird. Die Sponsoren der Preise waren National Instruments GmbH und Bayer Technology Services GmbH. 500 Euro gab es für Stefan Luthardt, Stefan Köhler erhielt ein Preisgeld von 1000 Euro.


Seit 2004 findet die AALE jährlich statt. In diesem Jahr war der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der FH Aachen Gastgeber. Mittlerweile ist die AALE zu einem bewährten Forum für Hochschulangehörige sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Industrie geworden. „Ich besuche die AALE seit ihrer Gründung fast jedes Jahr – sie hat mir immer wichtige Impulse in der Lehre und in der Kooperation mit Partnern gegeben“, sagt Prof. Dr. Ulrich Hoffmann, der die Konferenz an der FH organisiert hat.


An zwei Tagen fanden im FH-Gebäude Eupener Straße rund 40 Vorträge zu Trends in der Automatisierungstechnik, Kooperationen zwischen Hochschule und Industrie sowie zum Themenkomplex Lehre und Ausbildung statt. Schwerpunkte waren Automatisierungstechnik und -systeme, Elektrotechnik, Informatik, Mechanik, Robotik und Verfahrenstechnik. Die AALE 2012 bot außerdem im Foyer des Gebäudes Raum für Firmen zur Präsentation, wie zum Beispiel SEW Eurodrive. Die Firma stellte einen Fahrsimulator aus, der gemeinsam mit der FH Gelsenkirchen entwickelt wurde. Damit demonstrierte das Unternehmen ebene jene Potenziale der Zusammenarbeit von Fachhochschulen und Industrie, die die AALE mit dem Student Award zu fördern sucht.   

Die Pressemitteilung über die AALE 2012 als pdf-Dokument.