FAQ zu Impfungen in der Hochschulärztlichen Einrichtung

Praktische Hinweise zur Anmeldung und Durchführung der Impfung

Wie kann ich mich zur Impfung anmelden?

Alle, die bislang noch keine Impfung erhalten haben und zwei Impftermine benötigen, können sich unter diesem Link https://ecampus.rwth-aachen.de/vo/rwthcoronaimpfung zur Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) anmelden. Der Termin für die zweite Impfung wird in Abstand von 3 Wochen automatisch zugewiesen.

Sofern Sie lediglich einen Einzeltermin buchen möchten, ist dies unter diesem Link https://ecampus.rwth-aachen.de/units/hsa möglich.

1.    Termin für eine Zweitimpfung

  • ab 4 Wochen nach einer Janssen-Impfung (Johnson&Johnson) mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer)
  • 3-6 Wochen nach einer Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) Impfung
  • 4-6 Wochen nach einer Spikevax® (Moderna) Impfung

2.   Termin für eine Auffrischimpfung

  • in der Regel 6 Monate nach der 2. Impfung

3.   Impfung nach nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion

  • Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen 1 Impfstoffdosis erhalten, frühestens 4 Wochen nach der Erkrankung.
  • Bei Personen, bei denen nach der 1. Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen wurde, sollte die 2. Impfstoffdosis frühestens 4 Wochen nach Genesung verabreicht werden.
  • Personen, die vor oder nach der COVID-19-Impfung eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird derzeit keine Auffrischimpfung empfohlen.

 

Was muss bei der Terminvergabe berücksichtigt werden?

Das Online-Tool zur Anmeldung für einen Impftermin erlaubt die freie Terminwahl innerhalb der Öffnungszeiten des Impfzentrums.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass im Doppeltermin-Buchungstool der Folgetermin bei Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) im Abstand von drei Wochen vergeben wird. Eine Verschiebung des Zweittermins ist aus zwingenden Gründen vor Ort (bei der Erstimpfung) möglich. Bitte stellen Sie deshalb bereits bei der Wahl des ersten Termins sicher, dass Sie den Folgetermin wahrnehmen können.

Die Auffrischimpfung soll in der Regel 6 Monate nach der aus 2 Impfstoffdosen bestehenden Grundimmunisierung verabreicht werden. Personen, die vor oder nach der COVID-19-Impfung eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird derzeit keine Auffrischimpfung empfohlen.

Jeder Termin entspricht einer Impfdosis. Sehen Sie bitte aufgrund der kurzen Haltbarkeit der Impfstoffe von Mehrfachbuchungen und möglichst auch von kurzfristigen Terminänderungen ab.
Auch wenn in Deutschland aktuell kein Impfstoffmangel mehr herrscht, sieht die weltweite Situation anders aus. Wir bitten daher auch unter diesem Aspekt um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Terminressourcen, denn wir möchten keine Dosis verschwenden.

Sollten Sie an Ihrem Impftermin verhindert sein, nehmen Sie bitte unverzüglich Kontakt mit dem Impfzentrum (0241/80-38777 oder coronaimpfung(at)hsa.rwth-aachen.de) auf.

 

Sind Corona- und Grippeimpfung gleichzeitig möglich?

Gemäß Empfehlung der STIKO können COVID-19- Impfungen und die Verabreichung anderer sogenannter Totimpfstoffe (inaktivierte Impfstoffe, die abgetötete Erreger oder auch nur Erreger-Bestandteile beinhalten, und die sich nicht vermehren und keine Erkrankung auslösen können) gleichzeitig erfolgen. Dies gilt insbesondere für die Influenza-Impfung, sofern eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Influenza als auch gegen COVID-19 besteht. In diesem Fall soll die Injektion jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. Bei gleichzeitiger Gabe von COVID-19-Impfstoffen und Influenza-Impfstoffen (inkl. Hochdosis-Impfstoffen) ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung.

Zu Impfungen mit Lebendimpfstoffen (z.B. Masern-Mumps-Rötel, Windpocken) soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden.

 

Wo befindet sich das Impfzentrum?

Die Impfung erfolgt im eigens dafür eingerichteten Impfzentrum in der Uniklinik RWTH Aachen, Spiegelsaal, Aufzug B2, Etage E, Flur 03, Raum 01.

Gibt die Hochschulärztliche Einrichtung meine persönlichen Daten weiter?

Im Rahmen des "Digitales Impfquotenmonitoring" gibt die Hochschulärztliche Einrichtung folgende Daten an die Bundesdruckerei weiter: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, PLZ, Impfdatum, Chargennummer, Impfstoff, Erst-Folgeimpfung, Erfassungsdatum.

Die Daten werden hier im Auftrag des RKI (Robert Koch-Institut) zwischengespeichert und vom RKI täglich abgerufen.

Erhalte ich von der Hochschulärztlichen Einrichtung auch ein digitales Impfzertifikat?

Sie können das digitale Impfzertifikat nach der Impfung vor Ort im Impfzentrum in der Uniklinik Aachen oder in einer Apotheke erhalten. In welcher Apotheke ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht, erfahren Sie beispielsweise hier. Nehmen Sie Ihren Impfpass und ein Ausweisdokument mit.

Weiterführende Informationen zum digitalen Impfzertifikat finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

 

Ich wurde außerhalb der EU geimpft und meine Impfung wird nicht als gleichwertiger Impfstoff durch das Paul-Ehrlich Institut anerkannt. Kann ich dennoch an Veranstaltungen der FH teilnehmen?

Sie können teilnehmen, indem Sie einen gültigen negativen Testnachweis erbringen.

Ich wurde außerhalb der EU geimpft und meine Impfung wird nicht als gleichwertiger Impfstoff durch das Paul-Ehrlich Institut anerkannt. Kann ich mich erneut impfen lassen?

Seit dem 17.09.2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine erneute Impfserie auch für Personen, die im Ausland bereits mit nicht in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoffen geimpft wurden, um in der EU den Status als Geimpfte zu erlangen. Die Impfserie soll in einem Mindestabstand von ≥28 Tagen begonnen werden.

Ab sofort besteht die Möglichkeit unter diesem Link sich für zwei Impftermine anzumelden. Der Termin für die zweite Impfung wird in Abstand von 3 Wochen automatisch zugewiesen. Beide Impfungen erfolgen mit dem Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer).

In solchen Fällen kann es vorkommen, dass vermehrte lokale und systemische Reaktionen auftreten, die an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet werden sollen.

 

Besteht eine Wahlmöglichkeit bei den Impfstoffen?

Ja, bei der Terminbuchung können Sie angeben, mit welchem Impfstoff Sie gerne geimpft werden möchten.
Aktuell steht im Impfzentrum der Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) und Spikevax® (Moderna) zur Verfügung.

Die Grundimmunisierung erfolgt grundsätzlich mit dem Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) und die Auffrischungsimpfungen werden mit einer einmaligen Impfung von dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) oder Spikevax® (Moderna) durchgeführt. Personen unter 30 Jahren und Schwangeren werden ausschließlich mit dem Impfstoff Comirnaty geimpft.

Für die Auffrischimpfung soll möglichst der mRNA-Impfstoff benutzt werden, der bei der Grundimmunisierung zur Anwendung gekommen ist. Bei Personen unter 30 Jahren empfiehlt die STIKO aufgrund des höheren Myokarditisrisikos ausschließlich mit dem Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) zu impfen. Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Spikevax (Moderna) kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskelentzündung und Herzbeutelentzündung.  

Während die Auffrischimpfung mit Comirnaty®(BioNTech/Pfizer) mit der gleichen Dosierung wie für die Grundimmunisierung erfolgt, wird Spikevax® (Moderna) in geringerer Dosierung (halbe Dosis, 50µg) verwendet. Dabei ist es irrelevant, ob die Grundimmunisierung nach homologem oder heterologem Impfschema erfolgte.
Personen mit Immundefizienz erhalten als Auffrischimpfung hingegen die identische Dosierung der Grundimmunisierung (100 µg).

Wie wird geimpft und wer macht das?

Das Impfzentrum wird von der Hochschulärztlichen Einrichtung betrieben.
Bevor Sie zum Impftermin kommen, lesen Sie bitte das Aufklärungsmerkblatt durch. Zur Impfung bringen Sie bitte den ausgefüllten Einwilligungsbogen sowie Ihren Impfausweis mit.

Der Impfstoff wird dabei in den Muskel im Oberarm (i.m.) von einer/einem Ärztin/Arzt oder einer Medizinischen Fachangestellten (MFA) mit Impferlaubnis injiziert. Anschließend steht ein Ruheraum (Café Lounge auf der Empore des Personalrestaurants) für eine Nachbeobachtungsdauer für 15 bis 30 Minuten zur Verfügung. Auch hier wird medizinisches Personal anwesend sein. Treten akute Nebenwirkungen auf, kann also sofort geholfen werden.

 

Wer kann sich impfen lassen?

Ist die Impfung gegen SARS-CoV-2 verpflichtend?

Die Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus ist in ganz Deutschland freiwillig und für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

Warum sollte ich mich gegen das Coronavirus impfen lassen?

10 Gründe, warum Sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen sollten:

1. Vorbeugen ist besser als erkranken
Niemand kann vorhersagen, ob eine Infektion mit dem Coronavirus mild oder schwer verläuft. Am besten ist es daher, eine Infektion ganz zu vermeiden und sich gegen das Virus SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Dafür stehen in Deutschland aktuell vier zugelassene Impfstoffe zur Verfügung, die nachweislich vor schweren Krankheitsverläufen und den bislang bekannten Virusvarianten schützen. Modellrechnungen des Robert Koch-Instituts zufolge haben Impfungen bereits rund 76.600 stationäre, etwa 19.600 intensivmedizinische Fälle und mehr als 38.300 Sterbefälle verhindert.

2. Auch Jüngere können schwer erkranken
Nicht nur ältere Menschen können schwer an COVID-19 erkranken, auch bei Jüngeren können schlimme Krankheitsverläufe und Langzeitfolgen wie schwere Erschöpfungszustände, anhaltende Atemnot oder neurologische Schäden („Long Covid“) auftreten. Einer Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zufolge leidet jede zehnte erkrankte Person an COVID-19-Spätfolgen.

3. Die Corona-Impfstoffe sind sicher und wirksam
Alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe haben das übliche Prüfverfahren der EU durchlaufen und erfüllen die hohen europäischen Sicherheitsstandards. Das heißt, die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden genauso überprüft wie bei allen anderen Arzneimitteln – nur, dass es diesmal schneller ging, weil alle relevanten Schritte parallel statt hintereinander stattfanden.

4. Die Impfung birgt weniger Risiken als eine Corona-Infektion
Einige Menschen sind verunsichert und befürchten Impfschäden infolge einer Corona-Schutzimpfung. Dabei liegt das Risiko einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach einer COVID-19-Impfung bei gerade einmal 0,02 Prozent. Deutlich größer ist dagegen die Gefahr, dem Virus ungeimpft zu begegnen: Jede siebte Person, die sich infiziert, muss mit einem schweren COVID-19-Verlauf rechnen (14 Prozent).

5. Impfungen sind mittlerweile leicht zugänglich
Inzwischen ist genug Impfstoff vorhanden, um allen Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren in Deutschland zeitnah ein Impfangebot zu machen.

6. Mit einer Impfung schützen Sie sich und andere
Die Corona-Impfung schützt nicht nur die eigene Gesundheit. Sie reduziert auch das Risiko, das Coronavirus SARS-CoV-2 auf andere zu übertragen. Dadurch werden auch Menschen geschützt, die sich nicht impfen lassen können – zum Beispiel Personen, die sich aufgrund von Vorerkrankungen nicht impfen lassen können und Kinder unter 12 Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist.

7. Impfen verhindert die Ausbreitung des Virus – und weitere Lockdowns
Jede Impfung hilft, das Coronavirus in Schach zu halten und die Pandemie in den Griff zu bekommen. Denn je mehr Menschen durch eine Impfung vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt sind, desto häufiger trifft das Virus auf Menschen, die sich nicht mehr anstecken können – und umso schlechter kann es sich ausbreiten. Das ist auch mit Blick auf das dynamische Infektionsgeschehen durch die Virusvarianten wichtig, denn: Je weniger Infektionen es gibt, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass neue gefährliche Mutationen entstehen.

8. Impfen entlastet das Gesundheitssystem
Je mehr Menschen durch eine vollständige Corona-Impfung vor schweren Krankheitsverläufen geschützt sind, desto weniger mit SARS-CoV-2 infizierte Personen müssen im Krankenhaus (intensivmedizinisch) behandelt werden. Das entlastet das Gesundheitssystem. Je weniger Corona-Infektionen auftreten, desto besser gelingt zudem die Kontaktnachverfolgung und Infektionsketten können schneller unterbrochen werden.

9. Die Impfung bringt Normalität in den Alltag zurück
Ob Social Distancing, Homeoffice, Studieren zu Hause oder Homeschooling – die Pandemie hat allen Menschen viel abverlangt. Dank des nationalen Impffortschritts ist zwar wieder mehr Normalität in unseren Alltag zurückgekehrt. Dennoch sollte niemand auf den Schutz durch immer mehr Geimpfte und die aktuell niedrigen Inzidenzen vertrauen und auf das Impfen verzichten. Denn Berechnungen des Robert Koch-Instituts zufolge müssen mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen gegen COVID-19 geimpft sein, um die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit zu reduzieren, dass ein Gemeinschaftsschutz in der Bevölkerung entsteht. Bei den über 60-Jährigen müssten es sogar 90 Prozent sein. Deshalb gilt nach wie vor: Jede Impfung zählt, um die Pandemie zu beenden!

10. Ein vollständiger Impfnachweis erleichtert das Reisen
Viele Länder erleichtern vollständig Geimpften die Einreise, auch die Test- und Quarantänepflicht entfällt vielerorts mit gültigem Impfnachweis. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass vollständig Geimpfte das Virus weitertragen, ist deutlich geringer. Eine Impfpflicht gibt es nicht, aber den besten Schutz bietet eine vollständige Impfung in Kombination mit der AHA+A+L-Formel.

Können sich Personen mit einer akuten Erkrankung impfen lassen?

Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5°C leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5°C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben. Die Impfung ist möglich, sobald Sie nach der Erkrankung wieder fieber- und beschwerdefrei sind.

Können sich Personen mit chronischen Erkrankungen impfen lassen?

Chronische Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Asthma, Herz- oder Nieren-insuffizienz oder Übergewicht stellen keine Kontraindikation für die Impfung dar. Hier geht man weder von einer geringeren Schutzwirkung noch von einer erhöhten Nebenwirkungsrate aus.

Können sich Personen, die Immunsuppressiva einnehmen, eine Immunkrankheit oder eine bösartige Erkrankung haben, impfen lassen?

Die Impfung immundefizienter Personen ist besonders wichtig, da diese ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben. Deshalb wird hier in der Regel besonders zu einer Impfung geraten.

Bei der Verabreichung der Impfung gegen COVID-19 ist zu beachten:

  • Immunsupprimierende oder immunmodulierende Therapien können auch bei einer anstehenden Impfstoffgabe weitergeführt werden.
  • Empfehlenswert für die bestmögliche Impfwirksamkeit ist allerdings eine möglichst geringe Immunsuppression zum Zeitpunkt der Impfung, d.h., dass der Impfzeitpunkt zum Beispiel in die Mitte der Verabreichungsintervalle der immunsupprimierenden oder immunmodulierenden Medikation gelegt werden sollte.
  • Bei geplanter antineoplastischer Therapie („Chemotherapie“) soll die Impfung mindestens 2 Wochen vor deren Beginn erfolgen, um eine suffiziente Immunantwort zu ermöglichen.

Allerdings liegen mittlerweile deutliche Hinweise vor, dass die Immunantwort des Körpers schwächer ausfällt, sodass die Impfung nur einen reduzierten Schutz vor einer COVID-Infektion bietet. Die Gabe einer dritten Dosis, die sog. „Booster-Impfung“, mindestens 6 Monate nach Abschluss der vollständigen Erstimpfung, kann den Impfschutz verstärken (siehe Frage „Was ist mit der Auffrischimpfung?“)

In der im Epidemiologischen Bulletin 39/2021 veröffentlichten 11. Aktualisierung nimmt die STIKO Stellung zur COVID-19-Impfempfehlung von Personen mit Immundefizienz.

 

Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?

Prinzipiell kann es bei jeder Impfung (nicht nur gegen COVID-19) in sehr seltenen Fällen (1 Fall auf 100.000 bis 1 Million Impfungen) zu allergischen bzw. anaphylaktischen Reaktionen kommen. Dies kann entweder durch den Impfstoff selbst oder auch durch Hilfsstoffe/ Zusatzstoffe im Impfstoff bedingt sein.

Für Patienten mit folgenden Erkrankungen aus dem allergisch/ atopischen Formenkreis gibt es keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko (im Vergleich zur Normalbevölkerung) im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung bei Verwendung der zugelassenen Impfstoffe:

  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
  • Urtikaria (Nesselsucht)/Angioödeme
  • Rhinokonjunktivitis allergica (Heuschnupfen)
  • Asthma bronchiale (Das Asthma sollte aber zum Zeitpunkt der Impfung gut eingestellt sein)
  • Nasenpolypen
  • Nahrungsmittelallergie (insbesondere keine Probleme für Hühnereiweißallergiker, da kein Hühnereiweiß im Biontech- oder Moderna-Impfstoff enthalten ist)
  • Insektengiftallergie
  • Schmerzmittelunverträglichkeit
  • Antibiotikaallergie
  • Kontaktallergie (z.B. Nickel-, Duftstoff - oder Konservierungsmittelallergie)

Sprechen Sie uns bitte an, wenn bei Ihnen folgendes bekannt ist:

  • Schwere allergische Reaktion bei einer früheren Nicht-COVID-19-Impfung
  • Schwere allergische Reaktion nach Medikamenteneinnahme (insbesondere Abführlösungen) oder -Injektionen
  • Schwere allergische Reaktion nach Arzneimitteleinnahme und bekannter Mastozytose
  • Schwere allergische Reaktion unbekannter Ursache

Nicht geimpft werden dürfen Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf Inhaltsstoffe des Impfstoffes oder auf die erste COVID19-Impfung. U.a. können folgende Inhaltsstoffe eine Rolle spielen:

  • Polyethylenglykol (=Macrogol)
  • Tromethamin/Trometamol

(siehe hierzu: Welche Inhaltstoffe enthalten die Impfstoffe?)

Hier noch weitere Informationen zu Begleittherapien:
Patienten, die aufgrund der o.g. Erkrankungen eine Behandlung erhalten (einschließlich Antikörpertherapien wie Xolair®, Dupixent®, Nucala®, Fasenra®) können geimpft werden. Derzeit wird empfohlen zwischen Behandlung und Impfung ca. 1 Woche Abstand einzuhalten.

Zwischen der Verabreichung einer subkutanen Hyposensibilisierung/ spezifische Immuntherapie (SCIT) und der COVID19-Impfung sollte wie bei allen anderen Impfungen auch ein Mindestabstand von einer Woche eingehalten werden. Klinische Erfahrungen in Bezug auf gleichzeitige Schutzimpfung (z.B. mit dem Biontech- oder Moderna-Impfstoff) und SLIT-Behandlung sind für viele Allergen-Immuntherapeutika nicht dokumentiert. Um etwaige Reaktionen infolge der COVID-19-Impfung von Reaktionen durch die SLIT zu unterscheiden, sollte diese nach allergologischem Erfahrungswissen mindestens 1-2 Tage nach der COVID-19-Impfung pausiert werden.

 

Können sich schwangere oder stillende Mitarbeiterinnen impfen lassen?

Die STIKO spricht eine Impfempfehlung für ungeimpfte Schwangere ab dem 2. Trimenon sowie für ungeimpfte Stillende aus. Ihnen wird eine COVID-19-Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs empfohlen. Wenngleich bezüglich der Impfung von Schwangeren keine vergleichenden Sicherheitsdaten für Comirnaty und Spikevax vorliegen, empfiehlt die STIKO, dass Schwangeren unabhängig vom Alter bei einer COVID-19-Impfung Comirnaty angeboten werden soll.
Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem 2. Trimenon durchgeführt werden. Frauen im gebärfähigen Alter, insbesondere mit Kinderwunsch, empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung ausdrücklich, um bei einer zukünftigen Schwangerschaft bereits ab Konzeption über die Schwangerschaft optimal gegen diese Erkrankung geschützt zu sein. Auch enge Kontaktpersonen von Schwangeren sollten sich gemäß Impfempfehlung gegen COVID-19 impfen lassen.

  • Schwanger sein an sich ist ein relevanter Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe.
  • Die COVID-19-Impfung schützt Schwangere wie Nicht-Schwangere sehr gut vor symptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen und vor schweren COVID-19-Verläufen (die zu einer Hospitalisierung führen).
  • Nach aktueller Studienlage kommen schwere unerwünschte Nebenwirkungen nach der Impfung in der Schwangerschaft (wie Spontanabort bis 19. SSW, Totgeburten, Fehlbildungen) nicht gehäuft vor.
  • Nach Impfung ist eine Übertragung der Antikörper der Mutter über die Plazenta zum Fetus nachgewiesen. Ob dadurch ein klinisch relevanter Schutz für das Neugeborene erzielt werden kann, ist derzeit nicht klar.
  • Es gibt keine Hinweise, dass die COVID-19-Impfung während der Stillzeit ein Risiko für Mutter oder Kind darstellt.

Schwangere oder stillende Mitarbeiterinnen können sich zu dieser Frage gerne persönlich über die Hotline des Impfzentrums (38777) beraten lassen.

 

Können Frauen mit Kinderwunsch sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja, auch Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden.
Zurzeit kursiert eine Fehlinformation. Sie besagt, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Diese Aussage ist falsch. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Unfruchtbarkeit. Die Fehlinformation beruht darauf, dass das Protein, welches von den Impfungen kodiert wird, strukturell ähnlich ist wie ein Protein, das für die Fruchtbarkeit wichtig ist. Tatsächlich beschränkt sich diese Ähnlichkeit jedoch auf wenige Abschnitte des Proteins. Solche Ähnlichkeiten treten jedoch sehr häufig auf und sind nicht spezifisch für die COVID-19-Impfung. Würde so eine Ähnlichkeit unfruchtbar machen, dann würde die Infektion mit COVID-19 auch unfruchtbar machen. Dies wurde jedoch weltweit nicht beobachtet. Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet die Sicherheit dazu so: „Mit dieser Datenlage ist im Rahmen einer Arzneimittelzulassung die bestmögliche Sicherheit für den Ausschluss von Schäden an Fortpflanzungsorganen und von einer Beeinträchtigung der Fortpflanzung beim Menschen gewährleistet.“ Frauen mit Kinderwunsch können sich also gegen COVID-19 impfen lassen.

Zyklusstörungen im Nachgang zu einer COVID-19-Impfung wurden international beobachtet und werden derzeit weiter erforscht. Solche Veränderungen des Zyklus sind auch bei anderen Impfungen oder durch Infektion bekannt und werden auf die Aktivierung des Immunsystems zurückgeführt. Ein direkter kausaler Zusammenhang ist nicht bekannt. Frauen sollten aber über diese mögliche Nebenwirkung der Impfung informiert werden, um Verunsicherung vorzubeugen. Die beobachteten Störungen des Zyklus sind vorrübergehend, ohne pathologischen Wert und sind nicht mit Unfruchtbarkeit verbunden.

Eine Studie aus Israel zeigt Daten von 36 Paaren, die sich im Zeitraum der COVID-19-Impfung in einer Kinderwunschbehandlung für eine künstliche Befruchtung (IVF) befanden. Dabei wurden Dauer und charakteristische Parameter der ovariellen Stimulation, die Anzahl und die Qualität der gewonnenen Eizellen sowie die untersuchten Spermienparameter vor und nach der Impfung verglichen. Es zeigte sich, dass in dem Beobachtungszeitraum von 7-85 Tagen nach Impfung kein Unterschied zwischen diesen Parametern bestand. In einer amerikanischen Studie, die bei 45 Männern Spermienparameter untersuchte, wurde vor und nach der Impfung mit 2 Dosen eines mRNA-Impfstoffs kein Unterschied gefunden.

Die Sorge um eine mögliche Unfruchtbarkeit nach einer COVID-19-Impfung ist also unbegründet. Frauen mit Kinderwunsch können sich also gegen COVID-19 impfen lassen.

 

Soll die Impfung auch nach durchgemachter COVID-19-Infektion erfolgen?

Die STIKO empfiehlt für Personen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, die Verabreichung einer Impfstoffdosis. Es gelten folgende Empfehlungen:
1.    Personen mit gesicherter symptomatischer SARS-CoV-2-Infektion empfiehlt die STIKO eine Impfstoffdosis in der Regel 6 Monate nach der Infektion. In Anbetracht der zunehmend besseren Impfstoffverfügbarkeit und der Unbedenklichkeit einer Impfung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis jedoch bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich.
2.    Bei Personen mit gesicherter asymptomatischer SARS-Cov-2-Infektion kann die empfohlene einmalige Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.
3.    Personen, die bereits einmal gegen COVID-19 geimpft wurden und bei denen nach dieser Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durch direkten Erregernachweis gesichert wurde, sollen die 2. Impfung in der Regel 6 Monate nach Ende der COVID-19-Symptome bzw. der Diagnose erhalten. Die Gabe einer Impfstoffdosis ist auch hier bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der Symptome möglich.
4.    Personen, die vor oder nach einmaliger Impfung mit dem Janssen-Impfstoff eine labordiagnostisch gesicherte Infektion durchgemacht haben, empfiehlt die STIKO derzeit keine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff.
5.    Personen, die vor oder nach der COVID-19-Impfung eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird keine Auffrischimpfung empfohlen.

 

Warum reicht nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion eine Impfstoffdosis aus?

Aufgrund der bestehenden Immunität nach früherer Infektion ist eine Dosis ausreichend, da sich dadurch bereits hohe Antikörperkonzentrationen erzielen lassen, die durch eine 2. Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden. Ob und wann zu einem späteren Zeitpunkt eine 2. COVID-19-Impfung notwendig ist, lässt sich gegenwärtig nicht sagen. Bei Personen mit eingeschränkter Immunfunktion sollte im Einzelfall entschieden werden, ob eine Impfstoffdosis ausreicht oder eine vollständige Impfserie verabreicht werden sollte. Dies hängt maßgeblich von Art und Ausprägung der Immundefizienz ab. Auch wenn mehr als 6 Monate seit der Diagnosestellung vergangen sind, reicht eine Impfstoffdosis zur vollständigen Grundimmunisierung aus.

Die bisher vorliegenden Studienergebnisse geben insgesamt keine Hinweise darauf, dass die Impfung nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion problematisch bzw. mit Gefahren verbunden wäre, das gilt für Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfung. In den Zulassungsstudien der beiden mRNA-Impfstoffe sind auch Teilnehmer:innen eingeschlossen gewesen, die bereits im Vorfeld eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hatten. Die Impfung wurde von diesen Personen nicht schlechter vertragen als von primär seronegativen Studienteilnehmer:innen. Lokale und systemische Reaktionen nach den Impfungen waren teilweise sogar weniger stark ausgeprägt. Die Effektivität der Impfung ist nicht unterschiedlich, wenn bereits eine SARS-CoV-2-Infektion vorangegangen ist. Vor diesem Hintergrund besteht keine Notwendigkeit, vor einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten, asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Der Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion kann durch direkten Erregernachweis mittels PCR gesichert werden. Die spezifischen SARS-CoV-2-Antikörpernachweise, die in einem Labor erfolgen, welches akkreditiert ist und/oder nach RiLiBÄK arbeitet, sind mittlerweile so zuverlässig, dass sie nunmehr prinzipiell geeignet sind, einen Zustand nach SARS-CoV-2-Infektion nachzuweisen. Für den Nachweis des "Genesenenstatus" mit den daraus abgeleiteten Folgen kann ein Antikörpertest hingegen nicht herangezogen werden. Der Grund hierfür ist, dass auch hochspezifische validierte Antikörpertests keine Aussage zum Zeitpunkt der stattgehabten Infektion machen können. Der Zeitpunkt der Infektion muss gesichert sein, da der "Genesenenstatus" für den Zeitraum von mindestens 28 Tagen bis maximal 6 Monate nach Infektion definiert ist. Für diesen Zeitraum liegen Daten vor, dass die Person ausreichend geschützt ist.
 
Es ist aktuell nicht bekannt, ob man nach SARS-CoV-2-Exposition durch eine postexpositionelle Impfung den Verlauf der Infektion günstig beeinflussen oder die Erkrankung noch verhindern kann

 

Welche medizinischen Gründe (Kontraindikationen) sprechen gegen die COVID-19-Impfung?

Es gibt nur sehr wenige Gründe (Kontraindikationen), warum eine Person sich dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann.
Nach Einschätzung des RKI können nur sehr wenige Personen (Einzelfälle) aufgrund von Allergien gegen Bestandteile der COVID-19-Impfstoffe nicht geimpft werden (siehe „Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?“).
In der Regel können Personen, die mit einem der Impfstofftypen (mRNA vs. Vektor-basiert) nicht impfbar sind, mit dem jeweils anderen geimpft werden.

Für den Vektor-basierten COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) gibt es darüber hinaus zwei seltene Kontraindikationen: ein vorbestehendes Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) oder ein Kapillarlecksyndrom. Beides sind sehr seltene Vorerkrankungen (Einzelfälle). In diesen Fällen können mRNA-Impfstoffe verwendet werden.

Kinder unter 12 Jahre können aktuell nicht geimpft werden.

Infektionen mit Temperaturen >38 °C sind eine vorübergehende Kontraindikation, nach Abklingen des Fiebers kann geimpft werden.

Für Schwangere vor dem 2. Trimenon ist die Impfung generell nicht empfohlen.

 

Welche Impfstoffe werden eingesetzt?

Welche Impfstoffe werden eingesetzt?

In Deutschland sind zurzeit vier Corona-Impfstoffe zugelassen, davon wird zurzeit einer an das Impfzentrum in der Uniklinik RWTH Aachen eingesetzt: Comirnaty® (BioNTech/Pfizer).

  1. Der von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellte Impfstoff Comirnaty®. Die Zulassung von Comirnaty® durch die Europäische Arzneimittelagentur erfolgte am 21. Dezember 2020.
  2. Der Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna® der Firma Moderna, der in Kooperation mit dem US National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) entwickelt wurde. Die Zulassung durch die Europäischen  Arzneimittelagentur erfolgte am 7. Januar 2021.
  3. Der Vektor-basierte Impfstoff COVID-19 Vaccine AstraZeneca® des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca. Die Zulassung durch die Europäischen Arzneimittelagentur erfolgte am 29. Januar 2021.
  4. COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International (Johnson & Johnson) wurde am 11.03.2021 durch die Europäische Arzneimittelagentur zugelassen. Es muss im Gegensatz zu den drei anderen zugelassenen Impfstoffen nur einmal verimpft werden.

 

Was ist ein mRNA-Impfstoff?

Die Impfstoffe sind gentechnisch im Labor hergestellt und bestehen aus mRNA (engl.: messengerRNA = Boten-RNA), eingepackt in kleine Lipid- oder Fetttröpfchen, sogenannten Nanopartikeln. Auf der mRNA befindet sich der Bauplan für ein Oberflächenantigen, das sogenannte Spike-Antigen des SARS-CoV-2-Virus. Gelangt diese mRNA in die Zielzelle, benutzt sie den körpereigenen Mechanismus (Ribosomen) zur Herstellung von Eiweißen, in diesem Fall zur Herstellung des viralen Oberflächenantigens. Gegen diese Antigene entwickelt der Körper dann Antikörper, um sich beim tatsächlichen Kontakt mit dem Virus entsprechend schützen zu können. Virusproteine können zudem eine T-Zell-Antwort (CD4, CD8) auslösen (zelluläre Immunantwort). T-Zellen unterstützen das Immunsystem beim Bekämpfen intrazellulärer Infektionen, und sie können die infizierten Zellen auch direkt töten.
Die mRNA bleibt dabei im Zytoplasma der Zelle und zerfällt dort nach kurzer Zeit von selbst. Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern, wo sich die DNA der Zelle befindet. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.  Aus diesem Grund finden auch keine Veränderungen des Erbguts der Zelle statt.

 

Was ist ein COVID-19-Vektor-Impfstoff?

Die beim AstraZeneca-Impfstoff verwendeten „Träger- oder Vektorviren“ sind Adenoviren (modifizierte Viren, die bei Schimpansen Erkältungen auslösen), die für Menschen harmlos sind. Das Impfvirus repliziert (d.h. vermehrt sich) im menschlichen Körper nicht und kann somit keine Erkrankung auslösen.
Nach der Impfung gelangt das Impfvirus mit dem SARS-CoV-2-Gen in einige wenige menschliche Körperzellen. Die Zellen verwenden das Gen zur Herstellung des Spikeproteins. Das Immunsystem erkennt das Spikeprotein als fremd an und bildet als Reaktion des Immunsystems Antikörper und T-Zellen, die im Idealfall vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen.
Bei natürlicher Infektion mit Adenoviren wurde bisher keine genetische Veränderung menschlicher Zellen beobachtet. Adenovirale Vektoren gelten generell als nichtintegrierende Vektoren, d.h. sie integrieren ihr Erbgut nicht ins Zellgenom. Das Genom der COVID-19-Vektorimpfstoffe auf Basis nicht vermehrungsfähiger Adenoviren verbleibt ebenso wie das anderer Adenoviren außerhalb der menschlichen DNA (extrachromosomal) im Zellkern infizierter Zellen.
Auch vor dem Hintergrund, dass sich die adenoviralen Vektoren – anders als die natürlichen Erkältungsviren – aufgrund genetischer Veränderungen nicht im menschlichen Körper vermehren und schnell vom Körper eliminiert werden, besteht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kein Risiko der Integration der Adenovirus-Vektor-DNA in das menschliche Genom.

 

Welche Inhaltstoffe enthalten die Impfstoffe?

Neben dem Wirkstoff (mRNA) sind im Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna® laut Herstellerangaben die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • das proprietäre, ionisierbare Lipid SM-102
  • 1,2-Dimyristoyl-rac-glycero-3-methoxypolyethylenglycol-2000 [PEG2000-DMG]
  • Cholesterol
  • 1,2-Distearoyl-sn-glycero-3-phosphocholin [DSPC]
  • Tromethamin
  • Tromethaminhydrochlorid
  • Essigsäure
  • Natriumacetat
  • Saccharose
  • Wasser für Injektionszwecke


Neben dem Wirkstoff (mRNA) sind im Impfstoff Comirnaty® der Firma Biontech/Pfizer laut Herstellerangaben die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • ALC-0315 = (4-Hydroxybutyl)azanediyl)bis (Hexan-6,1-diyl)bis(2- hexyldecanoat)
  • ALC-0159 = 2-[(Polyethylenglykol)-2000]-N,N-ditetradecylacetamid
  • DSPC= 2-Distearoyl-sn-glycero-3 phosphocholin
  • Cholesterol
  • Kaliumchlorid
  • Kaliumdihydrogenphosphat
  • Natriumchlorid
  • Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat
  • Saccharose
  • Wasser für Injektionszwecke

Ein Adjuvans ist nicht enthalten, ebenso wenig ein Konservierungsstoff oder Hühnereiweiß.
Der Stopfen der Comirnaty® Durchstechflaschen besteht nach Herstellerangaben nicht aus Naturgummi-Latex.

Eine Dosis (0,5 ml) COVID-19 Vaccine AstraZeneca Impfstoff enthält:

  • Schimpansen-Adenovirus, der das SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein ChAdOx1-S * kodiert, nicht weniger als 2,5 x 108 infektiöse Einheiten.

*Hergestellt in genetisch veränderten, humanen embryonalen Nieren 293-Zellen (HEK, human embryonic kidney) und durch rekombinante DNA-Technologie. Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVOs).

Die weiteren Bestandteile sind:

  • Histidin
  • Histidinhydrochlorid-Monohydrat
  • Magnesiumchlorid-Hexahydrat
  • Polysorbat 80 (E 433)
  • Ethanol
  • Sucrose
  • Natriumchlorid
  • Natriumedetat (Ph.Eur.)
  • Wasser für Injektionszwecke

 

Wurde der Impfstoff vor der Zulassung ausreichend geprüft?

Das Genom des SARS-CoV-2-Virus wurde bereits im Januar 2020 vollständig entschlüsselt und schon Ende Dezember lagen die ersten Impfstoffkandidaten vor. Das wurde ermöglicht, indem die unterschiedlichen Testphasen (I/II und II/III) überlappend durchgeführt (telescoping) und parallel alle Studienergebnisse rollierend sofort an die Zulassungsstellen weitergeleitet und dort mit Priorität gesichtet wurden, sodass insgesamt viel Zeit gewonnen werden konnte. Hinzu kommt, dass noch niemals mit so großer finanzieller Unterstützung weltweit die Impfforschung unterstützt wurde, denn allen ist klar, dass nur durch wirksame Impfstoffe, die weltweit einem Großteil der Bevölkerung zur Verfügung stehen, zeitnah das Pandemiegeschehen eingedämmt werden kann.
Die Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für den von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellten Impfstoff Comirnaty® erfolgte am 21. Dezember 2020 beziehungsweise am 7. Januar 2021 für den von Moderna hergestellten Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna®. Als dritte wurde der Impfstoff COVID-19 Vaccine AstraZeneca® des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca durch die Europäischen Arzneimittelagentur am 29. Januar 2021 in der EU zugelassen. COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International (Johnson & Johnson) wurde am 11.03.2021 durch die Europäische Arzneimittelagentur zugelassen.

Die beiden mRNA-Impfstoffe sind ab dem Alter ≥ 12 Jahre, die beiden Vektor-basierten Impfstoffe ab dem Alter ≥18 Jahre zugelassen.

 

Warum müssen zwei Impfdosen verabreicht werden?

Durch die zweite Impfung wird das bereits durch die erste Impfung angeregte Immunsystem weiter stimuliert, in ausreichender Menge Abwehrkräfte (Antikörper) gegen das Virus zu bilden. Aus anderen Impfungen weiß man, dass so Antikörper nicht nur vermehrt gebildet werden, sondern auch länger anhalten. Gegen manche Infektionen impft man sogar dreimal (z. B. Hepatitis B oder Diphtherie).

Wirkung und Nebenwirkung der Impfung

Welche Schutzwirkung hat die Impfung?

Aus der Zulassungsstudie des von Moderna hergestellten Impfstoffs COVID-19 Vaccine Moderna® ist bekannt, dass die Schutzwirkung bei über 15.000 geimpften Probanden bei circa 94 Prozent lag. Das heißt, dass bei den geimpften Probanden eine symptomatische COVID-19-Erkrankung circa 18 Mal seltener beobachtet wurde als bei den ungeimpften Studienteil-nehmern.

Aus der Zulassungsstudie des von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellten Impfstoff Comirnaty® ist bekannt, dass die Schutzwirkung bei über 20.000 geimpften Probanden bei circa 95 Prozent lag; das heißt, dass bei den geimpften Probanden eine symptomatische COVID-19-Erkrankung circa 20 Mal seltener beobachtet wurde als bei den ungeimpften Studienteilnehmern.
Nach derzeitigem Kenntnisstand hat der der Vektor-basierte Impfstoff „COVID-19 Vaccine AstraZeneca“ bei Personen eine Wirksamkeit von 70% gegen eine COVID-19-Erkrankung.

.
Aktuelle Studien zeigen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen Virusvarianten wirksam sind. Derzeit ist Delta die vorherrschende Virusvariante in Europa. Die Delta-Variante dominiert das Infektionsgeschehen und andere Varianten sind verdrängt worden.
Das living systematic review der STIKO-Geschäftsstelle zeigt, dass die Effektivität der COVID-19-Impfstoffy Comirnaty, Spikevax und Vaxzevria gegen jegliche Infektion für die Delta-Variante um 10-20 % unter der Effektivität gegen die Alpha-Variante liegt. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass die Effektivität gegen Delta bezüglicher jeglicher Infektion schneller abnimmt als die Effektivität gegenüber anderen Varianten.
Die Schutzwirkung gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung ist für die Impfstoffe Comirnaty, Spikevax sowie Vaxzevria weiterhin hoch und auch die Wirksamkeit gegen eine symptomatische SARS-CoV-2-Infektion mit der Delta-Variante ist bei allen drei Impfstoffen gut.

Eine vollständige Impfserie ist für eine gute Schutzwirkung unerlässlich.

Die COVID-19-Impfstoffe induzieren neutralisierende Antikörper sowie eine T-Zell-Immunität gegen viele unterschiedliche Bereiche (Epitope) des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus. Es wird hier also eine polyklonale Immunantwort induziert. Hierdurch haben einzelne Mutationen in der Regel keinen sehr großen Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfstoffe. Da alle derzeit verfügbaren COVID-19-Impfstoffe für das Spike-Protein des ursprünglichen Wuhan-Typs kodieren, ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen der Mutationen in den Virusvarianten auf die Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe prinzipiell ähnlich sind. Sollte die Wirksamkeit der Impfstoffe jedoch durch weitere Mutationen der hier zirkulierenden Viren erheblich absinken, wäre es den Impfstoffherstellern möglich, die verfügbaren Impfstoffe innerhalb weniger Wochen entsprechend anzupassen. Alle Hersteller haben inzwischen angepasste Impfstoffe in der klinischen Entwicklung. Mit ersten Zulassungen dieser angepassten Impfstoffe ist in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu rechnen.

 

Wie schnell tritt diese Schutzwirkung ein?

Die volle Schutzwirkung entfaltet die Impfung erst nach der zweiten Impfdosis. Entsprechend hohe Antikörpertiter sollten sich circa zwei Wochen nach der zweiten Impfung, also circa fünf bis sechs Wochen nach der ersten Impfung, einstellen. Aus den Zulassungsstudien der beiden Impfstoffe COVID-19 Vaccine Moderna® und Comirnaty® ergeben sich allerdings auch Hinweise, dass selbst die erste Impfdosis bereits eine gewisse Schutzwirkung entfaltet.
Mit AstraZeneca-Impfstoff wurde 28 bis 34 Tage nach der 1. Impfdosis eine Wirksamkeit von 60 % (41-73 %) erreicht, die danach weiter auf 73 % (27-90 %) anstieg.

 

Was ist mit der „Auffrischimpfung“?

Die STIKO aktualisiert ihre COVID-19-Impfempfehlung (Stand 18.11.2021) und empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine COVID-19-Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff.

Die STIKO bekräftigt jedoch ihre Empfehlung folgenden Personengruppen prioritär eine Auffrischimpfung anzubieten:

  • Personen mit Immundefizienz
  • Personen im Alter von ≥ 70 Jahren
  • BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen
  • Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen

Die Empfehlung zur Auffrischimpfung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Trimenon.

Personen, die vor oder nach der COVID-19-Impfung eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird derzeit keine Auffrischimpfung empfohlen.

Die Auffrischimpfungen soll in der Regel im Abstand von 6 Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 5 Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden.
Ziele der Ausweitung der bestehenden Auffrischimpfempfehlung über die bisherigen Indikationsgruppen hinaus ist neben der Aufrechterhaltung des Individualschutzes die Reduktion der Übertragung von SARS-CoV-2 in der deutschen Bevölkerung, um Infektionswellen abzuschwächen und zusätzliche schwere Erkrankungs- und Todesfälle zu verhindern.

Es soll möglichst der mRNA-Impfstoff benutzt werden, der bei der Grundimmunisierung genutzt wurde. Wenn dieser nicht verfügbar ist, kann auch der jeweils andere mRNA-Impfstoff eingesetzt werden. Personen unter 30 Jahren und Schwangere sollen mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) geimpft werden, auch wenn die Grundimmunisierung mit einem anderen Impfstoff erfolgte, da es Hinweise gibt, dass bei unter 30-Jährigen das Risiko des Auftretens einer Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung nach Impfung mit Spikevax®(Moderna) höher ist als mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer).
Die Auffrischimpfung mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) erfolgt in der gleichen Dosierung wie bei der Grundimmunisierung. Spikevax® (Moderna) ist für die Auffrischimpfung von Immungesunden in der halben Dosis (50µg) zugelassen.

 

Ist die Bestimmung des Antikörper-Titers vor der Auffrischimpfung sinnvoll?

Die STIKO empfiehlt bei den COVID-19-Impfungen keine Prüfung des Impferfolgs, weder nach der 1. Impfstoffdosis noch nach der 2. Impfstoffdosis.
Bisher ist für die Prüfung des Impferfolgs bei Geimpften kein einheitliches serologisches Korrelat definiert. Daher existiert auch bisher kein Schwellenwert, ab dem eine Immunität angenommen werden kann. Eine generelle serologische Überprüfung der Immunantwort ist daher nicht empfohlen.
Zudem wird unabhängig vom Vorhandensein von Antikörpern nach Impfung eine zelluläre Immunität aufgebaut. Ob im weiteren Verlauf ein serologisches Korrelat für die Wirksamkeit definiert werden kann, ist unsicher; auch bei anderen impfpräventablen Krankheiten (z.B. Pertussis) kann bisher kein sicheres serologisches Korrelat für Schutz angegeben werden.

 

Verhindert die Impfung die Weitergabe des Virus?

Das Risiko einer Virusübertragung auf andere ist bei vollständigem Impfschutz zwar stark vermindert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass einige Menschen sich trotz Impfung bei Kontakt mit SARS-CoV-2-infizierten Personen anstecken und infektiöse Viren ausscheiden, allerdings weniger, als nicht geimpfte Personen.
In einer Studie des Robert Koch Instituts wurde Ende Mai 2021 festgestellt, dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens ab dem 15. Tag nach Gabe der 2. Dosis geringer ist als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen (Siehe auch: Wie gut schützt die COVID-19-Impfung vor SARS-CoV-2-Infektionen und -Transmission? Systematischer Review und Evidenzsynthese)

Eine 100% sterile Immunität gibt es also, insbesondere bei der deutlich ansteckenderen Delta-Variante, nicht. Ebenso, wie auch ein negativer Test, insbesondere ein Antigen-Schnelltest, keine 100% Sicherheit bietet und das Ergebnis falsch-negativ oder auch falsch-positiv sein kann.

Das Ausmaß, in dem die Virusübertragung reduziert wird, variiert möglicherweise auch nach Virusvariante. Aktuelle Studien belegen, dass die Impfung auch bei Vorliegen der derzeit dominierenden Delta-Variante einen Schutz gegen symptomatische und asymptomatische Infektionen bietet. Der Schutz scheint jedoch im Vergleich zu der Alpha-Variante leicht reduziert zu sein. Dieses Risiko muss durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen zusätzlich reduziert werden. Daher müssen alle weiterhin die geltenden Hygieneregeln sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben einhalten.

Aus Public-Health-Sicht erscheint durch die Impfung das Risiko einer Virusübertragung in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen.

 

Kann es zu Impfdurchbrüchen kommen und wie häufig sind sie?

Kein Impfstoff ist zu 100% effektiv. Die Impfstoffe gegen das SARS-COV-2 Virus weisen eine sehr hohe Wirksamkeit auf, auch gegen die deutlich ansteckendere Delta-Variante.

Das Robert Koch Institut führt seit Beginn der Impfkampagne ein kontinuierliches Monitoring der Impfeffektivität durch. Von einem wahrscheinlichen Impfdurchbruch ist definiert als SARS-CoV-2 Infektion (mit klinischer Symptomatik), die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde. Ein vollständiger Impfschutz wird angenommen, wenn nach einer abgeschlossenen Impfserie mindestens zwei Wochen vergangen sind.

Bis zum RKI-Situationsbericht 09.09.21 wurden in Deutschland 30.880 wahrscheinliche Impfdurchbrüche identifiziert, bei 103.165.990 verabreichten Impfdosen (54.890.847 vollständig Geimpfte). (Quelle RKI Wochenbericht 9.9.)

Was bedeuten diese Zahlen hinsichtlich der Impfeffektivität?
Aktuell lässt sich, auch bei den im Klinikum behandelten Patienten, feststellen, dass der deutlich größte Teil davon nicht geimpft ist.
Bei der Meldung der COVID-Fälle muss seit einiger Zeit der Impfstatus mit übermittelt werden.
Bei einem Vergleich des Anteils vollständig Geimpfter unter COVID-19 Fällen mit dem Anteil vollständig Geimpfter in der Bevölkerung ist eine Abschätzung der Impfeffektivität möglich.

Das RKI kommt zu folgender Bewertung der geschätzten Impfeffektivität gegen weitere COVID-19-assoziierte Endpunkte (Betrachtung für den Zeitraum der letzten vier Wochen (32.-35. KW):

  • Schutz vor Hospitalisierung: ca. 96 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 94 % (Alter ≥60 Jahre)
  • Schutz vor Behandlung auf Intensivstation: ca. 97 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 94 % (Alter ≥60 Jahre)
  • Schutz vor Tod: ca. 100 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 91 % (Alter ≥60 Jahre)

Statistisch ist es übrigens vollkommen zu erwarten, dass im Laufe der Zeit immer mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, da immer mehr Menschen geimpft sind. Bei einer vermehrten Ausbreitung des Virus steigt für alle Menschen, also auch für vollständig Geimpfte, die Wahrscheinlichkeit, mit dem Virus in Kontakt zu kommen.

Welche Nebenwirkungen oder Komplikationen können auftreten?

Grundsätzlich muss zwischen leichten, aber häufigen Impfreaktionen und seltenen, aber schweren Impfkomplikationen unterschieden werden.

Dabei stellen harmlose, leichte Impfreaktionen eigentlich eine „gute Reaktion“ dar, da sie zeigen, dass der Körper auf die Impfung reagiert und sich eine Immunantwort entwickelt. Häufige und harmlose Impfreaktionen, die in den Zulassungsstudien der Impfstoffe COVID-19 Vaccine Moderna® und Cominarty® beschrieben wurden, sind eine Rötung oder Schwellung der Impfstelle. Auch Fieber, Müdigkeit, Übelkeit sowie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen können nach der Impfung auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu Lymphknotenschwellungen kommen. Leichte Impfreaktionen treten häufiger bei jüngeren Probanden und häufiger nach der zweiten Impfung auf. Die Impfreaktionen bestanden für maximal ein bis zwei Tage und waren ausnahmslos reversibel. Zur Linderung möglicher Beschwerden kann ein schmerzlinderndes / fiebersenkendes Medikament in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.

Impfkomplikationen hingegen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten.
In den umfangreichen klinischen Prüfungen vor der Zulassung wurden nach Gabe der mRNA-Impfstoffe selten (zwischen 0,1 % und 0,01 %) Fälle von akuter Gesichtslähmung beobachtet (Comirnaty : 4 Fälle nach Gabe des Impfstoffs; Spikevax®: 3 Fälle nach Gabe des Impfstoffs und 1 Fall in der Kontrollgruppe). In allen Fällen bildete sich die Gesichtslähmung nach einigen Wochen zurück. Diese Gesichtslähmungen stehen möglicherweise im ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung. Überempfindlichkeitsreaktionen wurden in seltenen Fällen (zwischen 0,1 % und 0,01 %) beobachtet: Nesselsucht oder Gesichtsschwellung nach Gabe von Comirnaty und 2 Fälle von Gesichtsschwellung nach Gabe von Spikevax®. Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen Fällen anaphylaktische Reaktionen (allergische Sofortreaktionen) berichtet. Diese traten kurz nach der Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine äußerst seltene, aber prinzipiell lebensbedrohliche Impfkomplikation.
Bitte lesen Sie hierzu auch den Abschnitt „Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?“

Ebenfalls seit Einführung der COVID-19-Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) ist bekannt, dass nach Verabreichung dieser Impfstoffe in seltenen Fällen Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) bei jüngeren Personen auftreten. Aktuelle Meldeanalysen zeigen, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jungen und jungen Männern sowie bei Mädchen und jungen Frauen unter 30 Jahren nach der Impfung mit Spikevax häufiger beobachtet wurden als nach der Impfung mit Comirnaty. Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Spikevax kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskelentzündung und Herzbeutelentzündung. Nach den bisher vorliegenden Sicherheitsberichten ist der akute Verlauf von impfstoffbedingten Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen überwiegend mild.


Vaxzevria®: Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (mehr als 60 %), Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Ermüdung (mehr als 50 %), Muskelschmerzen und Unwohlsein (mehr als 40 %), erhöhte Temperatur und Schüttelfrost (mehr als 30 %), Gelenkschmerzen und Übelkeit (mehr als 20 %). Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde eine Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Fieber beobachtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Lymphknotenschwellungen, verminderter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz und ein allgemeiner Hautausschlag auf

Seit Einführung der Impfung wurden nach einer Impfung mit Vaxzevria® in sehr seltenen Fällen (weniger als 0,01 %) Blutgerinnsel (Thrombosen), verbunden mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), teilweise auch mit Blutungen einhergehend, beobachtet. Darunter waren einige schwere Fälle mit Blutgerinnseln an unterschiedlichen oder ungewöhnlichen Stellen (z. B. im Gehirn als Sinusvenenthrombosen oder auch im Bauchraum), zusammen mit erhöhter Gerinnungsaktivität oder auch Blutungen im ganzen Körper. Die Mehrzahl dieser Fälle trat innerhalb von 2 bis 3 Wochen nach der Impfung und überwiegend bei Personen unter 60 Jahren auf. Einige der beschriebenen Fälle endeten tödlich oder mit bleibendem Schaden. Ebenfalls seit Einführung der Impfung wurden nach einer Impfung mit Vaxzevria® sehr selten (weniger als 0,01 %) Fälle von Kapillarlecksyndrom beobachtet, teilweise bei Personen, die früher bereits an einem Kapillarlecksyndrom erkrankt waren, und zum Teil mit tödlichem Ausgang. Das Kapillarlecksyndrom trat in den ersten Tagen nach Impfung auf und ist gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Schwellung der Arme und Beine, plötzliche Gewichtszunahme sowie Schwächegefühl und erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Berichtet wurden zudem sehr selten Fälle eines Guillain-Barré-Syndroms nach einer Impfung mit Vaxzevria®, zum Teil mit tödlichem Ausgang. Ob diese Fälle in ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung stehen, wird weiter untersucht. Das Guillain-Barré-Syndrom ist gekennzeichnet durch Schwäche oder Lähmungen in den Beinen und Armen, die sich auf die Brust und das Gesicht ausdehnen können und die eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen können.Zuletzt müssen noch Komplikationen erwähnt werden, die nicht durch den Impfstoff bedingt sind, sondern durch die Injektion selbst verursacht sein können. Hier besteht, wie bei jeder anderen Injektion auch, selbst bei sachgerechter Injektionstechnik ein äußerst geringes Restrisiko, dass es zu Blutungen, Infektionen oder Nerven- und Weichteilverletzungen kommen kann.

COVID-19 Vaccine Janssen®: Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 40 %), Kopfschmerzen, Ermüdung und Muskelschmerzen (mehr als 30 %) sowie Übelkeit (mehr als 10 %). Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über Fieber, Husten, Gelenkschmerzen, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Schüttelfrost berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Zittern, Niesen, Schmerzen in Mund und Rachen, genereller Ausschlag, vermehrtes Schwitzen, Schwäche der Muskeln, Schmerzen in Arm oder Bein, Rückenschmerzen, allgemeines Schwächegefühl und Unwohlsein auf. In seltenen Fällen (0,01 % bis 0,1 %) traten Überempfindlichkeitsreaktionen und Nesselsucht auf. Darüber hinaus wurden nach einer Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen® in sehr seltenen Fällen (weniger als 0,01 %) Blutgerinnsel (z. B. im Gehirn als Sinusvenenthrombosen oder auch im Bauchraum) verbunden mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie) und bei einem Teil mit tödlichem Ausgang beobachtet. Diese Fälle traten innerhalb von 3 Wochen nach der Impfung und überwiegend bei Personen unter 60 Jahren auf. Ebenfalls seit Einführung der Impfung wurden nach einer Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen sehr selten ® Fälle von Kapillarlecksyndrom beobachtet, teilweise bei Personen, die früher bereits an einem Kapillarlecksyndrom erkrankt waren, und zum Teil mit tödlichem Ausgang. Das Kapillarlecksyndrom trat in den ersten Tagen nach Impfung auf und ist gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Schwellung der Arme und Beine, plötzliche Gewichtszunahme sowie Schwächegefühl und erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Berichtet wurden zudem sehr selten Fälle (weniger als 0,01 %) eines Guillain-Barré-Syndroms nach einer Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen . Diese Fälle stehen möglicher ® - weise in ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung. Das Guillain-Barré-Syndrom ist gekennzeichnet durch Schwäche oder Lähmungen in den Beinen und Armen, die sich auf die Brust und das Gesicht ausdehnen können und die eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen können. Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen Fällen allergische Sofortreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) berichtet. Diese traten kurz nach der Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden. Grundsätzlich können – wie bei allen Impfstoffen – in sehr seltenen Fällen eine allergische Sofortreaktion bis hin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.

Warum wurde die Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff ausgesetzt?

In Deutschland und anderen europäischen Ländern wurde die Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff vorübergehend ausgesetzt. Diese Entscheidung wurde am 15.03.2021 durch das Bundeministerium für Gesundheit auf Anraten des Paul-Ehrlich-Instituts getroffen, nachdem es zu einem gehäuften Auftreten von Hirnvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gekommen war. Betroffen waren in Deutschland insgesamt sieben Personen, davon sechs Frauen mit einer sogenannten Sinusvenenthrombose, von denen drei mittlerweile verstorben sind. Zum Zeitpunkt des Impfstopps war nicht klar, ob es sich um eine zufällige Häufung handelt oder ein ursächlicher Zusammenhang zu der Impfung besteht und es wurde Zeit benötig um die Fälle zu prüfen. Am 18.03.2021 empfahl die europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Impfung fortzuführen, da die Vorteile der Impfung die potentiellen Risiken überwiegen und da ein ursächlicher Zusammenhang zu Hirnvenenthrombosen und Gerinnungsstörungen weder sicher ausgeschlossen, noch klar belegt worden konnte. Die Verwendung des Impfstoffes wurde daraufhin in Deutschland und auch an der Uniklinik ab dem 19.03.2021 fortgeführt. Einen erneuten bundesweiten Impfstoff gab es am 30.03.2021. Derzeit ist der Einsatz des AstraZeneca Impfstoffs für weitere Erstimpfungen am Uniklinikum nicht vorgesehen.

Wie verhalte ich mich vor und nach der Impfung?

Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen Spritze ohnmächtig geworden sind, zu Sofortallergien neigen oder andere Reaktionen hatten, teilen Sie dies bitte der Impfärztin / dem Impfarzt vor der Impfung mit. Dann kann sie / er Sie nach der Impfung gegebenenfalls länger beobachten.
Bitte teilen Sie der Ärztin / dem Arzt vor der Impfung mit, wenn Sie an einer Gerinnungsstörung leiden oder gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Sie können unter Einhaltung einfacher Vorsichtsmaßnahmen geimpft werden. Bitte teilen Sie der Ärztin / dem Arzt vor der Impfung auch mit, wenn Sie nach einer Impfung in der Vergangenheit eine allergische Reaktion hatten oder Allergien haben. Die Ärztin / der Arzt wird mit Ihnen abklären, ob etwas gegen die Impfung spricht.

Es ist ratsam, in den ersten Tagen nach der Impfung außergewöhnliche körperliche Belastungen und Leistungssport zu vermeiden.

Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung können schmerzlindernde / fiebersenkende Medikamente eingenommen werden. Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt kann Sie hierzu beraten.

Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen überschreiten, steht Ihnen Ihre Hausärztin /Ihr Hausarzt selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behandlung.

Ist man bei einem Impfschaden versichert?

In der Uniklinik RWTH Aachen werden nur Impfstoffe eingesetzt, für die eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) vorliegt. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Kostenübernahme bei Impfschäden durch die öffentliche Hand garantiert.

Gibt es Daten über Langzeitnebenwirkungen?

Die Erfahrungen mit vielen Impfstoffen über viele Jahre haben gezeigt, dass die meisten Nebenwirkungen kurze Zeit, in der Regel innerhalb weniger Tage bis einige Wochen nach der Impfung auftreten. Impfstoffe werden auch nach der Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut weiter aktiv überwacht, sodass hier immer mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit, insbesondere sehr seltenen Nebenwirkungen, in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gewonnen werden.

Nebenwirkungen, die unerwartet und erst lange Zeit (z.B. mehrere Jahre) nach der Impfung auftreten, sind bei noch keiner Impfung beobachtet worden und sind auch bei den COVID-19-Impfstoffen nicht zu erwarten. In der Vergangenheit kam es vor, dass sehr seltene Nebenwirkungen, die bei Geimpften kurz nach der Impfung auftraten, von Forschenden erst später erkannt wurden. Der Grund dafür ist, dass sehr viele Menschen geimpft werden müssen, um sehr seltene Nebenwirkungen aufzuspüren. In der Regel braucht das eine gewisse Zeit. Die COVID-19-Impfstoffe wurden in kürzester Zeit an viele Menschen weltweit verabreicht. Deshalb können sehr seltene Nebenwirkungen schneller als sonst erkannt und beurteilt werden.

So wurden bislang die folgenden Nebenwirkungen, die kurze Zeit nach COVID-19-Impfung auftraten, bekannt: Nach der Zulassung des Impfstoffs Vaxzevria (AstraZeneca) und der COVID-19 Vaccine Janssen (Janssen-Cilag International) traten spezielle Formen von Thrombosen bei Geimpften auf. Bisher wurden diese Nebenwirkungen überwiegend bei Frauen im Alter ≤55 Jahren beobachtet, aber auch Männer und Ältere waren betroffen. Sehr seltene Ereignisse wurden nach Zulassung auch bei den mRNA Impfstoffen in Form von (Peri-)Myokarditiden beobachtet . Diese Myokarditiden verlaufen in der Regel milde und heilen folgenlos aus. Ob die Myokarditiden in Einzelfällen jedoch auch Spätfolgen, wie z.B. eine Herzmuskelschwäche mit sich bringen können, ist bisher nicht bekannt.

Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass keine sog. Langzeitnebenwirkungen, die erst Jahre nach der Impfung auftreten, zu befürchten sind. Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet regelmäßig Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen bei COVID-19-Impstoffen in den Sicherheitsberichten und berichtet darüber in seinem Coronadossier unter www.pei.de/coronavirus.
Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können auch gemeldet werden über www.nebenwirkungen.bund.de

 

Wie muss ich mich bei Verdacht auf eine Nebenwirkung verhalten?

Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen überschreiten, steht Ihnen Ihre Hausärztin /Ihr Hausarzt selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behandlung.

Bei schweren Beeinträchtigungen, insbesondere wenn 4-14 Tage nach einer Impfung mit dem AstraZeneca®-Impfstoff anhaltende Kopfschmerzen, Atemnot oder punktförmige Hautblutungen auftreten, sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

 

Wer überwacht die Impfreaktionen und wie können Nebenwirkungen gemeldet werden?

Auch bei breiter Anwendung werden die Wirksamkeit, Sicherheit und auch die Schutzdauer der COVID-Impfstoffe fortlaufend vom pharmazeutischen Unternehmer selbst sowie durch das Paul-Ehrlich-Institut und die zuständigen Gremien bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) überprüft und bewertet. Bei Hinweisen auf mögliche Nebenwirkungen kann somit sehr schnell reagiert werden. Sollten Sie oder ihr behandelnder Arzt den Verdacht einer Nebenwirkung haben, können Sie dies sowohl beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als oberster Bundesbehörde, Ihrem örtlichen Gesundheitsamt oder in der „SafeVac“-App des PEIs melden.