Maschinenbau PLuS mit einer Ausbildung als
Industriemechaniker*in bzw. Feinwerkmechaniker*in

Im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung (InnoVET)“ werden 17 Projekte bundesweit gefördert. Das Projekt „Studienintegrierende Ausbildung (SiA) NRW“ gehört dazu. Mit dem offiziellen Projektstart am 13. November 2020 ist die FH Aachen  gemeinsam mit dem  Berufskolleg Jülich einer von sechs Pilotstandorten in NRW.

Die FH Aachen am Campus Jülich beteiligt sich mit dem ausbildungsintegrierenden Studiengang Maschinenbau PLuS an der Studienintegrierenden Ausbildung. Mit Beginn des Wintersemesters 2021/22 werden erstmals Anpassungen, die im Rahmen des Projektes SiA vereinbart wurden, im Studiengang Maschinenbau PLuS umgesetzt.
 

Was bedeutet Studienintegrierende Ausbildung?
 

Die Studienintegrierende Ausbildung ermöglicht es jungen Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung innerhalb eines Ausbildungsweges einen dualen Berufsabschluss und den Bachelor of Engineering zu erwerben.

Neu hierbei ist, dass der Azubi sich innerhalb einer Frist von 12 - 18 Monaten zwischen drei verschiedenen Ausbildungswegen entscheiden kann.

An der FH Aachen sind die Ausbildungsberufe des Industriemechanikers (IHK) und des Feinwerkmechanikers (HWK)  verknüpft mit einem Maschinenbaustudium. Die Auszubildenden absolvieren ein 8-semestriges Studium an der FH Aachen und erlernen parallel in einem Unternehmen eine Ausbildung als Industriemechaniker*in bzw. Feinwerkmechaniker*in. Die theoretischen Inhalte der Ausbildung werden durch einen speziell auf die Dual-Studierenden zugeschnittenen Berufsschulunterricht am Berufskolleg in Jülich vermittelt.

Das Studium und die Ausbildung sind curricular miteinander verzahnt. Das Berufskolleg Jülich und die FH Aachen stimmen sich hierzu eng miteinander ab, so dass Synergien geschaffen werden können. Das bedeutet, dass sich die Ausbildungs- und Studienzeit auf ein Minimum verkürzen lässt.

Im ersten Jahr startet das Programm mit einer einjährigen Ausbildungsphase im Unternehmen. Während dieser Zeit gehen die Auszubildenden/Studierenden an einem Tag in der Woche in die Berufsschule, wo bereits erste Lerninhalte des Studiums vermittelt werden. Das Studium selbst beginnt mit einer Online-Veranstaltung Mathematik, die die Auszubildenden/Studierenden  über eine Lernplattform rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche abrufen und bearbeiten können.

Für bestimmte Ausbildungsinhalte, die im ersten Jahr der Ausbildung erworben wurden, erhalten die Auszubildenden bereits 30 Leistungspunkte für ihr Studium angerechnet. Ebenso kommen im Laufe der Ausbildungszeit noch 15 Leistungspunkte aus den Modulen hinzu, die im Berufsschulunterricht erworben wurden.

Nach dem ersten Jahr der Ausbildung und den ersten Schritten ins Studium können nun die Auszubildenden/Studierenden entscheiden, ob Sie in eine "normale" duale Ausbildung wechseln möchten, um nach 3 Jahren einen Ausbildungsabschluss vor der IHK oder Handwerkskammer zu erwerben, ob sie in den Vollzeitstudiengang "Maschinenbau - Nachhaltige Energiesysteme" wechseln möchten oder ob sie das begonnene duale Studium an der FH Aachen weiterführen möchten, um nach insgesamt 4 Jahren den Bachelor of Engineering zu erwerben. Ein begleitendes  Coaching am Berufskolleg Jülich soll diese Entscheidung frühzeitig begleiten und letztendlich vereinfachen.

Entscheidet man sich für den Weg des dualen Studiums beginnt ab dem 2. Ausbildungsjahr das eigentliche Präsenz-Studium an der FH Aachen. In den Vorlesungszeiten ist man an 4 Tagen/Woche an der FH Aachen (Campus Jülich), wo man die Veranstaltungen des Maschinenbau-Studiums besucht. Parallel geht man an einem Tag in der Woche in die Berufsschule, wo auch weitere Module des Studiums in den Berufsschulunterricht eingebettet werden. In der vorlesungsfreien Zeit sind die  Auszubildenden/Studierenden dann wieder im Unternehmen und führen die Ausbildung fort. Auch in dieser Zeit findet an einem Tag/Woche der Berufsschulunterricht statt. In diesem 2. Ausbildungsjahr werden weniger Klausuren und Prüfungen an der FH Aachen als üblich geschrieben, um den Dual-Studierenden einen etwas weicheren Übergang ins Studium zu ermöglichen.

Dieser blockweise Wechsel von Studium und Ausbildung geht insgesamt über einen Zeitraum von 2,5 Jahren. Dann findet die Ausbildungsprüfung vor der IHK oder Handwerkskammer statt und die  Dual-Studierenden erhalten ihren ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Gleichzeitig ist das Kernstudium an der FH Aachen absolviert. Ab dem 5. Studiensemester beginnt das Vertiefungsstudium, das nach weiteren 1,5 Jahren mit der Bachelorarbeit und einem abschließenden Kolloquium beendet wird.
 

Interesse geweckt? Was ist zu tun?
 

Möchte man die Studienintegrierende Ausbildung beginnen, muss man einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen schließen, das dieses Angebot bereithält.

Auf unserer  Seite der Kooperationspartner finden Sie entsprechende Unternehmen, bei denen eine Bewerbung möglich ist. Man sollte sich frühzeitig bewerben (ca. 1 Jahr im Voraus), damit die Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen, möglichst groß sind!

Sobald der Ausbildungsvertrag abgeschlossen wurde, meldet das Unternehmen die Auszubildenden zur Berufsschule am Berufskolleg Jülich an und man bewirbt sich parallel für den Studienplatz über das Online-Bewerbungsportal der FH Aachen zum kommenden Wintersemester. Der Studienplatz im dualen Studiengang Maschinenbau PLuS ist garantiert, sobald ein Ausbildungsvertrag unterschrieben wurde. 
 

Weitere Informationen und Fragen?


Wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Informationen benötigen, sprechen Sie uns gerne an!

Sie erhalten detaillierte Informationen oder haben auch die Möglichkeit ein individuelles Beratungsgespräch zu führen.

Andreas Beumers
Koordinator für das duale Studium an der FH Aachen
Kaiserstraße 100
52134 Herzogenrath
Tel. 0241 6009 51494
E-Mail: a.beumers(at)fh-aachen.de

Gerne senden wir Ihnen auf Wunsch auch weitere Informationen zum Studiengang Maschinenbau PLuS oder den Info-Flyer zum SiA-Projekt "Industriemechaniker*in/Feinwerkmechaniker*in"  zu.