Das sagen Studierende und Absolventen

Informatik-Studierende bzw.-Absolventen berichten über ihr Studium bzw. das Leben danach.

Anspruchsvoll und abwechslungsreich

"Ich studiere – für eine Frau immer noch ungewöhnlich –  derzeit den Bachelorstudiengang Informatik an der FH Aachen. Als Vertiefungsrichtung habe ich hier die Ingenieurinformatik gewählt, da mich die Verbindung zur Elektrotechnik sehr interessiert hat. Mein besonderes Interesse gilt hier der Robotik, in der wir uns mit der Entwicklung und Steuerung von Robotern auseinander setzen.
Generell empfinde ich das Informatikstudium als anspruchsvoll. Es bietet aber auch eine Menge Spaß und Abwechslung beispielsweise durch die Arbeit mit Kommilitonen bei Praktika und Übungen. Die Praktika eignen sich hervorragend zur Vertiefung des Lernstoffs, mitunter sind sie aber auch recht Zeitintensiv – was besonders kurz vor den Klausurphasen schwierig wird.

Gegenwärtig plane ich nach erfolgreichem Abschluss meines Bachelorstudiengangs einen weiterführenden Master. Durch meine Tutorenarbeit kann ich mir prinzipiell später auch eine Anstellung an der Fachhochschule vorstellen, da mir die Arbeit mit den Studenten doch sehr viel Spaß gemacht hat.“

Kathrin Goffart
Informatikstudentin

Faszination Technik

"Meine – schon seit Kindertagen – starke Faszination für Computer und Programmierung führte letztlich dazu, dass ich mich an der FH Aachen für das Diplom-Informatikstudium entschied.

Die Praktika im Zuge des Studiums waren zum größten Teil spannend, durchdacht und neben der Theorie genau das, was Bodenhaftung vermittelte. Daneben waren die meisten Dozenten auch in und neben den Vorlesungen engagiert, interessiert und hilfsbereit. Was mir persönlich immer gut gefallen hat, waren Vorlesungen mit „Schulklassencharakter“, die vor allem im weiteren Verlauf des Studiums und bei ausgefalleneren Schwerpunkten häufiger anzutreffen waren. Dort wurde immer gezielt auf die Bedürfnisse und Fragen der Studenten eingegangen. Das gute Verhältnis zwischen Studenten und Dozenten zeigte sich auch in den mündlichen Prüfungen, die ich persönlich aufgrund der sehr entkrampfenden Atmosphäre immer genossen habe.

Am wenigsten Spaß gemacht haben letztlich die Fächer, denen ich persönlich nicht viel abgewinnen konnte; diese begrenzten sich aber zum Glück auf weniger als eine Handvoll. In Anbetracht der Herausforderungen in meinem aktuellen Beruf hätte ich mir teilweise auch etwas mehr vertiefende Akzente in algorithmischer Hinsicht gewünscht; Kollegen von Hochschulen bringen diesbezüglich das fundiertere Handwerkszeug mit.

Die erste Bewerbung nach dem Studium war gleich erfolgreich. Vorteilhaft bei der Bewerbung war sicherlich die Tatsache, dass ich bereits vorher zur Finanzierung meines Studiums mehrere Jahre Programmiererfahrung sammeln konnte.

Momentan arbeite ich als Junior-Software-Entwickler in der Tourismus-Branche. Dort bin ich Teil eines Teams, das mit der Programmierung einer hocheffizienten Suchmaschine betraut ist, die mehrere Milliarden touristischer Angebotsdaten im Cluster-Betrieb verwalten und im Millisekunden-Bereich nach bestimmten Kriterien durchsuchen muss. Meine Aufgaben umfassen vor allem die Planung, Modellierung und Umsetzung neuer Features, die Wartung und Erweiterung bestehender Lösungen, Testing und Datenbankmodellierung. Das Ganze findet in enger Abstimmung mit weiteren Abteilungen statt, d.h. der Kontakt zu anderen Kollegen ist sehr vielfältig.

Mein persönliches Fazit: Ich ärgere mich heute darüber, dass ich während des Studiums nicht immer ernsthaft und zielstrebig genug war. Nachher ist man bekanntlich immer schlauer und daher kann ich nur raten: Zeit ist kostbar und man sollte nicht zu verschwenderisch mit ihr umgehen. Das heißt aber nicht, dass man seinen Blick nicht auch nach links und rechts schweifen lassen sollte. Eine zum Studium passende Nebentätigkeit z.B. hilft sowohl dabei, die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung zu verbessern, sie hilft aber auch dabei, sich selbst und seine Stärken und Schwächen besser kennenzulernen. Wichtig im späteren Berufsleben sind nämlich nicht nur die fachlichen, sondern vor allem die sozialen Kompetenzen. Und die kann man meiner Einschätzung nach nicht einsam im dunklen Kämmerlein erlernen."

Dirk K.
Abschlussjahrgang 2009

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