09.10.2018

Duales Studium

Studiengangprofil

Der Studiengang B. Eng. Mechatronik ist praxisorientiert ausgerichtet und befähigt die Studierenden zur Ausübung von ingenieurwissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Mechatronik in der Industrie. Die Absolventen erwerben neben den naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen auch fachübergreifende Qualifikationen. Der Studiengang vermittelt den Studierenden die Grundlagen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik. Den mechatronischen Grundelementen, Sensoren, Aktoren und der Informationstechnik kombiniert mit Steuerungs- und Regelungstechnik wird besondere Bedeutung geschenkt. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, mechatronische Systeme zu entwickeln, mit denen schnellere, kostengünstigere und komplexere Lösungen ermöglicht werden.

Der Studiengang Mechatronik wird als 7-semestriger Vollzeit-Studiengang, als 11-semestriger Teilzeit-Studiengang und als 9-semestriger dualer Studiengang angeboten.

Ein duales Studium ermöglicht es den Studierenden Ausbildung und Studium zu vereinen und früh die Praxis und zukünftige Arbeitgeber kennen zu lernen. Die Studierenden absolvieren in den ersten zwei Jahren an drei Tagen in der Woche eine verkürzte Berufsausbildung.

In den ersten fünf Semestern des dualen Studiengangs erwerben die Studierenden die mathematisch-naturwissenschaftlichen und die ingenieurwissenschaftlichen Basiskompetenzen. Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab.

Nach dem vierten Semester absolvieren die Studierenden die Kammerprüfung ihrer Berufsausbildung.

Im vierten bis achten Semester vermitteln Pflichtmodule vertiefende Kenntnisse der Mechatronik und betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Das Modul „Allgemeine Kompetenzen“ dient der Erlangung von wichtigen Methodenkompetenzen, die über den engeren Ingenieurbereich hinausgehen. Solche Kompetenzen können z.B. im Rahmen von Tutorentätigkeiten oder bei der Mitarbeit in wichtigen Hochschulgremien erworben werden.

Da Ingenieure sehr häufig projektorientiert arbeiten, sind zwei Projekte integraler Bestandteil des Studiums, die in Teams von drei bis acht Studierenden durchgeführt werden. In den Projekten werden die Studierenden

mit den Grundelementen moderner Projektmanagementmethoden, mit Präsentations- und Kommunikationstechniken sowie mit Kreativitätstechniken vertraut gemacht. Die Studierenden lernen, sich selbstständig in ein neues Thema einzuarbeiten, sich in einer Gruppe zu organisieren und Verantwortung für einzelne Bereiche des Projekts zu übernehmen.

Im Wahlbereich im siebten und achten Semester kann jeder Studierende einen individuellen Schwerpunkt setzen und sich in einem technischen Fachgebiet spezialisieren. Beispielsweise können vertiefte Kenntnisse erworben werden in der Regelungstechnik, in der Konstruktionstechnik, in der numerischen Simulation von komplexen Systemen, im Bereich der Fertigungstechnik und Qualitätssicherung, über mikroelektronische und mikromechanische Bauelemente und vieles mehr.

Studienphasen können an ausländischen Hochschulen absolviert werden, um Sprach- und interkulturelle Kompetenz zu erlangen und Mobilität zu signalisieren.

Das neunte Semester beinhaltet das Praxisprojekt und die Bachelorarbeit mit dem abschließenden Kolloquium. Während der ersten Hälfte des Semesters soll das Praxisprojekt unter der Betreuung einer Professorin bzw. eines Professors in einem Industrieunternehmen durchgeführt werden. Die Studierenden üben ingenieurmäßige Tätigkeiten aus und dokumentieren diese in einem Abschlussbericht.

Mit dem Praxisprojekt wird die industrienahe Ausrichtung des Studienganges betont. Nach Abschluss dieses Projektes und Vorlegen des Abschlussberichtes können die Studierenden zu ihrer Bachelorarbeit zugelassen werden. Diese Abschlussarbeit wird von den Studierenden selbständig erstellt, durch eine Professorin bzw. einen Professor betreut und zu einem sehr großen Anteil in einem Industrieunternehmen durchgeführt. Die Aufgabenstellung hat meist eine konstruktionsorientierte, experimentelle oder empirische Ausrichtung. Nach Fertigstellung der Bachelorarbeit schließt das Studium mit einem Kolloquium ab, in dem die Kandidatin / der Kandidat in einem Vortrag über die Bachelorarbeit berichtet und in einer anschließenden Diskussion sich kritischen Fragen stellt und ihre/seine Bachelorarbeit verteidigt.

Weitere Informationen zum Dualen Studium

  • Der Praxisanteil ist durch die Anbindung an ein Unternehmen sehr hoch und an den Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtet.

  • Die Abbruchquoten in den Dualen Studiengängen sind deutlich niedriger als in herkömmlichen Studiengängen!

  • Durch ein duales Studium wird in nur drei bis vier Jahren eine Doppelqualifikation erworben: Bachelor-Studium plus anerkannter Ausbildungsabschluss.
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  • Während ein reines Hochschulstudium eigenfinanziert werden muss, wird für duale Studiengänge in aller Regel eine Vergütung gezahlt. 
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  • In einigen Studiengängen entfallen der Berufsschulunterricht sowie Praktika und werden durch das Studium ersetzt.
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  • Die Studierenden lernen von Grund auf den Ablauf, die Strukturen und die Arbeitsweisen ihres Ausbildungsbetriebes kennen und können produktiv in dem Unternehmen tätig werden. Nach dem Studium ergeben sich dadurch auch beste Perspektiven auf einen gesicherten Arbeitsplatz.
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  • Studienarbeiten sowie Bachelorarbeit können praxisnah im Unternehmen umgesetzt werden.
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  • Die Einstellungschancen nach einem erfolgreichen dualen Studium sind in der Regel sehr gut, da die Unternehmen diese Programme zur Gewinnung des eigenen Nachwuchses durchführen. Absolventen werden oft direkt im Management der Unternehmen eingesetzt.
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  • Für Unternehmen: Gewinnung neuer Hochschulabsolventen mit hoher Praxiserfahrung ohne aufwendige Stellenausschreibung.

  • Trotz hoher Arbeitsbelastung und einer vorgegebenen Urlaubszeit von 30 Tagen ist die Motivation der Studierenden in der Regel überdurchschnittlich hoch.
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  • Fachwissen aus der Hochschule fließt über Bachelor- und Studienarbeiten in die beteiligten Unternehmen.
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  • Das Studium an der FH Aachen ist mit wenigen Ausnahmen mit keinen weiteren Kosten verbunden. Lediglich die üblichen Sozial- und Studierendenschaftsbeiträge sind zu zahlen.

Eine Bewerbung für ein duales Studium erfolgt fast in allen Fällen direkt über die kooperierenden Unternehmen. Die FH Aachen unterstützt die Bewerber nach Möglichkeit bei der Findung eines geeigneten Unternehmens. Rufen Sie uns bei Fragen an (siehe Beratung)!

Aktuelle Informationen zu den dualen Studiengängen an der FH Aachen finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite 

Beratung zum dualen Studium


Andreas Beumers M.A. 

Koordinator für die dualen Studiengänge an der FH Aachen

FH Aachen
Kaiserstraße 100 (Gebäude TPH 3, Eingang B, 1. Etage)
52134 Herzogenrath

T +49.241.6009 51494
M +49.151.4 25 26 8 27
T +49.2407.55 69 542 

E-Mail a.beumers@fh-aachen.de 


Beratungen oder ein Vermittlungsgespräch für Ausbildungsplätze können sowohl telefonisch als auch im Rahmen eines persönlichen Gesprächs stattfinden.
Termine für ein persönliches Beratungsgespräch können per E-Mail oder Telefon vereinbart werden.

Alternativ können auch Beratungsgespräche nach Voranmeldung an der FH Aachen, Gebäude Bayernallee 11, angeboten werden.

Kooperationspartner

Studiengang: Mechatronik 
Abschluss: Bachelor of Engineering
Zugang zu weiteren Studienmöglichkeiten: aufbauende Masterstudiengänge
Regelstudienzeit: 9 Semester (210 Credits)
Zulassung: jeweils zum Wintersemester 
Bewerbung: direkt bei der FH Aachen
Studienort: Aachen, Goethestraße
Sprache der Lehrveranstaltungen: deutsch
Akkreditiert am: Studiengang wird gerade akkreditiert

Betätigungsfelder

Mechatronik ist eine neue, zukunftsorientierte Technologie. In vielen Bereichen des Ingenieurwesens vollzieht sich heute ein drastischer Wandel. Zunehmend gewinnen im Maschinenbau die Elektrotechnik/Elektronik sowie die Informationstechnik an Einfluss auf die klassischen Methoden und Arbeitsweisen. Zahlreiche technische Probleme lassen sich bereits heute nur noch durch einen fachübergreifenden Ansatz lösen.

Um die vielfältigen technischen Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, müssen deshalb traditionelle Grenzen im Ingenieurwesen überwunden und technologisches Neuland betreten werden. Als neue Technologie vereint die Mechatronik Elemente der traditionellen Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik und unterstützt die interdisziplinäre Arbeit und fachübergreifendes Denken. Mechatronik fördert damit den gewünschten Synergieeffekt bei der Lösung immer komplexer werdender Aufgaben.

Mechatronik ist eine der technologischen Innovationen des 21. Jahrhunderts mit erheblichem Wachstumspotential und der Chance der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Mechatronische Systeme verändern die Weltmärkte. Global hat die Entwicklung bereits stark an Dynamik gewonnen. Die gleichzeitig erkennbare Miniaturisierung eröffnet für Forschung und Industrie neue Potenziale, Optionen und Herausforderungen.

Fachstudienberater

Dipl.-Ing. Johann Pfeiffer SFI
Goethestraße 1
52064 Aachen
Raum Goe 02212
pfeiffer(at)fh-aachen.de
T: +49.241.6009 52434
F: +49.241.6009 52681
Dipl.-Ing. Jürgen Schönwald
Goethestraße 1
52064 Aachen
Raum Goe 00411
schoenwald(at)fh-aachen.de
T: +49.241.6009 52433
F: +49.241.6009 52681

Downloads

Broschüre Mechatronik

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Datum der letzten Veränderung: 02/13/20

Praktikumsrichtlinien Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik

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Datum der letzten Veränderung: 12/05/19

Prüfungsordnung Bachelorstudiengänge „Mechatronik“, „Mechatronik (Teilzeit)“, „Dualer Studiengang Mechatronik (DIMech)“ | lesbare Fassung

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Datum der letzten Veränderung: 05/29/20
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