EduPrint

Generative Fertigungsverfahren, mit deren Hilfe dreidimensionale Strukturen gedruckt werden können, gewinnen aktuell immer mehr an Bedeutung und werden bereits in vielen Branchen erfolgreich eingesetzt. Folglich spielt die Forschung und Entwicklung neuer Technologien eine essentielle Rolle.
Im Rahmen des studentischen Projektes EduPrint steht nicht der Aufbau einer 3D-Druckplattform im Vordergrund, sondern die Entwicklung von Druckprozessen, die eine additive Prozessierung von neuen Materialien ermöglichen.
Üblicherweise werden die generativen Fertigungsverfahren in zwei Marktsegmente aufgeteilt. Die Systeme, die dem industriellen kommerziellen Bereich zugeordnet werden, sind meist in sich geschlossenes System (Black-Box Prinzip) und nicht ausbaufähig. Zudem sind die Geräte sehr kostspielig und die verwendeten Materialien werden allein vom Hersteller vertrieben, wodurch z.T. hohe Druckkosten entstehen. Jedoch weisen diese Systeme eine gleichbleibende Druckqualität und eine bedienerfreundliche Oberfläche für den Anwender auf.
Geräte für den Hobby und Privatmarkt hingegen sind meist preisgünstige Systeme, die durch ihre Bauweise und Architektur (inkl. Software) oftmals eigene Modifizierung ermöglichen. Diese Systeme weisen allerdings meist auch Einschränkungen auf, die es erschweren ein kontinuierliches und gleichbleibendes Druckergebnis zu erhalten. Des Öfteren ist bei solchen Systemen eine wiederholende manuelle Justierung der Plattform von Nöten, die eine allgemeine Bedienung in einer Arbeitsgruppe ohne Einweisung erschweren.

Das Basissystem der Firma Hyrel, welche im Zuge des Projekts verwendet wird unterscheidet sich von den Systemen aus den erwähnten Segmenten und vereint diese, indem die Nachteile teilweise beseitigt und die Vorteile so weit wie möglich vereint werden. Hierbei bietet das System die Verwendung von bis zu 4 Druckköpfen, die während des Druckprozesses automatisiert gewechselt werden können. Somit ist die Herstellung von neuartige Verbundwerkstoffe möglich, die aus verschieden Materialien aufgebaut werden und die Eigenschaften dieser vereinen. Zusätzlich handelt es sich hierbei um ein offenes System, indem sowohl die Hardware als auch die Software der einzelnen Köpfe modifiziert werden kann. Darüber hinaus ermöglicht ein zusätzliches Entwicklungs-Kit die eigene Entwicklung von Druckerköpfen, welche den Studenten und Benutzer ein experimentieren mit neuen Materialien ermöglicht.
Mit Hilfe solch eines Systems ist die Arbeitsgruppe nicht aufgefordert, bei neuen Ansätzen und Ideen eine vollkommen neue Plattform zu erwerben, sondern lediglich gewisse Komponente und Parameter zu modifizieren und anzupassen.

Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung von Druckprozessen, welche vom Anwender für den aktuellen Gebrauch modifiziert und angepasst werden können. Zusätzlich erlaubt dieser Ansatz Druckverfahren für Werkstoffe und Materialien zu entwickeln, welche üblicherweise bisher nicht mit Hilfe von generativen Fertigungsverfahren prozessiert werden.

Betreuender Professor

Prof. Dr. rer. nat. Torsten Wagner
Heinrich-Mußmann-Straße 1
52428 Jülich
Raum 01B(2^5-1)
torsten.wagner(at)fh-aachen.de
T: +49.241.6009 53766
F: +49.241.6009 53235

Studentischer Projektleiter

Saman Roozitalab

saman.roozitalab(at)alumni.fh-aachen.de

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