4. Tag der Lehre an der FH Aachen | Lehrimpulse

Deep Learning - Vom Wissen zu Verstehen | 10.10.2019

Aktive Lehre für ein nachhaltiges Lernen

 

 

 

„Dieser Tag der Lehre ist auch ein Tag des Lernens.“ Prof. Dr. Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre der FH Aachen, brachte den Tenor der Veranstaltung in seinen begrüßenden Worten auf den Punkt. Die FH Aachen hatte zum 4. Tag der Lehre eingeladen, die Veranstaltung stand unter dem Motto „Deep Learning - Vom Wissen zu Verstehen“. Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Lehrende, Mitarbeitende und Studierende – waren ins Hauptgebäude der FH Aachen gekommen, um über die Frage zu diskutieren, wie man die Lehre gestalten kann, damit sie zu nachhaltigem Lernen führt.

In Zeiten der Digitalisierung ist Wissen in bisher ungeahnter Menge frei verfügbar; entscheidend ist, ebenso verantwortungsvolle wie kreative Verfahren zu entwickeln, wie das Wissen in Erkenntnis überführt werden kann. In seiner Begrüßung betonte Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann: „Studierende lernen bei uns, Informationen nicht nur zu reproduzieren, sondern reflektiert zu hinterfragen, neu zu verknüpfen, und durch Verstehen zu neuem Wissen weiterzuentwickeln.“

Wie also erreicht man, dass Studierende nicht nur wissen, sondern auch verstehen? Was können Lehrende beitragen, um vom Verständnis zur Anwendung, Analyse oder Synthese von Wissen zu gelangen? Schon der erste Fachvortrag von Dr. Kristina Edström (Kungliga Tekniska Högskolan, Stockholm) brachte interessante Antworten. Sie sprach sich dafür aus, klare Ziele vorzugeben und einen hohen Qualitätsanspruch zu verteidigen. Dies sei aber nur dann erfolgversprechend, wenn die Lehrangebote aktives Lernen auf Seiten der Studierenden auch belohnten. Sie sagte: „Wir müssen die Kurse so anlegen, dass die Arbeit der Studierenden zum gewünschten Ziel führt.“

Dass Studierende Ziele des jeweiligen Studiengangs erreichen sollen, erscheint selbstverständlich. Jedoch führen Prüfungsvorbereitungen und erfolgreich abgelegte Prüfungen nicht immer zu tiefgehendem Lernen und Verständnis: Angestrebte Lernergebnisse werden nicht erreicht und können in späteren Phasen des Studiums oder in der Berufswelt nicht mehr abgerufen werden. Prof. Dr. Peter Riegler von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig/Wolfenbüttel ging in seinem Vortrag darauf ein, wie Fehlverständnisse Studierender erkannt und wirksam überwunden werden können. Er präsentierte Forschungsergebnisse, aus denen hervorgeht, dass die „Verständnisquote“ der Studierenden deutlich höher liegt, wenn im Rahmen der Lehre (inter-)aktive Lernmethoden zum Einsatz kommen.

Der Tag der Lehre war auch ein Tag des Lernens: Durch Workshops und eine Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich über unterschiedliche Aspekte moderner Lehre auszutauschen und neue Anregungen mitzunehmen. Wichtig war auch die Mitarbeit der Studierenden. Bei der Podiumsdiskussion betonten Ann-Kathrin Dragesser und Marco Trawinsky, dass sie sich eine höhere Geschwindigkeit bei der Einführung innovativer Lehrmethoden wünschen.

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