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Neuer Professor am Fachbereich

Wir begrüßen herzlich Prof. Dr. Niklas Fourberg, der zum Sommersemester 2026 als neuer Professor für VWL, insbes. Makroökonomie startet.

Porträtbild von Prof. Dr. Niklas Fourberg

Wichtige Stationen Ihrer Ausbildung und Ihres beruflichen Werdegangs in Kurzform:

Den Grundstein hat meine Promotion am Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE) gelegt, wo ich mich intensiv mit Wettbewerbsfragen auf Telekommunikations- und digitalen Märkten beschäftigt habe. Als Berater beim Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikation (WIK) folgte dann der Schritt von der Theorie in die politische Praxis: Studien zum Digital Markets Act, Digital Services Act und zur Marktabgrenzung für die Europäische Kommission – mit echtem Einfluss auf Regulierung, die heute millionenfach wirkt. Zuletzt war ich als Chefökonom bei Vantage Towers, Europas zweitgrößtem Funkturmunternehmen, für Marktanalyse und wirtschaftliche Folgenabschätzung verantwortlich. Vom Forscher über den Politikberater zum Unternehmensökonomen: Drei Perspektiven auf Digitale- und Infrastrukturmärkte, die ich jetzt gemeinsam in meine Lehre einbringen werde. 

Was hat Ihnen an Ihrem vorherigen Job besonders viel Freude bereitet? 

Dass kein Tag wie der andere war. International tätige Unternehmen operieren auf vielen Märkten gleichzeitig und sind ständig mit neuen Einflüssen konfrontiert, wie z.B. durch neue Gesetzgebungsverfahren, makroökonomische Entwicklungen oder geänderte strategische Verhaltensweisen von Wettbewerbern. Was mich dabei am meisten begeistert hat: die Ergebnisse dieser Analysen an völlig unterschiedliche Zielgruppen zu kommunizieren – vom eigenen Vorstand über die Europäische Kommission bis hin zu Journalisten. Inhalte und Ergebnisse so zu kommunizieren, dass sie von jedem verstanden werden hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und motiviert einfach.

Welche praktischen Erfahrungen können Sie in Ihre Lehre integrieren? 

Ökonomie passiert jeden Tag – in den Nachrichten, beim Einkaufen, wenn Unternehmen fusionieren oder Regulierer eingreifen. Mein Anspruch ist es, genau das sichtbar zu machen: ob es um gestiegene Rohstoffpreise durch Sektorzölle geht, um Inflationsauswirkungen in Zulieferverträgen oder um das strategische Verhalten von Plattformen auf digitalen Märkten. Nichts bleibt so sehr im Gedächtnis wie ein Beispiel, das man selbst schon erlebt hat – und ich freue mich schon darauf, den Studierenden davon zu berichten.

Welche Lehrveranstaltungen bieten Sie an? (Winter- und Sommersemester)

  • Sommersemester 2026: Makroökonomie | Competition Analysis of International and European Markets
  • Wintersemester 2026/27: Makroökonomie | Macroeconomics (englischsprachig)

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer neuen Tätigkeit am meisten? 

Ich freue mich schon sehr auf den Austausch mit unseren Studierenden, als die Entscheider von morgen, und ihre Perspektive auf aktuelle Themen und volkswirtschaftliche Herausforderungen. Darüber hinaus natürlich auch auf das Kollegium des Fachbereichs, viele inspirierende Gespräche und neue Ideen. Kurz: Ich freue mich auf gute Gespräche im Hörsaal, am Schreibtisch, in der Mensa und irgendwann hoffentlich auch auf der Weihnachtsfeier.

Was wünschen Sie sich von den Studierenden? 

Neugier. Und den Mut, Dinge zu hinterfragen – auch mich. Ich würde mich freuen, wenn die Studierenden nach unseren gemeinsamen Modulen in die Nachrichten schauen und denken: „Moment, das kenne ich, das haben wir analysiert.“ Wer einmal verstanden hat, wie Märkte funktionieren, kann politische und wirtschaftliche Debatten ganz anders einordnen. Dieses Aha-Erlebnis gemeinsam zu erleben, darauf freue ich mich.

Wie würden Sie sich beschreiben? 

Ich würde mich als bodenständigen und humorvollen Menschen bezeichnen. Wenn ich eine neue vielversprechende Idee habe, egal ob in Lehre, Forschung oder privat, werden Sie mich wahrscheinlich ein paar Tage nur lächelnd sehen. In meiner Arbeit ist mir ein kollegialer Umgang auf Augenhöhe sehr wichtig. Hierarchien sind für Organigramme, nicht für gute Ergebnisse.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? 

Am liebsten mit meiner Familie oder beim Sport (leider ist Skifahren recht saisonal, deswegen laufe ich auch und fahre Rennrad). Ansonsten habe ich bestimmt noch ein bis zwei „do it yourself“ Heimwerkerprojekte, die schon wieder doppelt so lange dauern, wie zuerst gedacht.