Wie arbeiten die Teams in sustainCREATE?
Ein zentrales Merkmal von sustainCREATE ist die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg. Studierende der Fachbereiche: Energietechnik, Gestaltung und Chemie und Biotechnologie bilden interdisziplinäre Teams und bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven in den gemeinsamen Prozess ein.
-Studierende der Ingenieurwissenschaften bringen technisches Know-how, Systemverständnis und analytische Kompetenzen ein.
-Studierende der Gestaltung steuern Methoden für nutzerorientiertes Design, Visualisierung und kreative Konzeptentwicklung bei.
-Studierende der Chemie und Biotechnologie ergänzen Expertise zu Materialien, Prozessen und Kreislaufstrategien.
Diese Teams arbeiten nicht im „Labor für sich“, sondern von Beginn an mit externen Partner:innen zusammen. Dazu gehören Schüler:innen, die eigenen Fragestellungen und Perspektiven einbringen, genauso wie zivilgesellschaftliche Organisationen und insbesondere diverse Expert:innen aus der Wirtschaft. Gemeinsam mit diesen Partnern werden relevante Themenfelder identifiziert, etwa:
-Energie- und Ressourceneinsparung in Gebäuden oder Prozessen
-nachhaltige Mobilitätskonzepte in Stadt und Region
-Kommunikationsformate für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Alltag
-zirkuläre Produkt- und Nutzungskonzepte im Umfeld von Chemie, Materialien und Gestaltung.
Auf dieser Basis entstehen konkrete Projektaufgaben, die über ein Semester hinweg bearbeitet werden.
Didaktisch verbindet sustainCREATE kreative Designmethoden mit Instrumenten der Wirkungsanalyse und des unternehmerischen Denkens.
Im Projekt werden unter anderem eingesetzt:
-Design Thinking und verwandte Methoden wie Human-Centered Design und der „Double Diamond“ zur strukturierten Ideenentwicklung.
-Prototyping – von schnellen, einfachen Prototypen zum Testen von Ideen bis zu weiterentwickelten Demonstratoren, die in Schul- oder Unternehmenskontexten erprobt werden können.
-digitale und indikatorgestützte Ansätze der Nachhaltigkeitsbewertung, die ökologische, soziale und ökonomische Wirkungen qualitativ und – soweit möglich – quantitativ erfassen.
-Storytelling und visuelle Kommunikation, um komplexe Inhalte so aufzubereiten, dass sie für verschiedene Zielgruppen verständlich und motivierend sind.
-unternehmerische Methoden aus dem Bereich Sustainable Entrepreneurship und Green Business Model Innovation, um zu prüfen, wie tragfähig und anschlussfähig die entwickelten Lösungen sind.
Diese Methoden werden nicht additiv aneinandergereiht, sondern in einem zusammenhängenden Lehr-Lernkonzept integriert. In einem typischen Projektverlauf lernen die Studierenden zunächst Methoden zur Analyse von Problemfeldern und zur gemeinsamen Ideengenerierung kennen. Anschließend werden ausgewählte Ideen in Prototypen überführt, parallel mit passenden Bewertungswerkzeugen reflektiert und schließlich in eine Form gebracht, die gegenüber Schulen, Unternehmen oder der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden kann.