Worum geht es in sustainCREATE?
Die Ausgangsbeobachtung des Projekts ist: Viele Hochschulveranstaltungen zu Nachhaltigkeit bleiben auf der Ebene von Wissen und Bewusstseinsbildung stehen. Studierende hören viel über Klimawandel, Ressourcenknappheit oder soziale Gerechtigkeit, bekommen aber vergleichsweise selten die Gelegenheit, dieses Wissen in reale, eigenständig gestaltete Projekte zu übersetzen. Zudem werden Bewertungskompetenzen – also die Fähigkeit, ökologische, soziale und ökonomische Effekte von Ideen systematisch abzuschätzen – bisher nur punktuell und selten als eigenständiger Lerngegenstand vermittelt.
sustainCREATE setzt genau hier an. Das Projekt versteht Nachhaltigkeit als einen Prozess, der kreative Gestaltung, fundierte Bewertung und wirkungsorientierte Kommunikation zusammenbringt. Studierende entwickeln eigene Lösungsansätze für reale Fragestellungen, bauen Prototypen, testen diese und nutzen anerkannte Bewertungsinstrumente, um die Wirkungen ihrer Ideen nachvollziehbar zu machen. Die Nachhaltigkeitsbewertung wird so selbst Teil des Lernprozesses: Sie dient nicht nur der Dokumentation von Ergebnissen, sondern prägt die Art und Weise, wie über Lösungen nachgedacht wird.