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Damit grüne Innovationen Realität werden
MUNV NRW | Susanne Lindner
Am Institut NOWUM-Energy der FH Aachen wird derzeit eine Technologie entwickelt, mit der überschüssige erneuerbare Energie in speicherbares Methan umgewandelt werden kann – eine Idee, die nicht nur dem Umwelt- und Klimaschutz zugutekommt, sondern die auch Marktpotenzial hat. Jetzt haben Kevin Hoffstadt, Dr. Simone Krafft und Sebastian Erren ihr Konzept FermenTorsion bei einem Businessplan-Wettbewerb des Landesumweltministeriums vorgestellt.
Beratung und Unterstützung
KUER.NRW ist ein zentrales Förderinstrument der Umweltwirtschaftsstrategie des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV). Der Wettbewerb richtet sich an Gründer:innen aus den Bereichen Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung (KUER). Er wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgerichtet, 43 Teams nahmen teil. Über fünf Monate erhielten die Teams individuelle Beratung, Zugang zu einem Mentor:innen-Netzwerk sowie Unterstützung durch Expert:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Für das Finale wurden die zehn besten Businesspläne ausgewählt – darunter auch das FH-Projekt.
Modulares Bioreaktorsystem
“Wir sind sehr froh, dass wir eine Einladung zum Finale bekommen haben und unser Vorhaben vorstellen konnten”, berichtet das Jülicher Forschungsteam. Vor Ort habe sich ein interessanter Austausch mit Vertreter:innen anderer Start-Ups und der Politik ergeben. Über die Top-Ten-Ideen, die es bis ins Finale geschafft haben, wurde jeweils auch ein kurzer Imagefilm gedreht.
Das Team FermenTorsion hat sich zum Ziel gesetzt, ein modulares Bioreaktorsystem zu entwickeln, das überschüssigen erneuerbaren Strom in speicherbares Methan umwandelt. Geplant ist der Verkauf oder die Vermietung der containerbasierten Module an CO2 freisetzende Betriebe wie Biogasanlagen und Stadtwerke, die ihre Energieversorgung nachhaltiger gestalten wollen.
Smart und nachhaltig
Umweltminister Oliver Krischer sagte bei der Preisverleihung: “Die Innovationen der Gewinner machen sichtbar, wie smarte Technik und nachhaltiges Produktdesign im Alltag wirken können. Grüne Gründungen wie die KUER-Finalisten entwickeln Lösungen, die NRW widerstandsfähiger machen und unseren Weg in eine moderne, nachhaltige Wirtschaft stärken.” Das Umweltministerium unterstützt seit 2014 gezielt Start-ups der Umweltwirtschaft und richtet jährlich den KUER.NRW Businessplan-Wettbewerb aus. Seitdem haben insgesamt 679 Gründerinnen und Gründer in 306 Teams teilgenommen.
FH Aachen