Details

Flexibel, flächeneffizient, gemeinschaftlich

Beim 15. Wettbewerb der S-Immo und der FH Aachen überzeugten die Entwürfe der Studierenden für studentischen Wohnraum

Ein Möbelstück, das Bett, Schreibtisch und Stauraum in einem bietet, flexibel erweiterbarer Wohnraum oder eine klimatische Gebäudehülle: Die Entwürfe, die Studierende beim 15. Studierendenwettbewerb der S-Immo und der FH Aachen vorlegten, waren kreativ und vielseitig. Als Tochter der Sparkasse vermittelt die S-Immo seit 1993 Immobilien im Raum Aachen. Neun Architekturstudierende hatten nun unter der Betreuung von Prof. Ulrich Eckey und Prof. Dr. Carolin Stapenhorst am Wettbewerb teilgenommen. Das Besondere: Die Studierenden sollten studentischen Wohnraum für ein reales Grundstück der Gewoge AG am Westpark entwerfen. Der Fokus lag dabei auf selbstbestimmtem, flächeneffizientem und flexiblem Wohnen. “Besonders gelungen erschienen die Entwurfslösungen, die die Standards bewusst hinterfragt und die Verteilungen von privatem und kollektivem Raum neu ausgehandelt haben”, so Prof. Stapenhorst.

Ausgezeichnete Ideen

Über den ersten Platz durfte sich Philipp Noll freuen. In seinem Entwurf ermöglichen flexible Trennwände, das eigene Zimmer zu verkleinern und den Gemeinschaftsbereich zu vergrößern. Durch ein bewegliches Möbel, das Bett, Schreibtisch und Stauraum zugleich ist, können Studierende ihr Zimmer je nach Tageszeit und Nutzung organisieren. 

Den zweiten Platz gewann Güldehan Sariköse mit ihrem Entwurf unter dem Motto „Minimum Privat – Maximum Gemeinschaft“. Durch ein flexibles Raster aus Cubes können Studierende die Zimmergrößen selbst anpassen und entscheiden, wie groß ihr eigenes Zimmer ist und welche Fläche sie mit anderen teilen. 

Cherine Atif erreichte den dritten Platz. In ihrem Entwurf ermöglicht ein selbst gebautes Tragegerüst im Raum den Studierenden, ihre Zimmer flexibel einzurichten. Verschiebbare Module wie Schränke brechen mit einem starren Raumkonzept. Eine klimatische Gebäudehülle um den Wohnkomplex schafft ganzjährig nutzbare Aufenthaltsbereiche. 

Neben den drei Preisen gab es auch einen Ankauf, der eine besonders interessante Idee würdigt. Diesen erhielt Oskar Witting für ein dichtes typologisches Gefüge, das einen belebten, urban wirkenden Raum am Westpark erzeugt. Die S-Immo stiftete ein Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro für die Preise und den Ankauf.