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Mit der FH Aachen aufs Siegertreppchen
Einmal bei einem Grand Prix auf dem Podium stehen: Ein Team des Aachener Einhard-Gymnasiums hat sich diesen Traum erfüllt. Bei den STEM World Racing Finals in Singapur kamen sie auf den zweiten Rang, insgesamt waren 91 Teams aus 35 Ländern bei dem Wettbewerb am Start. Unterstützt wurde das Einhard-Team vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen.
FH Aachen | Arnd Gottschalk
Mit Technik und Teamgeist zum Erfolg
STEM steht im Englischen für “Science, Technology, Engineering and Mathematics”, im Deutschen steht dafür die Abkürzung MINT. Das STEM Racing ist ein multidisziplinärer, internationaler Technologiewettbewerb, bei dem Schüler:innen im Alter von 11 bis 19 Jahren einen Miniatur-Rennwagen am Computer entwickeln, fertigen und anschließend ins Rennen schicken. Ziel ist es, die vom Motorsport ausgehende Faszination zu nutzen, um den Jugendlichen ein aufregendes Lernerlebnis zu bieten.
Vom 3. bis 8. Oktober fand das Weltfinale in Singapur statt. Über die erfolgreiche Teilnahme an den regionalen sowie den deutschen Meisterschaften hatten die Einhard-Schüler:innen sich qualifiziert. Beim Wettbewerb galt es verschiedene Disziplinen zu absolvieren, unter anderem eine technische Prüfung sowie eine Begutachtung von Konstruktion, Fertigung, Businessplan und Design. Die Krönung ist natürlich das Rennen: Die etwa 15 Zentimeter langen Rennwagen werden von einer CO2-Kartusche angetrieben, sie erreichen auf der 20 Meter langen Rennstrecke eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde.
FH Aachen | Arnd Gottschalk
FH Aachen unterstützt bei Konstruktion und Fertigung
Der Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen hilft seit 2011 bei der Konstruktion und Fertigung der Rennwagen. Die Kooperation umfasst eine Schulung im Bereich CAD (Computerunterstützte Konstruktion), weiterführende Beratung im Bereich CAM (Computerunterstützte Fertigung), Beratung in Fragen des 3D-Drucks durch das Goethe-Lab sowie Tests der Prototypen im Strömungskanal im des Strömungslabors. Auch bei der Fertigung wurde das Team von der FH Aachen unterstützt. In der Zentralwerkstatt wurden die Boliden aus PU-Modellschaum gefräst und die Reifen aus dem Kunststoff Polyoxymethylen gedreht. Darüber hinaus wurden einzelne Bauteile gezielt optimiert. „Grundlage unseres Erfolgs war die intensive Entwicklungsarbeit mit der FH“, betonte das Team bei der Feier, die die Schule für ihre erfolgreiche AG in der Aula veranstaltete.
Ein zweiter Platz mit großer Wirkung
Bei der Feier gratulierte Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons den Schüler:innen: “Das ist eine Leistung, die man nicht hoch genug einschätzen kann.” Er hob hervor, dass das Team einen großen Teil der Arbeit selbst gestemmt habe – nicht nur Konstruktion und Fertigung des Rennwagens, sondern auch die Organisation der Reise und die Akquisition von Sponsor:innen.
Für die Schüler:innen war die Reise nach Singapur ein unvergessliches Erlebnis. Mehr als 800 Teilnehmende aus der ganzen Welt waren zu den Finals angereist, die einzelnen Wettbewerbe waren nervenaufreibend und spannend. Am Ende behielt das Team LYNX RACING aus Saudi-Arabien mit 827,5 Punkten knapp die Oberhand vor dem Aachener Team aiXplosion (823,7), auf Rang 3 kam mit Spectrum ebenfalls eine deutsche Mannschaft. Der Wettbewerb fand im Rahmen des Grand Prix von Singapur statt, der Motorsportweltverband FIA gehört zu den Initiatoren. So ergab sich für die siegreichen Teams eine besondere Ehre: Sie durften auf das Siegertreppchen des Marina Bay Street Circuit – der Ort, wo auch Max Verstappen, Charles Leclerc und Kimi Antonelli feierten. Herzlichen Glückwunsch an Amelie, Joao, Mia, Moritz, Niklas, Paula und Lisanne!