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Mit KI den Kühlschrank finden

Zweiwöchige Summer School am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik: Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeit mit ROS

“Hier steht ein Kühlschrank – also bin ich in der Küche.” Was für einen Menschen offensichtlich ist, stellt einen Roboter vor Herausforderungen. Wie sich solche – und viele weitere – Herausforderungen bewältigen lassen, haben 20 Studierende aus aller Welt bei der 13. ROS Summer School des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik gelernt. Im Mittelpunkt stand dabei die praktische Arbeit.

Wahrnehmen, navigieren, bewegen

Fachlich organisiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Stephan Kallweit. “Es geht um Wahrnehmung, Navigation und Bewegung”, erläutert er. Die Studierenden lernen bei der zweiwöchigen Summer School, wie sie die Roboter programmieren; beim Finale müssen diese einen Parcours bewältigen. Die “TurtleBots” sind technische Verwandte von Staubsaugerrobotern, sie sind mit Kameras, Laserscannern und einen kleinen Computer ausgestattet. An den Wänden des Spielfelds befinden sich ausgedruckte Bilder, die eine Badewanne, ein Bett oder eben einen Kühlschrank zeigen. Die Roboter müssen diese Objekte detektieren, einem entsprechenden Raumtyp zuweisen und sich durch die Wohnung bewegen. 

Sprachsteuerung mit KI

Der Einsatz von KI-Werkzeugen ist in der Robotik nichts Neues, etwa wenn es um die Verarbeitung visueller Informationen geht. “In diesem Jahr haben wir erstmals eine Sprachsteuerung eingesetzt”, sagt Stephan Kallweit, “die Teams geben den Robotern Sprachbefehle über ein Mikrofon.” Diese werden über ein KI-Sprachmodell umgesetzt, auf dieser Grundlage entwickeln die Roboter die passende Strategie – etwa um die Küche zu finden. “Wir wollen den Studierenden zeigen, wie einfach es ist, Robotik mit KI-gestützten Methoden zu nutzen”, fügt er hinzu. Vor allem beim Einsatz im industriellen Bereich sei es wichtig, dass die Roboter zuverlässig und sicher funktionierten – "ein Halluzinieren können wir uns da nicht erlauben", sagt der Professor.