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Prima fürs Klima: Innovative Ideen für die Prozesswärmeversorgung

Expert:innen diskutieren beim Fachkolloquium Energietechnik am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik

Nach Schätzungen des Umweltbundesamts macht Wärme mehr als 50 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs aus. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Prozesswärme – also die Energie, die in der Industrie für technische Verfahren wie Trocknung, Schmelzen oder Dampferzeugung verwendet wird. Beim Fachkolloquium Energietechnik diskutierten Fachleute jetzt, wie diese Prozesswärme klimaneutral produziert werden kann.

Studierende, Absolvent:innen und externe Gäste

Organisiert wurde die Tagung von Prof. Dr. Uwe Feuerriegel, der am Fachbereich für das Lehrgebiet Thermische Energietechnik verantwortlich zeichnet. “Das ist wie ein Klassentreffen”, sagte er zur Begrüßung; neben aktuellen Studierenden waren auch Absolvent:innen aus den letzten 25 Jahren und Fachleute aus der Wirtschaft unter den Gästen.

Innovation in der Praxis

Das Ziel der klimaneutralen Bereitstellung von Prozesswärme ist ambitioniert, da bislang noch hauptsächlich fossile Energieträger zum Einsatz kommen. In seinem Vortrag schilderte Prof. Feuerriegel anhand eines innovativen Beispiels aus der Praxis, wie der Umstieg gelingen kann. Bei den Nivelsteiner Sandwerken in Herzogenrath wird eine Anlage zur Trocknung von Quarzsand betrieben, die bei einer Temperatur von 800 Grad Celsius arbeitet. Zukünftig soll die Anlage klimaneutral betrieben werden und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Prozesswärmeversorgung leisten. “Eine CO2-neutrale Prozesswärmeerzeugung ist grundsätzlich machbar, alle benötigten Technologien sind vorhanden”, betonte Prof. Feuerriegel.

Vorträge und Diskussion

Die Fachvorträge im Rahmen des Kolloquiums steuerten Dr. Christof Dahmen (Otto Junker Solutions GmbH), Dr. Michael Kleiber (thyssenkrupp Uhde GmbH) sowie Julia Rauw und Dr. David Blass (IKB Deutsche Industriebank AG) bei. “Unsere Tagung bietet eine hervorragende Gelegenheit zum praxisorientierten Austausch”, bilanzierte Prof. Feuerriegel. Davon würden vor allem die teilnehmenden Maschinenbaustudierenden profitieren.