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Sieg für den FH-Roboterhund
FH Aachen | Shahin Nouri Athar
Das FH-Team ALeRT, kurz für Aachen Legged Rescue Team, hat mit seinem Roboter den ersten Platz bei den Legged Robot Challenges auf der International Conference on Robotics and Automation (ICRA) 2026 geholt. Trotz Routerschaden, einem angebrochenen Roboter-Arm und einem Kurzschluss konnte es sich gemeinsam mit einem Team aus Österreich den Titel „1st Place Overall“ sichern – sogar mit ein paar Punkten Vorsprung.
„Zwischendurch wurde es spannend, aber beim Start des Finaldurchlaufs waren alle technischen Probleme vollständig behoben, sodass wir mit einem stabilen und voll funktionsfähigen System antreten konnten“, erzählt Maximilian Kirsch, der das Team des Instituts für Mobile Autonome Systeme und Kognitive Robotik (MASKOR) der FH Aachen gemeinsam mit Christoph Gollok leitet. Neben Kirsch unterstützte auch Prof. Dr. Alexander Ferrein, der das Institut leitet und Robotik und Grundlagen der Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik lehrt, das Team vor Ort.
Roboter für Einsätze testen
Bei den Legged Robot Challenges der ICRA treten ferngesteuerte und autonome Laufroboter gegeneinander an, um sie für Katastrophen- und Rettungseinsätze zu testen und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen robuste Mobilität, zuverlässige Wahrnehmung und autonome Navigation über unterschiedlichste Geländearten. Die ICRA fand Anfang Juni in Wien statt und wurde von der Robotics and Automation Society des Institutes of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veranstaltet.
FH Aachen | Arnd Gottschalk
Maximal 15 Kilogramm schwer
Die FH-Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen traten mit ihrem selbst programmierten Rettungsroboter an, der auf den ersten Blick wie ein Hund aussieht. Die Basis, quasi Rumpf und Pfoten, stammt von einem gängigen Produkt, dem „Spot“ von Boston Dynamics. Der Clou ist aber der Aufbau – sozusagen Hirn, Augen und Ohren. „Wir haben verschiedene Sensor- und Kamerasysteme installiert“, erläutert Gollok. Ein kleiner Computer verarbeitet die Signale, die wiederum über einen Router mit der Basisstation ausgetauscht werden. Die gesamte Payload darf maximal 15 Kilogramm wiegen. „Es kommt auf jedes Gramm an“, sagt Gollock. Um den Aufbau zu optimieren, hat das ALeRT-Team viele Elemente im 3-D-Drucker maßgefertigt.
Bald ist das Team wieder unterwegs: Vom 30. Juni bis zum 6. Juli findet die RoboCup Weltmeisterschaft in Südkorea statt. Gute Voraussetzungen haben sie: Bei den RoboCup German Open 2026, dem größten KI-Robotik-Wettbewerb Europas, gewannen sie die Rescue Robot League.