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Smarte Gebäudetechnik braucht interdisziplinäre Fachleute

Begrüßung der Erstsemester des Studiengangs Smart Building Engineering (SBE) und Vergabe des Awards der Stiftung Smart Building

“Um die vielschichtigen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, braucht es ebenso vielschichtige Kompetenzen”, sagte Prof. Dr. Christof Schelthoff, Prorektor für strategische Planung und IT, bei der Begrüßung der neuen Studierenden des Studiengangs Smart Building Engineering (SBE) der FH Aachen. Der Bachelorstudiengang vermittelt umfassendes Wissen und Fähigkeiten rund um das Themenfeld der technischen Gebäudeausrüstung. Heizungs-, Beleuchtungs- und Informationssysteme, die ein Gebäude „lebendig“ machen, werden für den smarten Bau zunehmend wichtiger – und komplexer. Deshalb brauche es interdisziplinär ausgebildete Fachkräfte, die für eine intelligente Verknüpfung der technischen Gebäudestrukturen sorgen, so Christof Schelthoff weiter: “Künstliche Intelligenz hilft uns bereits jetzt bei der Bewältigung verschiedenster Aufgaben. Trotzdem wird akademische Kompetenz wichtig bleiben. Sie müssen lernen zu bewerten und zwar über die Grenzen der Fachbereiche hinaus.”

SBE als interdisziplinärer Studiengang

Auch Prof. Dr. Haldor Jochim, Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen, betonte in seiner Ansprache die besonders breite Ausrichtung des Studiengangs: „SBE ist hochaktuell. Damit unsere Studierenden später smarte Gebäudetechnologien entwickeln können, legen wir großen Wert auf eine ganzheitliche und interdisziplinäre Ausbildung.“ Dies sei entscheidend, denn spätestens im Beruf müssen die SBE-Absolvent:innen über Fachgrenzen hinweg kommunizieren. Diese Schnittstellenposition werde daher bereits im Studium berücksichtigt. „Wer mit Architekt:innen kommunizieren möchte, sollte deren Handwerk grundsätzlich verstehen“, führte der Dekan beispielhaft an. SBE ist zwar dem Fachbereich Bauingenieurwesen zugeordnet, arbeitet jedoch Hand in Hand mit den Fachbereichen Architektur sowie Elektrotechnik und Informationstechnik zusammen.

Die besten Bachelorarbeiten werden geehrt

Gefördert wird der Studiengang von der Stiftung Smart Building, einem Zusammenschluss regionaler Unternehmen der Baubranche. Jedes Jahr vergibt die Stiftung zudem die SBE-Awards, mit denen die drei besten Bachelorarbeiten des vergangenen Studienjahres ausgezeichnet werden. Die diesjährigen Awards überreichte Georg Spennes, Vorsitzender der Stiftung Smart Building. Den ersten Platz belegte Patric Jachimowski mit seiner Arbeit „Gebäudeautomation in der Praxis mit Revit: Vergleichende Analyse des KNX und BACnet Bussystems anhand realer Planungsszenarien in Wohn- und Bürogebäuden“. Thujiethaa Thuraisingam erreichte den zweiten, Christian Vennedey den dritten Platz.

SBE – und dann?

Mehr als 70 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch SBE-Alumnus Marcel Rögner. Zum Abschluss berichtete er von seinen Erfahrungen im Studium und den beruflichen Perspektiven des Studiengangs. Er hob die familiäre Atmosphäre im Studiengang hervor und riet den Erstsemestern: „Nutzt diesen Zusammenhalt.“ Außerdem betonte er die unschätzbar wertvollen Kontakte zu regionalen Unternehmen, die inzwischen fester Bestandteil des Studiums sind. So konnten er und einige seiner Kommiliton:innen schon früh praktische Erfahrungen sammeln und beruflich Fuß fassen. Heute ist Marcel Rögner Teamleiter; vor zwei Jahren noch nahm er als Gewinner den SBE-Award entgegen.