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Was Schule und Hochschule verbindet? Die Praxisnähe!

Zusammenarbeit zwischen der zweijährigen Berufsfachschule für Ingenieurtechnik und der FH Aachen. Schülerinnen und Schüler machen Praktikum am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik.

“Die FH ist der ideale Partner für uns”, sagt Andreas Gossens, “hier sind wir direkt an der Praxis.” Der Abteilungsleiter betreut zwölf Schülerinnen und Schüler, die den zweijährigen vollzeitschulischen Bildungsgang mit ingenieurtechnischem Schwerpunkt an der Mies-van-der-Rohe-Schule absolvieren und während des Wintersemesters 25/26 jeden Mittwoch die FH Aachen besuchen. Dort absolvieren sie gemeinsam mit Studierenden der FH Aachen die Vorlesungen, Übungen und Praktika zum Lehrmodul Fertigungsverfahren am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik.

Vorbereitung für die Berufspraxis

FH-Mitarbeiter Ralf Sander zeigt den Schüler:innen, wie Geräte im Bereich der Messtechnik funktionieren. Dies ist einer von vier thematischen Blöcken, die sie im Rahmen des Praktikums durchlaufen. Sie haben jeweils 90 Minuten Zeit, sich mit der Thematik vertraut zu machen und – vor allem – das Gelernte auch in der Praxis auszuprobieren. “Messgeräte sind ein wesentliches Arbeitsmittel im Bereich der Fertigungsverfahren”, betont Ralf Sander; nur wer im Umgang mit ihnen geübt ist, kann Aufgaben in der Berufspraxis übernehmen. 

Die FH kennenlernen

Andreas Gossens sagt: “Die meisten unserer Schüler sind mit dem System Hochschule nicht vertraut. Wir wollen ihnen die Chance geben, die FH kennenzulernen.” Am Ende des Schulbildungsgangs steht die Fachhochschulreife; für die Schüler:innen ist ein Studium im Anschluss eine Option. Im vergangenen Jahr hatten der Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik und die Mies-van-der-Rohe-Schule Aachen beschlossen, gemeinsam einen neuen Weg zu gehen. 

Beitrag zur Fachkräftesicherung

Die Kooperation zielt darauf ab, mögliche Hemmschwellen gegen eine akademische Ausbildung abzubauen, die beruflichen Kompetenzen der Schüler:innen der Mies-van-der-Rohe-Schule zu fördern und ihnen Einblicke in die Hochschulbildung zu ermöglichen. Die FH erhält durch die Kooperation die Möglichkeit, ihre Angebote den Schüler:innen vorzustellen. “Wir nehmen sehr gerne Studienbewerber:innen auf, die bereits einen Berufsabschluss haben”, sagt Dekan Prof. Dr. Kristian Arntz. “Diese bringen nicht nur wertvolle berufspraktische Erfahrungen mit, sondern auch eine sehr zielorientierte Arbeitsweise, die sie gut durch das Studium bringt.” Für den Schulleiter der Mies-van-der-Rohe-Schule, Guido Gehre, liegt der Mehrwert der Kooperation vor allem im anwendungsorientierten Ansatz. Als ehemaliger FH-Absolvent kennt er die Vorteile des Grundprinzips “Aus der Praxis für die Praxis” und schätzt die Kooperation der Beteiligten als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.