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Erfolgreicher Auftritt des Fachbereichs Gestaltung auf der „Interzum 2025“

Studierende des Fachbereichs Gestaltung der FH Aachen präsentierten sich mit einem beeindruckenden Messeauftritt auf der internationalen Möbelausrüstermesse Interzum 2025 in Köln.

Die Teilnahme erfolgte im Rahmen des studentischen Wettbewerbs „Summertime“, der in Kooperation mit dem renommierten italienischen Hersteller Tecno Line unter der Leitung und Initiative von Andrea Pizzato von Tecno Line und Prof. Matthias Rexforth im Sommersemester 2024 stattfand.

Zweifache Präsenz auf der Messe

Gleich zwei Ausstellungsflächen wurden durch die Studierenden bespielt:

  • Auf dem zentral gelegenen Messeboulevard zeigte ein großzügig gestalteter Stand insgesamt 14 prototypisierte Outdoor-Möbelstücke.
  • Die vier bestplatzierten und prämierten Entwürfe wurden zusätzlich auf dem Unternehmerstand von Tecno Line präsentiert.

Die offizielle Preisverleihung fand im Rahmen einer Podiumsveranstaltung des Messeforums statt. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Andrea Pizzato (Key Account Manager), Ivan Costacurta (CEO Tecno Line) und Prof. Rexforth.

Kooperationen als Schlüssel zur Innovation

In seinem Vortrag betonte Prof. Rexforth die Bedeutung praxisnaher Kooperationen zwischen Hochschulen und Industrie – insbesondere im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen in der Möbelbranche. Projekte wie „Summertime“ ermöglichen nicht nur realitätsnahe Aufgabenstellungen, sondern fördern durch die Entwicklung physischer Prototypen auch zentrale Kompetenzen für die spätere Berufspraxis.
„Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels sind Fertigkeiten in der Produktentwicklung von enormer Bedeutung“, so Rexforth. Sein Dank galt der Hochschule Aachen, die durch die Bereitstellung und Förderung von Werkstattarbeit diesen praktischen Wissenstransfer ermöglicht.

Designforschung braucht Materialität

Rexforth mahnte zugleich, bei aller digitalen Dynamik die Fertigung als wesentlichen Bestandteil der Designausbildung nicht aus dem Blick zu verlieren. Nachhaltige Produktentwicklung könne nur dann ganzheitlich vermittelt werden, wenn der physische Umgang mit Materialien und Prozessen im Zentrum stehe.
Mit einem weltweiten Umsatz von 728,44 Milliarden US-Dollar (2024) ist die Möbelindustrie ein zentraler Wirtschaftsfaktor – allein ein großer schwedischer Möbelkonzern generierte zuletzt 41,3 Milliarden US-Dollar. Nachhaltigkeit ist in diesem Kontext kein Trend, sondern eine notwendige Voraussetzung für zukunftsfähige Gestaltung.

Interzum als Impulsgeber

Die Interzum bietet als Leitmesse der Branche alle zwei Jahre eine Plattform für Neuentwicklungen, patentierte Technologien und visionäre Ansätze in Design und Produktion. Die unmittelbare Erfahrung von Materialität, Haptik und Verarbeitungsqualität vor Ort ist für Gestalter:innen von unschätzbarem Wert – eine Recherchemöglichkeit durch die Dinge selbst.
Das Ziel solcher Initiativen ist es, kreative Prozesse zu fördern, neue Perspektiven zu eröffnen und Studierende zu ermutigen, aktiv mitzugestalten, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

 

Anerkennungen & Würdigungen

Platz 1: Moritz Steiner – ritrovo

“ritrovo fördert spontane Begegnungen und Geselligkeit – inspiriert vom italienischen Sommer. Flexibles Design, langlebige Materialien, unvergessliche Momente.”

Die Jury würdigt hierbei das klare, funktionale Design, das trotz seiner radikalen Reduktion in der Form und Konstruktion emotionalisierend wirkt und durch seine formale Selbstverständlichkeit zum direkten Gebrauch einlädt. Mit den weitergehenden Ergänzungen innerhalb der gestalteten Produktfamilie ein erfrischendes und kommunikatives Produkt, das ebenso in der Konstruktion mit den wenigen notwendigen Bauelementen hinsichtlich Ressourcenoptimierung und Erstellung überzeugt.
 

Platz 2: Julia Bisalieva – Taburet

Der Hocker zeichnet sich durch minimalistisches Design, Stabilität und Vielseitigkeit aus. Stapelbar und wetterfest passt er sich flexibel an verschiedene Einsatzbereiche an.

Klares Design und eine sich wiederholende, nahezu florale Konstruktion, fast schon architektonisch, erinnert es entfernt an Altos Hocker 60 auf wohltuende Weise. 
Die auf den ersten Blick leicht wirkende Konstruktion hat es produktionstechnisch in sich. Eigenständig und intelligent führt sie die Konstruktion aus Stahlrohr und Blech zu einer gewölbeartigen, leicht wirkenden Struktur. Der Entwurf „taburet“ überzeugt mit gefügtem und feinem Detail. Vielseitigkeit, Leichtigkeit, Stapelfähigkeit, diverse Skalierungen des Modells und eine in sich tragende Selbstverständlichkeit des Gebrauchs verleihen „Taburet“ Präsenz ohne Aufdringlichkeit. Die Jury verleiht für diesen Entwurf den zweiten Platz.

Platz 3: Maxim Frank – High Season

Schlank, stapelbar, von langlebiger Konstruktion, High Season bietet Komfort für den Gebrauch im In- und Outdoor-Bereich. Einsetzbar für aktuelle und zukünftige Designumgebungen. „High Season“: Innehalten, entspannen und relaxen.

Eine Sitzstruktur, die durch den tiefliegenden Sitzpunkt zur Entspannung im Indoor- und Outdoor-Bereich einlädt. 
Die nutzbringende Stapelfähigkeit ist formal prägend und zeigt die Funktion klar und deutlich lesbar in der übersetzten Konstruktion an.
Als einzelnes Produkt oder in der Menge „High Season“ zeichnet sich durch seine skulpturale Eigenständigkeit aus, ist präsent bei gleichzeitiger hoher Kompatibilität im Anwendungsbereich „Relax und Meeting“ 

Anerkennung: Joska Argi – Cassiopeia

Cassiopeia lädt dich zum Sitzen ein, wunderbar entspannend. Eine klare Form, nahtlos gefertigt für Indoor- und Outdoor-Spaces, wo Einfachheit auf Neugier trifft.

Einfachheit trifft auf Neugier. 
Cassiopeia lädt nicht nur einfach zum Sitzen ein, Cassiopeia verfügt durch leichtes Kippen der Struktur mittels der gewählten Konstruktion über zwei unterschiedliche Funktionen des Sitzens.
Die Konstruktion aus Stahlstab wirkt hierbei fließend, reduziert und verdichtet sich so zu einer direkten Lesbarkeit der Anzeigefunktion. 
Formal beschreibend wird diese schnell erfasst und verleiht somit dem Entwurf eine eigenständige Identität mit erweitertem Nutzungsraum.