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Energieschub durch datenbasierte Technologien
FH Aachen | Arnd Gottschalk
Der Energiemarkt steht vor großen Herausforderungen: In der Branche ist eine Vielzahl von Akteur:innen aktiv, die Energie bereitstellen, handeln und nutzen – von großen Konzernen bis hin zu Privatpersonen. Sowohl im Bereich der Speicherung als auch der Umwandlung und des Transports gibt es eine Vielzahl neuer, innovativer Konzepte. Entsprechend wichtig sind Daten – sowohl im Hinblick auf eine wirtschaftliche Vermarktung als auch bezüglich der Versorgungssicherheit.
Information und Austausch
Die FH Aachen bietet einmal im Jahr den Energiewirtschaftstag an, der Akteur:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringt. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto “Lehre und Forschung in der Energiewirtschaft und -informatik an der FH Aachen”. Nach der Begrüßung der Erstsemester der Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen – Nachhaltige Energiesysteme (Bachelor) sowie Energiewirtschaft & Informatik (Master) präsentierten Lehrende und Studierende der höheren Semester Inhalte und Projekte der Studiengänge und tauschten sich mit Fachleuten der regionalen Energiewirtschaft aus.
Direkter Praxisbezug
In diesen Studiengängen wird interdisziplinär gelehrt und geforscht – das Angebot verbindet Energietechnik, Energiewirtschaft und Informatik. “Und wir sind nicht nur interdisziplinär, sondern auch transdisziplinär”, betont Prof. Dr. Jörg Borchert, und benennt damit eine besondere Stärke: Dank der engen Anbindung an die Stiftung Energiewirtschaft und die darin zusammengeschlossenen Unternehmen gibt es einen direkten Praxisbezug. “Es ist wichtig, dass die Studierenden schon früh in Kontakt mit den Unternehmen kommen”, sagt Jörg Borchert.
Jülich ist der Hotspot
Als das neue Studienangebot im Jahr 2013 aufgesetzt wurde, war Prof. Dr. Volker Sander Dekan des Fachbereichs Medizintechnik und Technomathematik. Heute ist er nicht nur treibende Kraft im Institut für datenbasierte Technologien, sondern auch Standortsprecher des Campus. “Jülich ist der Hotspot, wenn es darum geht, Wissen aus Daten abzuleiten”, erläutert er, “hier bündeln sich die Kompetenzen.”