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Weil jede Sekunde zählt!

FH-Studierendenprojekte sind an Reanimationsworkshop am Flugplatz Merzbrück beteiligt. Veranstalter werben bei Lehrkräften für bessere Hilfe bei medizinischen Notfällen.

Rund 240 Lehrer:innen aus der Region haben sich jetzt bei einem Workshop über Reanimationsmaßnahmen bei medizinischen Notfällen informiert. Eine breite Allianz hatte zu der Fortbildung eingeladen, darunter auch die studentischen Initiativen Aixtreme Racing, Aero Race Lab und RedRotor vom Fachbereich Aerospace und Automotive Engineering der FH Aachen.

Bessere Überlebenschancen

Veranstaltungsort war der Flugplatz Aachen-Merzbrück. Dort unterhält die ADAC Luftrettung eine Station; der Rettungshubschrauber Christoph Europa 1 startet von dort zu Rettungsflügen in der Aachener Region. Diese Hubschrauberflüge sind oftmals das letzte Glied in der Rettungskette, die ihren Ausgangspunkt zum Beispiel bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand hat. In diesen Fällen zählt jede Sekunde: Während eines Herz-Kreislauf-Stillstands treten innerhalb von drei bis fünf Minuten irreversible Schäden im Gehirn auf, wenn keine effektive Herzdruckmassage durchgeführt wird. Die Überlebenschancen steigen, wenn Ersthelfer:innen in den ersten Minuten, also in der Regel noch vor Eintreffen des Notarztes oder der Notärztin, mit einer Herzdruckmassage beginnen.
 

Breite regionale Initiative

Was bei einer Erstbehandlung zu beachten ist, lernten die teilnehmenden Lehrkräfte bei dem eintägigen Workshop. Neben interessanten Vorträgen gab es auch die Möglichkeit, vor Ort Reanimationsmaßnahmen praktisch zu üben. Mit dem Angebot wollen die Initiator:innen mehr Erstretter:innen gewinnen und vor allem Multiplikatoreffekte nutzen. So sollen die Lehrkräfte in Schulen für Reanimationsworkshops werben. An der Organisation der Veranstaltung waren neben den FH-Initiativen auch die ADAC Luftrettung und die Initiative “Region Aachen rettet”, Andreas Dovern (Städteregion Aachen, Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz) sowie Prof. Dr. Anna Röhl (Rhein-Maas Klinikum, ADAC Luftrettung) beteiligt.

Informationen für Lehrkräfte

Auch Aixtreme Racing, RedRotor und das Aero Race Lab unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Janser warben bei der Veranstaltung für ihre Angebote. Sie stellten ihre Exponate aus und gingen aktiv in den Austausch. Die anwesenden Lehrkräfte – als zentrale Zielgruppe des Aero Race Labs – konnten sich über die Möglichkeit von Schulbesuchen informieren und teilweise bereits erste Termine abstimmen. Die RedRotor-Drohne ist für autonome Flüge zwischen dem Rhein-Maas-Klinikum in Würselen und dem St.-Antonius-Hospital in Eschweiler konzipiert. Sie soll zukünftig vorrangig medizinische Payloads wie beispielsweise Blutproben und Abstriche in einer normgerechten MedBox transportieren. Hierfür wurden in Kooperation mit dem ADAC sowie dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) Operationskonzepte hinsichtlich Flugroute und Zulassung erarbeitet.

Kontakt per App

In Reanimationsmaßnahmen geschulte Bürger:innen aus der Region Aachen können sich über die “Region Aachen rettet”-App registrieren, dort ihren Qualifikationsnachweis hochladen und nach Freischaltung als Ersthelfer:in in allen beteiligten Kommunen alarmiert werden. Herzstück ist ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem für Ersthelfer:innen. Wenn sie sich in Nähe zum Notfall befinden, werden sie parallel zum Rettungsdienst über die App alarmiert. So können noch vor dem Eintreffen des Notarztes oder der Notärztin lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden.