Holzbau-Systemlösungen für die Mehrgeschossigkeit

Worum geht es hier?
Ziel des Forschungsprojektes ist es, standardisierte Lösungen für den mehrgeschossigen Holzbau zu finden und somit Architekt:innen, Tragwerksplaner:innen und Fachplaner:innen möglichst effiziente, handhabbare Systemlösungen
für den mehrgeschossigen Holzbau zur Verfügung zu stellen. Diese sollen Bauteile und Anschlusspunkte umfassen und typisiert in Vorlagenkatalogen, Tabellen und Diagrammen sowie EDV-basiert aufbereitet werden. Die konstruktive Durchbildung erfolgt unter Berücksichtigung des Brandschutzes, aller relevanten statischen und bauphysikalische Aspekte sowie unter Beachtung des baulichen Holzschutzes. Des Weiteren sollen explizit auch Systemlösungen für Bauteile und Anschlüsse unter Verwendung von Laubhölzern angeboten werden. Neben Buche soll insbesondere die Holzart Birke betrachtet werden. Für Birke sind bemessungsrelevante Eigenschaften noch nicht ausreichend bekannt, so dass umfangreichere Untersuchungen vorgesehen sind. 

Was war Ihre Motivation, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen? Woher stammt die Idee?
Im Holzbau existiert eine große Vielfalt an Bauteilen und Verbindungen, was dazu führt, dass Holzbauprojekte meist Individuallösungen aufweisen. Andere Bauweisen wie der Stahlbau sind dagegen weitestgehend standardisiert,
was mehr Effizienz und weniger Kosten bedeutet. Um diesen Wettbewerbsnachteil auszugleichen, hat sich eine überregionale Projektgruppe gebildet, welche neben der Forschung seitens der FH Aachen Vertreter:innen der
gesamten Wertschöpfungskette von der Holzwirtschaft bis zur Verarbeitung umfasst. 

Welchen Nutzen bringt dieses Projekt für die Gesellschaft und/oder im Sinne der Nachhaltigkeit?
Mit den entwickelten Planungshilfen werden sich Vorplanungen, die im Rahmen der frühen Entscheidungsfindung bzgl. einer Baustoffwahl erforderlich sind, schneller und wirtschaftlicher durchführen lassen. Besonders nachhaltige
Holzbauprojekte werden durch die Standardisierung von Bauteilen und Verbindungen für die Planung und Umsetzung leichter zugänglich. Des Weiteren wird durch die Einbeziehung von Laubholzprodukten auch das zukünftige
Rohholzangebot berücksichtigt.


Wer macht noch mit?
Projektpartner sind die NR Ingenieurgesellschaft holztragwerke mbH, die Pirmin Jung Deutschland GmbH, die Adams Holzbau GmbH, das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, die
Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG sowie das Holzbau Deutschland Institut.

Projektleitung:
Prof. Dr.-Ing. Thomas Uibel
Prof. Dr.-Ing. Leif A. Peterson
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Moorkamp
 

Mitarbeitende:
Dipl.-Ing. Markus Duffner
Tom Jansen M.Eng.
 

Förderlinie:
Einzelplan 10 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Projektzeitraum:
01.08.2023 - 31.07.2026

Projektpartner:

  • NR Ingenieurgesellschaft holztragwerke mbH,
    An der Eickesmühle 26, 41268 Mönchengladbach
  • Pirmin Jung Deutschland GmbH,
    Am Güterbahnhof 16, 53424 Remagen
  • Adams Holzbau GmbH,
    Brohlstraße 8-10, 56651 Niederzissen
  • Landesbetrieb Wald und Holz NRW,
    Zentrum für Wald und Holzwirtschaft (FB V), Team Holzwirtschaft,
    Carlsauestraße 91A, 59939 Olsberg