Projekt 4M | Master Thesis

Freie Master Thesis | NODO galápagos | Erweiterung der Charles Darwin Research Station

WiSe | 24-25

Im Rahmen dieser Masterarbeit wird untersucht, wie der Forschungskomplex der Charles Darwin Foundation (CDF) auf den Galápagos-Inseln durch eine nachhaltigkeitsfokussierte Erweiterung ergänzt werden kann. Ziel ist es, eine Lösung zu entwickeln, die sowohl funktional ist als auch die Synergien zwischen Wissenschaftlern und Besuchern stärkt.

Die bestehenden Gebäude des Komplexes sollen in ihrer Gebäudegestaltung und Architektursprache weiterhin erkennbar bleiben, jedoch weder neu geplant noch umstrukturiert werden. Die geplante Erweiterung wird daher ausschließlich als eigenständiges Gebäude in Form eines „Add-ons“ konzipiert.

Ein zentraler Bestandteil der Aufgabe ist das autochthone Bauen mit lokalen Materialien. Da typische heimische Architekturformen auf den Galápagos-Inseln in klassischer Form nicht existieren, da die ersten Siedlungen erst Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, soll die Bauweise heute eine andere Richtung einschlagen, die dem Schutzstatus der Inseln gerecht wird.

Auf den Galápagos-Inseln werden Bioelemente in drei Kategorien unterteilt: endemisch, eingeführt und einheimisch. Während einheimische Bioelemente weder geerntet noch genutzt werden dürfen, wird die Beseitigung eingeführter Arten gefördert. Dies betrifft insbesondere Holzarten wie Bambus und Cedrela, die über hohe Tragfähigkeiten sowie eine hohe Beständigkeit gegen Meersalz und Feuchtigkeit verfügen. Ein weiteres mögliches Baumaterial ist eine Lehmmischung mit mineralisiertem Vulkansteinpulver, die zur natürlichen Stabilisierung der Raumtemperatur beitragen kann.

Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der nachhaltigen Gebäudeeffizienz. Aufgrund des begrenzten Zugangs zu Süßwasserquellen auf den Galápagos-Inseln soll ein integriertes Regenwassermanagementsystem entwickelt werden, das zur Deckung des Trinkwasserbedarfs des Gebäudes beitragen kann. Grundlage hierfür bildet die Analyse der Regenwasserdaten von Santa Cruz.

Auch erneuerbare Energiequellen sollen in die Planung integriert werden. Für die Warmwasserbereitung könnten Verkehrsflächen als Solarthermieflächen genutzt werden, während die Stromversorgung durch eine Doppelnutzung von Verkehrsflächen, Überdachungen oder Fassaden mit Photovoltaikanlagen erfolgen kann. Dabei werden Sonnenstrahlungswinkel sowie die Anzahl der Sonnenstunden pro Jahr berücksichtigt.

Hinsichtlich der Raumtemperatur und natürlichen Belüftung wird ein besonderer Fokus auf die Planung von Verschattungsmöglichkeiten gelegt. Zusätzlich können Ventilationslamellen zur Erzeugung eines natürlichen Luftzugs beitragen. Dabei werden auch Windströmungsdaten der Messstationen der Charles Darwin Forschungsstation berücksichtigt, um eine optimale Gebäudepositionierung zu ermöglichen.

Freie Master Thesis | Revitalisierung Grossmarkthalle Köln

SoSe | 25

Anlass | Hintergrund

Die Großmarkthalle in Köln, errichtet zwischen 1936 und 1940, ist ein architektonisches Meisterwerk der Moderne und bekannt für ihre beeindruckende stützenfreie Spannweite von 57 Metern. Mit einer Fläche von 7.500 m² stellt sie nicht nur ein funktionales Bauwerk dar, sondern auch ein bedeutendes Stück ingenieurtechnischer Baukunst. Aufgrund ihrer innovativen Anwendung von Betonschalen steht die Halle unter Denkmalschutz und gilt als Schlüsselbauwerk ihrer Zeit.

Der Großmarkt, der die Halle seit Jahrzehnten als Umschlagplatz für Obst, Gemüse und Blumen genutzt hat, wird seinen Betrieb am bisherigen Standort im Stadtteil Raderberg zum 31. Dezember 2025 einstellen. Diese Entscheidung ist Teil eines umfassenden städtebaulichen Entwicklungsplans für dieses Gebiet, welches unter dem Titel Parkstadt Süd neugestaltet werden soll.

Das Projekt Parkstadt Süd ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der Stadt Köln. Im Rahmen dessen soll ein modernes, lebendiges Stadtquartier mit einer Mischung aus Wohn-, Büro-, Kultur- und Freizeitflächen geschaffen werden. Gleichzeitig wird die Nähe zur Grüngürtel-Erweiterung genutzt, um attraktive Erholungsflächen zu integrieren. Ziel ist es, eine Verbindung zwischen urbanem Wohnen, nachhaltiger Entwicklung sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Nutzungen innerhalb des neuen Quartiers herzustellen.

Da die Großmarkthalle im Herzen des neuen Stadtteils liegt, ist ihre Revitalisierung und Neunutzung ein zentraler Bestandteil der Planung. Der Erhalt der denkmalgeschützten Großmarkthalle bietet die Möglichkeit, ihre historische Identität zu bewahren und gleichzeitig eine moderne, zukunftsorientierte Nutzung zu schaffen. So könnte das Gebäude zu einem lebendigen Ort werden, der Geschichte und Moderne verbindet.

Freie Master Thesis | Gefängnis als Stadt | Von Isolation zu Integration

WiSe | 24-25

Sechsundvierzig Prozent (46%) aller Inhaftierten in deutschen Gefängnissen werden nach ihrer Entlassung wieder rückfällig und belasten damit zusätzlich das deutsche Strafvollzugsystem – im Gegensatz zu Norwegen, wo nur jede:r fünfte Inhaftierte (20%) erneut straffällig wird. Die hier vorliegende Master-Thesis untersucht den Einfluss, welche die Ausformung der Architektur und die damit verknüpften Haftbedingungen auf die erfolgreiche Wiedereingliederung von Straffälligen in die Gesellschaft hat. Über einen Analyseteil werden bestehende Strukturen der deutschen Gefängnisarchitektur untersucht und Unterschiede zu den erfolgreichen Referenzprojekten aus z.B. den skandinavischen Ländern herausgearbeitet. Anhand eines praxisbezogenen Anwendungsbeispiels – Testentwurf der JVA Iserlohn - werden die gewonnenen Erkenntnisse in einem konkreten Entwurfsprojekt umgesetzt. 

Freie Master Thesis | Markthalle Büchel

WiSe | 24-25

Der in dieser Master-Thesis vorliegende Entwurf mit dem Titel „Markthalle Büchel“ stellt einen weiteren Beitrag für die zurzeit brachliegende Fläche im Herzen der Altstadt Aachens dar und versucht mit einer Neuordnung der Flächen und vielfältigen öffentlichen Nutzungen das städtische Leben an dieser Stelle zu bereichern. Die Planung konzentriert sich auf den Handel, Kultur, Gastronomie, Sport und Wohnen. Eine zentrale Marktfläche für lokale Händler, ein Gewerbeareal für Start-ups, ein Sportstudio sowie flexible Veranstaltungsräume sind vorgesehen.  Ein neu geschaffene Blockrandschließung mit Wohnnutzung akzentuiert den städtischen Raum. Die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen und die Erarbeitung eines klimaschonenden Energiekonzepts spielt eine wesentliche Rolle bei der konstruktiven Durcharbeitung, Form- und Gestaltfindung.

Sport und Erholungszentrum - HafenCity Hamburg

SoSe | 24

Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) soll auf dem Baugrundstück Baakenhafen 83a/ HafenCity Hamburg entwickelt werden. Mit dem SEZ sollen nicht nur das Sport- und Freizeitangebot für Bewohner, Beschäftigte und Besucher der HafenCity gestärkt werden, sondern auch das Interesse bei Spitzensportlern wecken. Neben den Hauptflächen für das SEZ umfasst das Konzept auch die Planung eines Sporthotels sowie von Gastronomiebereichen. Des Weiteren sollen auch ein Reha-/ und Therapiezentrum sowie Seminar-/ und Konferenzräume zur Weiter- und Fortbildung mit aufgenommen werden.

Elbcampus

SoSe | 23

Eine neue Hochschule für maritime Seefahrt soll in Hamburg gegründet und an prominenter Lage an der Elbe geplant werden. Das neue Gebäude für die Studienrichtung Nautik / Seeverkehr soll alle notwendigen Nutzungen der Hochschule integrieren, sowie Öffentlichkeit auch parallel zum Hochschulbetrieb ermöglichen und einen Ort zum Treffen und Verweilen schaffen. Das räumliche und bauliche Konzept soll visionäre Lösungen entwickeln für Anforderungen der Arbeits- und Lernwelten der Zukunft. Dabei sind entsprechende Themen zu berücksichtigen wie z.B. Flexibilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.