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60 Millionen Euro für die FH Aachen

Ministerin Ina Brandes überbringt die Förderzusage des Landes. Förderung im Rahmen des NRW-Plans für gute Infrastruktur.

Der Campus Eupener Straße wird zu einem wegweisenden Ort für Digitalisierung und digitales Ressourcenmanagement. Das Land Nordrhein-Westfalen investiert zu diesem Zweck 60 Millionen Euro. Heute kam die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes MdL, ins Gründungszentrum der FH, um die entsprechende Förderzusage des Landes zu übergeben. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Nordrhein-Westfalen-Plans für gute Infrastruktur. 

Investition in Zukunftsthemen

Wissenschaftsministerin Ina Brandes MdL: “Wir investieren das Geld aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur konsequent in die großen Zukunftsthemen und die hervorragende Ausstattung unserer Hochschulen. Exzellente Forschung und Lehre brauchen eine exzellente Infrastruktur. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Robotik verändern schon jetzt alle Lebensbereiche der Menschen in rasantem Tempo. Die Millionen-Investition aus dem NRW-Plan wird den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der FH helfen, aus ihren Innovationen marktreife Produkte zu entwickeln, die das Leben der Menschen besser machen.”

Der Campus als digitaler Ort

"Der Campus Eupener Straße soll schwerpunktmäßig zu einem Campus für Digitalisierung, Unternehmertum, Transfer und Gründen entwickelt werden", sagte der Kanzler der Hochschule, Volker Stempel. Konkret gehe es um die Umgestaltung der Lehr- und Lernräume hin zu einem digitalen Ort, aber auch um Flächen für Forschung und Entwicklung. Am Campus Eupener Straße wolle die FH neue Lehr- und Lernformen etablieren, aber auch Raum für neue Formen der Zusammenarbeit schaffen. "Damit zeigen wir, dass Digitalität und Präsenz zusammengehören. Wir möchten das Konzept Präsenzhochschule 2.0 am Campus Eupener Straße pilothaft umsetzen."

Ein gutes Signal an die Gesellschaft

Rektor Prof. Dr. Thomas Ritz bekräftigte: “Es ist ein gutes Signal an die Gesellschaft, dass wir das Geld, welches wir uns bei den kommenden Generationen leihen, in deren Zukunft investieren.” In der Vergangenheit habe die FH solche Investitionen bereits erfolgreich umgesetzt, etwa durch gezielte Wachstumsprogramme im Bereich Informatik oder Bauwirtschaft, mit denen neue Studiengänge geschaffen und interdisziplinäre Schwerpunkte gesetzt wurden. Er hob die Einführung von KI-Connect als flächendeckendes Programm als erfolgreiches Beispiel hervor. Ritz bilanzierte: "Am Campus Eupener Straße setzen wir die Vision um, einen Ort für Transformation und neue Formen der Zusammenarbeit an der FH Aachen zu schaffen."

Gestaltungshoheit erlangen

Mit dem Kauf von Gebäuden und Grundstück erlangt die Hochschule die Gestaltungshoheit über das Gelände. Das Ziel ist, innovative und agile Formen des Studierens, Lehrens und Arbeitens zu ermöglichen. Dabei soll auch die Kompetenz der am Campus ansässigen Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften und der FH-Institute Mobile Autonome Systeme und Kognitive Robotik (MASKOR) sowie Institut für Digitalisierung Aachen (IDA) genutzt werden. Insgesamt hat das Vorhaben ein Finanzvolumen von 60 Millionen Euro.

Förderprogramm des Landes

Der Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur ist das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes. 2,3 Milliarden Euro fließen in den Bereich Hochschule, Forschung, Lehre und Transfer. Aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan entfallen rund 21,3 Milliarden Euro auf die Kommunen, während knapp 10 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Landes investiert werden. Die Verfahrensabwicklung erfolgt digital.