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Aachen: Liebe, Heimat und tausend Unternehmungen

Zwei FH-Alumni geben Tipps für gutes Essen und Freizeitgestaltung in Aachen auf ihrem Instagram-Account "lassmaachen"

“Lass mal was in Aachen machen!” – oder kurz: “lassmaachen”. Unter diesem Namen geben Franca Lappe und Jil Felderhoff ihren Follower:innen Eventtipps und Hinweise für eine gelungene Freizeitgestaltung in Aachen. Wo gibt es das beste Frühstück? Welches Festival findet am Wochenende statt? Und wann ist die nächste Gelegenheit für Open-Air-Kino? Die zwei Freundinnen haben die Antworten.

Time to shine

Als nach der Corona-Pandemie langsam wieder ein lebendigerer Alltag möglich wurde, ergriffen Franca und Jil die Initiative und starteten ihren Instagram-Kanal. “In jeder Stadt gab es einen solchen Account, nur in Aachen nicht. Das war unsere time to shine”, erinnert sich Franca. Wie in einem portionierten, digitalen Stadtmagazin tragen sie anstehende Events zusammen und geben konkrete Restaurantempfehlungen. Mit Bildern und Videos von gutem Essen und entspannter Atmosphäre machen sie Lust auf Unternehmungen in Aachen – und das seit mittlerweile vier Jahren.

"Niemand hat uns ernstgenommen"

Die erste Zeit nach der Gründung von lassmaachen sei sehr zäh verlaufen. Mühsam mussten die Freundinnen nach Eventterminen suchen, Kooperationspartner waren oft unzuverlässig und alles passierte auf eigene Kosten. “Niemand hat uns ernstgenommen”, so Franca. An der FH Aachen haben die beiden BWL studiert und wendeten das Gelernte direkt auf ihre Unternehmensgründung an. Nach einem Jahr konstanter Arbeit ging es dann steil bergauf. Mittlerweile verlassen sich auf Instagram über 35.000 Follower:innen auf die Tipps der FH-Alumni; auch auf Tiktok sind sie aktiv. Trotz des Erfolgs möchten Franca und Jil ihren Account nicht hauptberuflich betreiben. “Wir verstehen uns nicht als klassische Influencer und sind in unseren normalen Vollzeitjobs sehr glücklich. Lassmaachen ist zwar sehr viel Arbeit, aber vorrangig macht es uns Spaß – das soll uns nicht verloren gehen.”

Aachen ist Zuhause

Aachen bedeutet für Franca Heimat. Sie ist hier aufgewachsen und nach einem Zwischenstopp in Köln ist sie glücklich, nun wieder in ihrer Stadt zu leben. Jil hingegen ist zugezogen und auch für sie ist klar: “Aachen ist Zuhause.” Beide lieben die Stadt aus unterschiedlicher Perspektive und damit sind sie nicht allein. Neulich wurde Aachen in einer Sonderstudie des “Glücksatlas” von 16- bis 29-Jährigen zur lebenswertesten Stadt Deutschlands gewählt. Die Freundinnen wundert das nicht: “Aachen hat so viel zu bieten und fühlt sich dabei wie eine Kleinstadt an. Immer trifft man Menschen, die man kennt, alles ist fußläufig erreichbar und die angrenzende Natur tut ihr übriges”, sagt Jil.

Ein perfekter Tag in Aachen

Bei der Frage, wie ihr perfekter Tag in Aachen aussieht, geraten die beiden ins Schwärmen. Starten würden sie mit einem Bummel über den Frankenberger Markt. “Ein Strauß frischer Blumen und Kaffee sind hier ein Muss”, sind sich die Freundinnen einig. “Danach geht es ab in die Innenstadt. Im Hof stimmt die Atmosphäre; hier hat man immer eine gute Zeit.” Anschließend empfehlen sie eine Radtour auf der Vennbahntrasse und abends sei ein Besuch im Domkeller ein gemütlicher Ausklang. “Das ist ganz schön viel für einen einzigen Tag”, bemerken Franca und Jil lachend. Sicher ist jedenfalls, dass Aachen eine Menge zu bieten hat. “Wir wollen die Öcher abholen und ihnen das beste Essen und coole Freizeitangebote zeigen. Aachen lohnt sich einfach.”