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Zum Tode von Professorin Gisela Engeln-Müllges

Unsere „EM“ ist nach kurzer Erkrankung verstorben

Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Engeln-Müllges ist verstorben. 

Es fällt schwer, hierfür die angemessenen Worte zu finden, sie hat für so viele von uns so unermesslich viel geleistet, so vielen so unendlich gutgetan, und sie hatte noch sehr viele Pläne. Unvergessen ihre vielen Stationen, als Professorin für numerische Mathematik, deren Studierende sie erfolgreich für das Bundesverdienstkreuz vorschlugen, als Prorektorin für Forschung und Entwicklung, als stellvertretende Rektorin, als Mitglied im Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland, berufen vom damaligen Bundespräsidenten, und als stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrates der FH Aachen und Vorsitzende des Hochschulrates in Münster. Und nicht zuletzt war sie längst eine international ausgezeichnete Künstlerin mit zahllosen Ausstellungen, unter anderem in New York und im Vatikan. Vor allem aber war sie Mensch. 

Eine Frau, die sich als Metzgerstochter in der ehemaligen DDR erfolgreich um die zunächst verwehrte Möglichkeit zu studieren leidenschaftlich bemühte. Eine Seltenheit, auch damals. Nach ihrer Zeit an der RWTH Aachen wurde sie als Professorin an die FH Aachen berufen und hat diese Berufung als Glücksfall empfunden. Unsere EM hatte viele interne Namen: Für die einen war sie die “Turbo Gisela”, für die anderen die “Liz Taylor der numerischen Mathematik”. Immer aktiv, voller Kreativität, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit, die an allen Stellen fehlen wird. Wir haben nur zu danken, dass es sie gab.